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„There is another way": Ein gemeinsamer Kampf für den Frieden in Palästina und Israel

Aus Feinden werden Verbündete: Bei Combatants for Peace kämpfen ehemalige israelische Soldat*innen und palästinensische Kämpfer*innen gemeinsam für Frieden. Am 20. Oktober berichten zwei Aktivisten in Augsburg, wie sie die aktuelle Lage in Palästina und Israel erleben – auf Englisch mit Übersetzung.

Aus Feinden werden Verbündete: Bei Combatants for Peace kämpfen ehemalige israelische Soldatinnen und palästinensische Kämpferinnen gemeinsam für Frieden. Am 20. Oktober um 19 Uhr (Hollbau, Im Annahof) berichten zwei Aktivisten auf Einladung des Transferzentrums Frieden in Augsburg, wie sie die aktuelle Lage in Palästina und Israel erleben – auf Englisch mit Übersetzung, Eintritt frei.

In der von Gewalt geprägten Berichterstattung aus Palästina und Israel geht leicht unter, dass es in der Region Menschen gibt, die sich mitten in diesem Konflikt beharrlich für Frieden einsetzen. Dazu gehören die palästinensischen und israelischen Mitglieder von Combatants for Peace. Viele von ihnen standen sich früher mit der Waffe in der Hand gegenüber. Heute setzen sie sich gemeinsam für gewaltfreien Widerstand, politische Gleichberechtigung und die Achtung der Menschenrechte ein.

Zwei von ihnen kommen im Oktober nach Augsburg: Elie Avidor und Ghassan Bannoura. Sie erzählen, wie sie die aktuelle Lage vor Ort erleben und warum sie trotz allem überzeugt sind: „There is another way" – es gibt einen anderen Weg. So heißt auch ein Dokumentarfilm über die Bewegung.

Elie Avidor ist Ingenieur und kommt aus Haifa. 1973 kämpfte er als israelischer Soldat im Jom-Kippur-Krieg und wurde am Berg Hermon verwundet. Heute begleitet er an mehreren Tagen pro Woche palästinensische Hirtenfamilien im Jordantal, um sie mit seiner Anwesenheit vor Angriffen gewalttätiger Siedler zu schützen. Er berichtet, wie die palästinensische Landbevölkerung unter Siedlergewalt und staatlich organisierter Gewalt leidet, unter Vertreibung und unter Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit.

Ghassan Bannoura ist palästinensischer Kameramann und Redakteur. Seit über zehn Jahren dokumentiert er in der Westbank die Arbeit von Combatants for Peace. Weil er regelmäßig direkt vor Ort ist, kann er aktuelle Entwicklungen einordnen und zeigen, was hinter den täglichen Nachrichten steht.

Die beiden bringen keine einfachen Antworten mit, sondern persönliche Geschichten, Eindrücke aus erster Hand und die Überzeugung, dass die Zukunft von Palästinenserinnen und Israelis untrennbar miteinander verbunden ist. Sie erläutern, warum sie sich für einen gemeinsamen, gewaltfreien Weg entschieden haben und wie aus ehemaligen Gegnerinnen Verbündete werden können. Im Anschluss ist Zeit, mit ihnen über zivilgesellschaftliches Engagement für Gewaltfreiheit und Menschenrechte ins Gespräch zu kommen.

Über Combatants for Peace
Combatants for Peace wurde 2006 von ehemaligen Kombattantinnen beider Seiten gegründet: von israelischen Soldatinnen, die den Dienst in den besetzten Gebieten verweigerten, und von palästinensischen Kämpferinnen, die die Waffen niedergelegt hatten. Heute ist Combatants for Peace eine gemeinsame Graswurzelbewegung von Palästinenserinnen und Israelis. Sie setzt sich gewaltfrei für ein Ende der Besatzung und für Frieden, Freiheit und Sicherheit für alle ein. Die Bewegung organisiert Dialoggruppen, Bildungsprogramme für Jugendliche und Solidaritätseinsätze, zum Beispiel bei der Olivenernte. Weit über die Region hinaus bekannt ist ihre jährliche gemeinsame Gedenkfeier für die Opfer auf beiden Seiten. Combatants for Peace wurde zweimal für den Friedensnobelpreis nominiert.

Mehr unter: https://cfpeace.org
Zum Film: https://thereisanotherwayfilm.com

Veranstaltung am Dienstag, 20. Oktober 2026, 19:00 Uhr
Hollbau, Im Annahof 4, 86150 Augsburg

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Eine Übersetzung ins Deutsche erfolgt vor Ort. Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung des Transferzentrums Frieden Augsburg in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Forum Annahof und pax christi, gefördert von der Deutschen Stiftung Friedensforschung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Praktiken des Friedens".

25.09.2026
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Dialogische Führung zur Finissage der Ausstellung „Frieden“

Am 13. September 2026 laden das Jüdische Museum Augsburg Schwaben und das Transferzentrum Frieden Augsburg zu einer dialogischen Führung durch die Ausstellung „Frieden“ ein. Kuratorin Monika Müller und Mitarbeiterinnen des Transferzentrums sprechen dabei über die Bedeutung von Friedensarbeit in Augsburg.

Am 13. September 2026 findet im Jüdischen Museum Augsburg Schwaben in der ehemaligen Synagoge Kriegshaber die Finissage der Wechselausstellung „ Frieden“ statt. Die Veranstaltung ist Teil des bundesweiten Tags des offenen Denkmals.

Die Ausstellung basiert auf der gleichnamigen Ausstellung des Jüdischen Museums Wien, kuratiert von Adina Seeger und Tom Juncker. Die Augsburger Adaption richtet den Blick darüber hinaus auf das Engagement für Frieden in Deutschland und zeigt, welche Bedeutung das Thema für die Stadt Augsburg und ihre Stadtgesellschaft hat.

Zum Abschluss der Ausstellung lädt das Jüdische Museum Augsburg Schwaben gemeinsam mit dem Transferzentrum Frieden Augsburg zu einer dialogischen Führung ein. Kuratorin Monika Müller und Mitarbeiterinnen des Transferzentrums führen durch die Ausstellung und nehmen dabei insbesondere die Frage in den Blick, welchen Beitrag Friedensarbeit vor Ort zu einem gelingenden Miteinander in der Stadtgesellschaft leisten kann. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch.

Die Führung startet um 15:00 in der ehemaligen Synagoge Kriegshaber (Ulmer Straße 228, 86156 Augsburg). Da die Führung im Rahmen des Tages des offenen Denkmals stattfindet, ist der Eintritt in das Museum sowie die Führung kostenfrei. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

03.09.2026
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Praxisorientierte Friedensforschung. Vier Vorträge von Prof. Dr. Christoph Weller

Im Rahmen der „Akademie am Vormittag“ des Evangelischen Forum Annahof bietet Christoph Weller ab 19. Oktober an vier Terminen Einblicke in die Friedensforschung, ihre Entwicklung und die wissenschaftliche Beschäftigung mit Frieden und Krieg, mit Feindbildern und mit Konfliktbearbeitung.

Im Rahmen der „Akademie am Vormittag“ des Evangelischen Forum Annahof bietet Christoph Weller ab 19. Oktober an vier Terminen Einblicke in die Friedensforschung, ihre Entwicklung und die wissenschaftliche Beschäftigung mit Frieden und Krieg, mit Feindbildern und mit Konfliktbearbeitung, jeweils montags von 10 bis 12 Uhr im Hollbau des Annahofes.

Wie lässt sich zu Fragen des Friedens forschen? Welche Ergebnisse liegen aus diesem interdisziplinären Forschungsfeld vor? Und welche praxisorientierten Fragestellungen werden in der Friedens- und Konfliktforschung bearbeitet? Diese Vorlesungsreihe bietet eine Einführung in die Friedensforschung mit einem Schwerpunkt auf praxisorientierten Ansätzen, die auch für die Alltagspraxis des Zusammenlebens Relevanz besitzen können, etwa bei Gruppenbildung, Widerspruchskommunikation oder konstruktiver Konfliktbearbeitung.

Seminar 1 am 19.10. : Friedensforschung im Spannungsfeld zwischen Politik und Wissenschaft
Gerade in Deutschland war und ist die Entstehung und Entwicklung dieses Forschungsfelds umstritten, denn es steht in ständigen Wechselwirkungen zu politischen Entscheidungen: wie funktioniert Wissenschaft in einem politisierten Forschungsfeld?

Seminar 2 am 2.11. : Krieg und Frieden
Die Verhinderung weiterer Kriege war und ist der Grundimpuls für die Friedensforschung: welche Erkenntnisse über Krieg liegen vor und welche Verständnisse hat die Friedensforschung vom Begriff "Frieden"?

Seminar 3 am 16.11. : Feindbilder und Konflikte
Negative Wahrnehmungen anderer Gruppen im Zusammenhang mit Konflikten leisten einen Beitrag zur Eskalation der Konfliktaustragung: was wissen wir über die Entstehung von Feindbildern und wie lässt sich ihr Einfluss verringern?

Seminar 4 am 30.11. : Frieden als Prozess konstruktiver Konfliktbearbeitung
Wird "Frieden" nicht als Ziel, sondern als Prozess verstanden, stellt sich die Frage, auf welche Weise sich zu diesem Prozess beitragen lässt. Ein Ansatz für gesellschaftlichen Frieden ist das Konzept konstruktiver Konfliktbearbeitung.

Der Referent

Prof. Dr. Christoph Weller leitet seit 2008 den Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg und forscht seit über 30 Jahren in diesem Forschungsfeld. Er hat Philosophie, Politikwissenschaft, Germanistik und Soziologie studiert, an vielen verschiedenen Instituten der Friedensforschung gearbeitet und sich für eine intensive Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis eingesetzt, in Augsburg u.a. durch die Einrichtung des "Transferzentrums Frieden Augsburg".

Kosten/Anmeldung

Gebühr: 58,00 € für die gesamte Seminarreihe (4 Seminare)
Anmeldung bis 10.10.2026

27.08.2026
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„was ich anhatte …“ – Ausstellung zu sexualisierter Gewalt an Frauen

Vom 13. - 27. September wird in der Neuen Galerie Höhmannhaus mit Unterstützung des Transferzentrums Frieden Augsburg die Ausstellung „was ich anhatte …“ gezeigt mit Vorträgen, Gesprächsangeboten und dem Workshop „Mythen über sexualisierte Gewalt erkennen und hinterfragen“ am 24.9. um 11, 13 und 15:30 Uhr

Vom 13. - 27. September wird in der Neuen Galerie Höhmannhaus (Maximilianstraße 48) mit Unterstützung des Transferzentrums Frieden Augsburg die Ausstellung „was ich anhatte …“ gezeigt mit Vorträgen, Gesprächsangeboten und dem Workshop „Mythen über sexualisierte Gewalt erkennen und hinterfragen“ mit Prof. Dr. Rebecca Gulowski und Dr. Christina Pauls vom Transferzentrum Frieden Augsburg am Donnerstag, 24.9. um 11:00, 13:00 und 15:30 Uhr (Anmeldung erforderlich).

Die Wanderausstellung zu sexualisierter Gewalt an Frauen wird vom Büro für Kommunale Prävention der Stadt Augsburg in der Neuen Galerie im Höhmannhaus gezeigt. Augsburg ist damit die 70. Station der Wanderausstellung, die seit 2020 deutschlandweit unterwegs ist. Der Eintritt ist frei. Bitte beachten Sie, dass für einige Workshops sowie für die begleiteten Ausstellungsbesuche eine Anmeldung erforderlich ist.

Die Ausstellung bietet eindrucksvolle und aufrüttelnde Einblicke in die Gewalterfahrungen von Frauen. Die gezeigten Kleidungsstücke stehen stellvertretend für die Erfahrungen von zwölf Frauen. Die Exponate machen deutlich, dass sexualisierte Gewalt unabhängig von Kleidung, Auftreten oder Verhalten der Betroffenen geschieht. Die Ausstellung regt dazu an, sich kritisch mit sogenanntem Victim Blaming – der Schuldzuweisung an Betroffene – auseinanderzusetzen und trägt dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für dieses wichtige Thema zu stärken.

Begleitend wird ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Workshops und Fachveranstaltungen angeboten. Themen sind unter anderem Täterarbeit, K.-o.-Tropfen, Vergewaltigungsmythen sowie Präventions- und Opferschutzarbeit. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer durch Fachkräfte begleiteten Ausstellungsbesichtigung.

26.08.2026
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Fragen zum Augsburger Friedensfest an den Friedensforscher Prof. Christoph Weller

In zwei Interviews für den Bayerischen Rundfunk und das Evangelisch-Lutherische Dekanat Augsburg gibt Christoph Weller Auskunft zum Motto UN_SICHERHEIT des diesjährigen Friedensfests und auf welchem Weg wir alle Beiträge zu mehr Frieden leisten können.

In zwei Interviews für den Bayerischen Rundfunk und das Evangelisch-Lutherische Dekanat Augsburg gibt Christoph Weller Auskunft zum Motto UN_SICHERHEIT des diesjährigen Friedensfests und auf welchem Weg wir alle Beiträge zu mehr Frieden leisten können:

  • Interview auf Bayern 2 - Die Welt am Morgen, 7. August 2026, 7:09 Uhr

  • Interview bei Augsburg-Evangelisch

  • Nachgefragt zum Friedensfest 2025: Wie wir in Augsburg besser mit Konflikten umgehen können

Für die immer wieder aufgeworfene Frage, warum Augsburg Friedensstadt ist, hat Christoph Weller gleich sieben Antworten parat:

  • Der „Augsburger Religionsfrieden" von 1555.
  • Das Augsburger Friedensfest, das seit 1650 immer am 8. August gefeiert wird, zunächst nur in den evangelisch-lutherischen Kirchen.
  • Seit 1950 ist das Augsburger Friedensfest für alle Augsburger*innen ein gesetzlicher Feiertag.
  • Seit 1984 wird das Friedensfest in ökumenischer Gemeinschaft gefeiert und die Friedenstafel auf dem Rathausplatz soll alle Religionen und Kulturen verbinden.
  • Seit 1985 vergibt die Stadt Augsburg gemeinsam mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern alle drei Jahre den „Preis Augsburger Friedensfest“ für Persönlichkeiten, die sich für ein tolerantes und friedvolles Miteinander der Kulturen und Religionen verdient gemacht haben.
  • Seit 2008 hat die Universität Augsburg als einzige bayerische Universität einen Lehrstuhl mit dem Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung.
  • 2018 wurde das Augsburger Friedensfest als lebendige Auseinandersetzung mit Pluralität und Vielfalt in die UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
07.08.2026
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Vielfältige Veranstaltungen des Transferzentrums Frieden im Friedensfestprogramm 2026

Das diesjährige Rahmenprogramm zum Augsburger Hohen Friedensfest stand unter dem Motto „UN_SICHERHEIT“, wozu das Transferzentrum Frieden Augsburg mehrere Veranstaltungsangebote machte: Die Workshop-Reihe „Mit Unsicherheiten umgehen durch konstruktive Konfliktbearbeitung“, eine Friedensstadt-Führung und eine Veranstaltung zur Friedenslogik

Das diesjährige Rahmenprogramm zum Augsburger Hohen Friedensfest stand unter dem Motto „UN_SICHERHEIT“, wozu das Transferzentrum Frieden Augsburg mehrere Veranstaltungsangebote machte: Die Workshop-Reihe „Mit Unsicherheiten umgehen durch konstruktive Konfliktbearbeitung“, eine Friedensstadt-Führung und eine Veranstaltung zur Friedenslogik

Den Auftakt machte am Nachmittag der Programmeröffnung die Friedensstadt-Führung „Neue Blickwinkel auf Frieden in Augsburg“, bei der sich Christoph Weller mit den Teilnehmenden der Stadt-Führung auf die Suche nach Friedensorten in der Augsburger Innenstadt machte: An welchen Frieden erinnern der Augustus-Brunnen, der wiedererrichtete Ost-Chor der Barfüßer-Kirche, das Brecht-Haus, Stolpersteine und Erinnerungsbänder, das Zeughaus, der Annahof, der „Engel der Kulturen“ auf dem Martin-Luther-Platz oder die Welser-Tafel, die eine Ergänzungstafel mit Friedensbezügen bekommen sollte? Bei den interessanten Gesprächen auf dem Rundgang wurde deutlich, dass Frieden als Ziel überall große Anerkennung genießt, die Wege zum Frieden aber vielfach umstritten sind. In dieser Umstrittenheit lässt sich Frieden auch als Prozess verstehen, der sich verwirklichen lässt durch Konstruktive Konfliktbearbeitung für mehr Gerechtigkeit und weniger Gewalt.

Um das Konzept der Konstruktiven Konfliktbearbeitung kennenzulernen und einzuüben, bot das Transferzentrum Frieden drei Workshops in der Reihe "Mit Unsicherheiten umgehen durch konstruktive Konfliktbearbeitung“ an. Die Workshops widmeten sich der Frage, wie Konflikte im Alltag konstruktiv bearbeitet und Unsicherheiten im Umgang mit ihnen reduziert werden können.

Den Auftakt gestaltete Prof. Dr. Christoph Weller mit einem Workshop zur Analyse und zum Verständnis von Konflikten. Im Mittelpunkt standen Tools zur Konfliktanalyse und Konfliktbearbeitung, mit deren Hilfe Konflikte im Alltag besser verstanden und konstruktiver bearbeitet werden können.

Im zweiten Workshop beleuchteten Martin Jank, Sylke Schlenker-Wambach und Wolfgang Kindler, Mediator*innen bei der Konfliktkiste e. V., Konflikte als Beziehung zwischen Menschen. Die Teilnehmenden setzten sich mit Methoden des aktiven Zuhörens, dem Perspektivwechsel sowie system- und ressourcenorientierten Fragetechniken auseinander und erprobten deren Anwendung in praktischen Übungen.

Der dritte Workshop widmete sich gesellschaftlich polarisierenden Konflikten, die im Alltag und in zwischenmenschlichen Begegnungen spürbar werden. Mitarbeiter*innen der Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik München (AGFP) zeigten durch spielerische Methoden auf, wie zugeschriebene Gruppenzugehörigkeiten wirken und welche Eigenschaften und Voraussetzungen es benötigt, um mit polarisierenden Konflikten auf konstruktive Weise umzugehen.

Die Workshopreihe wurde gemeinsam mit dem Ev. Forum Annahof veranstaltet und war vollständig ausgebucht. Die hohe Nachfrage unterstreicht den Bedarf an praxisnahen Angeboten zur Stärkung von Konflikt- und Kommunikationskompetenzen sowie das große Interesse an einem konstruktiven Umgang mit gesellschaftlichen und persönlichen Konflikten und Unsicherheiten.

Ein weiterer Workshop mit dem Titel „(Un-)Sicherheit für wen? Friedenslogik und Sicherheitslogik kritisch reflektieren“ setzte sich mit diesen beiden Konzepten auseinander. Nach einer Einführung in die theoretischen Grundlagen der Friedens- und Sicherheitslogik analysierten die Teilnehmenden in Kleingruppen zwei aktuelle internationale Konflikte und entwickelten friedenslogische Handlungsalternativen. Diese Veranstaltung entstand in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof, dem Büro für Kommunale Prävention der Stadt Augsburg sowie der Technischen Hochschule Augsburg und wurde von Sandra Klaft (Peace for Future) geleitet.

Neben den Veranstaltungen am 8. August und der Augsburger Friedenstafel auf dem Rathausplatz ist der Feiertag zum Augsburger Friedensfest auch eine wichtige Erinnerung, in den allseitigen Bemühungen um internationalen und um gesellschaftlichen Frieden nicht nachzulassen, insbesondere in der Friedensstadt Augsburg!

06.08.2026
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Zehnte Peace Summer School in der Friedensstadt Augsburg

2017 veranstaltete der Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung die erste Peace Summer School in Augsburg. Diese entwickelte sich zu einem sehr erfolgreichen Projekt und wird seitdem jährlich vom Alumni-Verein ASKA e.V. gemeinsam mit dem Transferzentrum Frieden Augsburg durchgeführt, 2026 zum zehnten Mal.

Im Sommer 2017 veranstaltete der Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschungder Universität Augsburg die erste Peace Summer School in Augsburg. Diese entwickelte sich zu einem sehr erfolgreichen Projekt und wird seitdem jährlich vom Alumni-Verein ASKA e.V. gemeinsam mit dem Transferzentrum Frieden Augsburg durchgeführt, 2026 zum zehnten Mal.

In diesem Jahr fand die Peace Summer School unter dem Motto „Frieden gemeinsam selber machen“ vom 17. bis 19. Juli statt, eröffnet durch einen Diskussionsabend mit Gilda Sahebi zum Thema „Verbindung durch Frieden - Frieden durch Verbindung?“, und brachte ab Samstag über 40 Teilnehmende zusammen, die sich in vier Workshops mit unterschiedlichen Aspekten des Themas intensiv auseinandersetzten. Bei den Augsburger Peace Summer Schools steht nicht akademisches Expert:innenwissen im Vordergrund, sondern vor allem kollektives Lernen und gemeinsames Handeln, um Beiträge zu mehr Frieden leisten zu können. Die Themen der Peace Summer School in den vergangenen Jahren waren u.a.

Intersektionalität erleben - Gesellschaft gestalten
Konfliktokratie - über Konflikt und Demokratie sprechen
Konflikt schafft Kunst - Kunst schafft Konflikt
Zusammenhalt und Konflikt - ein spannendes Verhältnis
Anfangen, Utopien zu leben
Frieden verstehen - Konflikte gestalten
Die Augsburger Peace Summer Schools werden konzipiert, vorbereitet und durchgeführt vom Verein „Alumni und Studierende der Konfliktforschung Augsburg e.V.“ (ASKA) in Kooperation mit dem Transferzentrum Frieden Augsburg und dem Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg. Sie erhalten finanzielle Unterstützung u.a. durch die Stadt Augsburg und finden in Kooperation mit dem Ev. Forum Annahof statt.

Der Verein ASKA wurde 2011 von Alumni des MA-Studiengangs „Sozialwissenschaftliche Konfliktforschung“ der Philsophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg gegründet, um eine starke Vernetzung von Studierenden, Lehrenden und Alumnis zu schaffen und als Verein eigene Projekte zur intensiveren Verbindung zwischen Universität und Stadtgesellschaft umsetzen zu können. Gemeinsam mit dem Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA), einer gemeinsamen Einrichtung von Universität und Friedensstadt Augsburg, finden zahlreiche Veranstaltungen statt, um den Transfer der Expertise der Friedens- und Konfliktforschung in die Stadtgesellschaft zu intensivieren und entsprechende Angebote zu machen.

28.07.2026
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Mit Unsicherheiten umgehen durch konstruktive Konfliktbearbeitung – TFA-Workshopreihe

Auch in diesem Jahr bietet das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) im Rahmen des Friedensfestprogramms eine praxisorientierte Workshopreihe zur Bearbeitung von Konflikten im Alltag an, am 27.07., 03.08. und 05.08. jeweils von 17 - 20 Uhr im Hollbau, Annahof 4.

Auch in diesem Jahr bietet das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) im Rahmen des Friedensfestprogramms eine praxisorientierte Workshopreihe zur Bearbeitung von Konflikten im Alltag an, am 27.07., 03.08. und 05.08. jeweils von 17 - 20 Uhr im Hollbau, Annahof 4.

Konflikte gehören zu unserem Alltag – und bringen nicht selten auch Momente von Unsicherheit mit sich. Manchmal wissen wir nicht genau, wie wir ein Thema ansprechen sollen, manchmal treffen wir auf Reaktionen, mit denen wir nicht gerechnet haben. Solche Situationen fordern uns heraus und können das Gefühl von Sicherheit ins Wanken bringen. Gleichzeitig eröffnen sie aber auch die Möglichkeit, genauer hinzuschauen und neue Wege im Umgang mit Konflikten zu finden.

Eine konstruktive Bearbeitung von Konflikten kann dazu beitragen, handlungsfähig zu bleiben und schwierige Situationen nicht sich selbst zu überlassen, sondern aktiv und möglichst konstruktiv zu gestalten. Hierfür gibt es verschiedene Zugänge und Werkzeuge.

Das Transferzentrum Frieden Augsburg trägt mit seinen Veranstaltungen zum Transfer der Expertise der Friedens- und Konfliktforschung in die Praxisfelder der Friedensstadt Augsburg bei. Die Workshopreihe zur Bearbeitung von Konflikten im Alltag wird in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof angeboten. In drei interaktiven Workshops lernen die Teilnehmenden unterschiedliche Herangehensweisen konstruktiver Konfliktbearbeitung kennen und erproben gemeinsam praktische Ansätze für einen bewussteren Umgang mit Konflikten im Alltag.

Workshop 1: Differenzen verunsichern, Konfliktbearbeitung gibt Sicherheit: Einführung in das Konzept konstruktiver Konfliktbearbeitung
Montag, 27. Juli 2026, 17:00-20:00 Uhr (Prof. Dr. Christoph Weller, Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg)

Workshop 2: Keine Scheu vor der Konfliktbeziehung – Werkzeuge zur Überwindung
Montag, 3. August 2026, 17:00 – 20:00 Uhr (Martin Jank & Dr. Sylke Schlenker-Wambach, Konfliktkiste Augsburg)

Workshop 3: Umgang mit polarisierenden Konflikten
Mittwoch, 5. August 2026, 17:00 – 20:00 (Mitarbeiter*innen der Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik München)

Weitere Informationen zu den Workshop-Inhalten sowie Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier: https://eveeno.com/Konfliktbearbeitung.

Eine Anmeldung ist erforderlich, die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Es besteht die Möglichkeit, sich entweder für einzelne Workshops oder für die gesamte Workshopreihe anzumelden, je nach persönlichem Interesse. Die Veranstaltungen finden alle im Ernst-Troeltsch-Raum des Hollbaus, Annahof 4 in Augsburg statt.

27.07.2026
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Peace Transfer Center Augsburg erfährt internationale Aufmerksamkeit

Das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) veröffentlichte zentrale Erkenntnisse einer Veranstaltung der UN Peacebuilding Week in New York, bei der Prof. Christoph Weller das Transferzentrum Frieden Augsburg als innovative Einrichtung der lokalen Friedensförderung zur Stärkung demokratischer Resilienz präsentierte.

Das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) veröffentlichte zentrale Erkenntnisse einer Veranstaltung der UN Peacebuilding Week am 26. Juni 2026 in New York, bei der Prof. Christoph Weller das Transferzentrum Frieden Augsburg ( Peace Transfer Center ) als innovative Einrichtung der lokalen Friedensförderung zur Stärkung demokratischer Resilienz präsentierte.

Im Rahmen der ersten UN Peacebuilding Week in New York veranstaltete das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) gemeinsam mit der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen ein Side Event zur Rolle lokaler Friedensförderung. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie lokale Partnerschaften nationale Präventionsstrategien stärken und internationale Politikgestaltung bereichern können. Grundlage der Diskussion mit internationalen Expert:innen war das Compendium of Good Practice and Innovative Peacebuilding Approaches at the Local Level 2025, das Beispiele erfolgreicher lokaler Friedensförderung aus verschiedenen Regionen zusammenführt und u.a. auch das Transferzentrum Frieden Augsburg verzeichnet.

Unter dem Titel „Strengthening Peacebuilding Partnerships at Local and National Levels in Conflict-Affected and Non-Conflict Settings“ diskutierten am 26. Juni 2026 Vertreter:innen aus Politik, Praxis und Wissenschaft über die Bedeutung lokaler Friedensförderung für nachhaltige Prävention. Die Veranstaltung fand vor dem Hintergrund der ersten UN Peacebuilding Week statt. Sowohl der Pact for the Future als auch die aktuelle Überprüfung der UN Peacebuilding Architecture (Peacebuilding Architecture Review, PBAR) betonen die Bedeutung von Prävention, lokal geführten Friedensprozessen und nationaler Eigenverantwortung für nachhaltigen Frieden.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung in New York stand die Frage, wie erfolgreiche lokale Friedensinitiativen zur Stärkung demokratischer Resilienz, des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Prävention von Konflikteskalation beitragen und sich bewährte Ansätze auf andere Kontexte übertragen und durch starke Partnerschaften weiterentwickeln lassen – sowohl in Konfliktkontexten als auch in stabileren Gesellschaften.

Zu den eingeladenen internationalen Expert:innen gehörten u.a. Prof. Dr. Christoph Weller (Universität Augsburg), Mir Mubashir (Berghof Foundation) und Lauren McGowan (International Peace Institute). Das Side Event wurde gemeinsam mit der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen ausgerichtet und die Veranstaltung machte deutlich: Damit die Ziele der aktuellen Reformen der UN-Friedensarchitektur Wirkung entfalten können, braucht es einen kontinuierlichen Austausch zwischen lokalen Akteur:innen, nationalen Entscheidungsträger:innen und internationalen Organisationen. Lokale Friedensförderung ist dabei ein zentraler Baustein wirksamer Prävention.

24.07.2026
Bild zu Neue Blickwinkel auf Frieden in Augsburg - eine Friedensstadt-Führung des Transferzentrums Frieden

Neue Blickwinkel auf Frieden in Augsburg - eine Friedensstadt-Führung des Transferzentrums Frieden

Bei dieser Stadtführung besuchen wir Orte in der Augsburger Innenstadt, die etwas zum Frieden zu sagen haben. Im Rahmen des Friedensfest-Programms 2026 bietet das Transferzentrum Frieden Augsburg eine Friedensstadt-Führung mit selten erzählten Geschichten und Perspektiven auf die Friedensstadt Augsburg

An welchen Orten der Innenstadt lässt sich die Friedensstadt Augsburg entdecken? Bei der Friedensstadt-Führung des Transferzentrums Frieden Augsburg besuchen wir Orte, die etwas zum Frieden zu sagen haben. Diese Friedensstadt-Führung des Transferzentrums Frieden wird erstmalig im Rahmen des Friedensfest-Programms 2026 angeboten und bietet neue Blickwinkel auf Frieden und die Friedensstadt Augsburg.

Augsburg ist "Friedensstadt", aber was bedeutet das eigentlich und welche Spuren finden wir dazu in der Stadt? Wir gehen gemeinsam auf Spurensuche und besuchen Orte in der Augsburger Innenstadt, an denen Erzählungen über Frieden und Unfrieden sichtbar werden. Wie wirken diese Geschichten bis heute? Neben bekannten Bezügen wie dem "Augsburger Religionsfrieden" oder dem Hohen Friedensfest öffnen wir auch Raum für weniger erzählte, machtkritische und postkoloniale Perspektiven auf die Friedensstadt. Ein Angebot für alle, die Augsburg aus neuen Blickwinkeln kennenlernen möchten!

Bei Interesse an weiteren Friedensstadt-Führungen, wenden Sie sich gerne an das Transferzentrum Frieden Augsburg unter: transferzentrum.frieden@phil.uni-augsburg.de

23.07.2026
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Zukunft für Israelis und Palästinenser in Würde und Sicherheit - Veranstaltung mit Jeremy Milgrom

Der Reformrabbiner und Friedensaktivist Jeremy Milgrom berichtet über seine aktuellen Erfahrungen in Israel. Er zeigt Wege auf, wie Israelis und Palästinenser gleichberechtigt zusammen leben können und wie dies gewaltfrei und mit zivilem Ungehorsam gegen Unrecht und Waffengewalt gelingen kann. Veranstaltung am Donnerstag, 9. Juli um 19 Uhr.

Auf Einladung von pax christi Augsburg berichtet der Reformrabbiner und Friedensaktivist Jeremy Milgrom in Augsburg über seine aktuellen Erfahrungen in Israel. Er lebt zwischen Jerusalem und Tel Aviv und zeigt Wege auf, wie Israelis und Palästinenser gleichberechtigt zusammen leben können und wie dies gewaltfrei und mit zivilem Ungehorsam gegen Unrecht und Waffengewalt gelingen kann.

Veranstaltung in Kooperation mit dem Transferzentrum Frieden Augsburg am Donnerstag, 9. Juli um 19 Uhr im Moritzsaal, Moritzplatz 5, Eintritt frei.

Jeremy Milgrom ist Mitbegründer der Rabbis for Human Rights (1988) und Mitglied bei Clergy for Peace (»Geistliche für den Frieden«), die sich gegen Menschenrechtsverletzungen in Israel und den besetzten Gebieten stark macht. Es geht ihm darum, Rechte von Minderheiten in Israel sowie von Palästinensern in den besetzten Gebieten zu schützen und eklatante Verletzungen der Grundrechte zu verhindern. Ihn trägt die Überzeugung, dass Gerechtigkeit für alle fest in der jüdischen Tradition und in der rabbinischen Lehre verwurzelt ist. Durch ihr Dasein und ihre Aktionen, wie die Unterstützung palästinensischer Bauern bei der Olivenernte, versuchen die Rabies for Human rights auch Druck auf politische Entscheidungsträger auszuüben, um die Wahrung der Menschenrechte zu gewährleisten, was aber bei der jetzigen Regierung fast nicht mehr möglich ist.

Milgrom, ein Rabbiner, ein Lehrer des Judentums, hat den Traum von einem Land, in dem Menschen mit unterschiedlicher Herkunft friedlich zusammenleben können. Die Palästinenser haben das gleiche ererbte Recht auf ihre Heimat wie die Israeliten, es muss möglich sein, dass Israeliten und Palästinenser in einem binationalen Staat gleichberechtigt zusammenleben. Milgrom zeigt Wege, wie dies gewaltlos und mit zivilem Ungehorsam gegen Unrecht und Waffengewalt gelingen kann. Seine Erfahrungen mit Christen und Muslimen mitten in Jerusalem sind anders als die offizielle Meinung im israelischen Staat.

Für Milgrom ist nicht die Bibel selbst das Problem, sondern ihre Verbindung mit einem Kontext aus Angst und Nationalismus. „1800 Jahre lang hatten die Juden keine Armeen oder Instrumente organisierter Gewalt. Die praktische Tradition war eine Tradition der Gewaltlosigkeit. Mit dem Nationalismus werfen wir in einem Konfliktkontext unsere Geschichte der Gewaltlosigkeit über Bord und suchen in den Texten nach theologischen Rechtfertigungen für Gewalt.

“Die Tradition des Judentums erinnert daran, dass Frieden kein Geschenk ist, das uns fertig serviert wird, sondern etwas, das wir suchen und aufbauen müssen. Anerkennung der Existenz von Palästinensern muss ein Schritt, wenn auch ein fragiler, in Richtung einer Zukunft sein, in der Israelis und Palästinenser Seite an Seite leben können, jeder in Würde, jeder in Sicherheit, jeder in Frieden.

01.07.2026
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"Verbindung durch Frieden - Frieden durch Verbindung?" Ein Diskussionsabend mit Gilda Sahebi

Die diesjährige Peace Summer School „Frieden gemeinsam selber machen!“ wird eröffnet mit einem öffentlichen Diskussionsabend mit der Autorin und Journalistin Gilda Sahebi, am 17. Juli um 19:30 Uhr im Augustana-Saal des Annahofs. Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.

Die diesjährige Peace Summer School „Frieden gemeinsam selber machen!“, veranstaltet vom ASKA - Alumni und Studierende der Konfliktforschung Augsburg e.V. und dem Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA), wird eröffnet mit einem öffentlichen Diskussionsabend mit der Autorin und Journalistin Gilda Sahebi, am 17. Juli um 19:30 Uhr im Augustana-Saal des Annahofs.

Frieden und Spaltung sind keine abstrakten Zustände, sondern Erzählungen, die uns täglich begegnen: in den Medien, in Gesprächen, in uns selbst. Aber wer profitiert von welchen Erzählungen? Und wie können wir uns dem Polarisierungsspiel entziehen, ohne uns zu entpolitisieren? Diese Fragen nimmt Gilda Sahebi bei diesem Diskussionsabend gemeinsam mit der Stadtgesellschaft in den Blick.

Die Veranstaltung ist Teil der 10. Peace Summer School Augsburg, die vom 17. bis 19. Juli 2026 stattfindet. Der Eintritt zum Diskussionsabend ist frei und steht allen Interessierten offen - unabhängig von einer Teilnahme an der Peace Summer School.

01.07.2026
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Transferzentrum Frieden presented at the UN Peacebuilding Week 2026 in New York

The Permanent Mission of the Federal Republic of Germany to the United Nations and the Center for International Peace Operations (ZIF) present examples of peacebuilding experiences at the local level, i.a. the Peace Transfer Center (Transferzentrum Frieden Augsburg).

The Permanent Mission of the Federal Republic of Germany to the United Nations together with the Center for International Peace Operations (ZIF) present examples of peacebuilding experiences at the local level, i.a. the Peace Transfer Center (Transferzentrum Frieden Augsburg). The Side Event "Strengthening Peacebuilding Partnerships at Local and National Levels in Conflict-Affected and Non-Conflict Settings“ to the UN Peacebuilding Week 2026 on June 26th will explore engagement and partnerships at the local level by showcasing practical examples featured in the 2025 "Compendium of Good Practice and Innovative Peacebuilding Approaches at the Local Level", initiated by the Center for International Peace Operations (ZIF) and with contributions from the Berlin Peacebuilding Community of Practice and its implementing partners. The Peace Transfer Center (Transferzentrum Frieden Augsburg) is one of the examples presented in the "Compendium of Good Practice and Innovative Peacebuilding Approaches at the Local Level“.

These examples serve to illustrate how peacebuilding experiences at the local level contribute to national conflict prevention, democratic resilience, and social cohesion across both conflict-affected and non-conflict settings. There is a real opportunity to learn from these experiences to help target interventions and support local peacebuilders, increase impact of peacebuilding efforts by exploring how to scale proven local approaches, and reinforce partnerships at all levels. Through these examples Member States will be able to unpack how to expand partnerships with local peacebuilders.

The event serves as a platform for exchange among Member States and practitioners on how partnerships can support the development of effective and context-sensitive national prevention strategies. Taking full advantage of existing partnerships at all levels is essential to promote sustainable peace in all societies facing polarization, exclusion, disinformation, identity-based tensions, democratic fragility, climate-related pressures, or social fragmentation. The Peace Transfer Center (PTC) will be presented by Prof. Christoph Weller, University of Augsburg, after the Opening Remarks of Katharina Ahrendts, Director-General for Global Order, United Nations and Humanitarian Assistance at the German Federal Foreign Office.

Objectives: By showcasing concrete, practical examples, the side event aims to:

  • Highlight how locally-rooted peacebuilding approaches contribute to national conflict prevention, democratic resilience, and social cohesion across both conflict-affected and non-conflict settings.
  • lllustrate how partnerships between local actors, civil society, municipalities, researchers, governments, and international organizations can collectively strengthen prevention capacities and support sustainable peace.
  • Serve as a platform for exchange among Member States and practitioners on transferable lessons and partnership models that can support the development and implementation of national prevention strategies.
  • Examine how local peace infrastructures, dialogue mechanisms, and inclusive participation processes can be scaled through partnerships across local, national, and international levels.
25.06.2026
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(Un-) Sicherheit für wen? Friedenslogik und Sicherheitslogik kritisch reflektieren

Zum Friedensfest-Motto „(Un-)Sicherheit“ lädt der Workshop dazu ein, politische Reaktionen auf Konflikte kritisch zu betrachten. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Kontrolle und Abschottung Sicherheit schaffen oder ob es friedenspolitische Perspektiven braucht, um Konfliktursachen zu bearbeiten.

Unsicherheit prägt gegenwärtige Erfahrungen auf vielen Ebenen: politisch, sozial, global und im Alltag. Kriege, gesellschaftliche Polarisierungen, ökologische Krisen und soziale Ungleichheiten verstärken das Gefühl, dass gewohnte Sicherheiten brüchig werden. Doch wie reagieren Gesellschaften auf Unsicherheit? Mit mehr Kontrolle, Abgrenzung und Abschottung oder mit einem genaueren Blick auf Konflikte, Gewaltverhältnisse und gerechtere Formen des Zusammenlebens?

Im Rahmen des Augsburger Friedensfests lädt das Transferzentrum Frieden Augsburg gemeinsam mit dem Evangelischen Forum Annahof, der Technischen Hochschule Augsburg und dem Büro für Kommunale Prävention zum Workshop „(Un-)Sicherheit für wen? Friedenslogik und Sicherheitslogik kritisch reflektieren“ ein. In Bezug auf das Friedensfest-Motto „Unsicherheit“ setzt sich der Workshop mit politischen und gesellschaftlichen Deutungen und Implikationen von Sicherheit auseinander.

Im Zentrum steht die Unterscheidung zwischen Sicherheitslogiken und Friedenslogiken: Während Sicherheitslogiken häufig auf Bedrohung, Kontrolle und Abwehr reagieren, fragt Friedenslogik danach, welche Konfliktursachen, Gewaltverhältnisse und Ungerechtigkeiten Unsicherheit hervorbringen und wie sie zivil, gerechtigkeitsorientiert und konfliktsensibel bearbeitet werden können. Der Workshop bietet Raum für gemeinsame Reflexion, Austausch und die Frage, welche friedenspolitischen Perspektiven im Umgang mit Unsicherheit heute notwendig sind.

Referentin des Workshops ist Sandra Klaft von Peace for Future. Sandra Klaft ist Projektleiterin und Referentin für Friedensbildung bei Peace for Future und Jugend-Referentin bei der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG-VK) Frankfurt. Zudem arbeitet sie freiberuflich als Trainerin und Beraterin im Bereich Frieden, Konflikttransformation und Gewaltfreie Kommunikation. Sie hat einen Master in Friedensforschung und internationaler Politik und ist ausgebildete Beraterin für gewaltfreie Konflikttransformation und soziale Bewegungen.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 29. Juli 2026, von 17:30 bis 20:30 Uhr im Ernst-Troeltsch-Raum im Hollbau, Annahof statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

23.06.2026
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„Praktiken des Friedens“: Veranstaltungsreihe des Transferzentrums Frieden erfolgreich gestartet

Mit Grußworten des Augsburger Oberbürgermeisters Dr. Florian Freund und von Universitäts-Vizepräsident Prof. Dr. Andreas Hartinger wurde die TFA-Reihe am 16.6. eröffnet: Es folgen drei Workshops im Rahmen der Peace Summer School (17.-19. Juli) und u.a. eine Veranstaltung zu Friedens-Praktiken in Israel

Die Veranstaltungsreihe „Praktiken des Friedens“ des Transferzentrums Frieden Augsburg (TFA) fragt danach, wie Frieden nicht nur als politisches Ziel oder wissenschaftlicher Begriff, sondern als alltägliche soziale Praxis verstanden, reflektiert und gestärkt werden kann. Darin werden wissenschaftliche Perspektiven der Friedens- und Konfliktforschung mit Erfahrungen aus kommunaler Praxis, Bildungsarbeit, Zivil- und Stadtgesellschaft verbunden. Im Zentrum stehen konkrete Friedenspraktiken: Zuhören, Aushandeln, solidarisches Handeln, diskriminierungskritische Reflexion, Konfliktbearbeitung und die gemeinsame Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten in gesellschaftlich herausfordernden Situationen. Die Veranstaltungsreihe greift dabei Themen wie Antisemitismus, feministische Friedenspraxen, Wohnungslosigkeit, Macht und sexualisierte Gewalt auf und wird von der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) finanziell gefördert.

Termine der Veranstaltungsreihe:

16.06.2026, 19 Uhr: „Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen“: Vorstellung des Friedensgutachtens 2026, S-Forum der Stadtbücherei

Die Veranstaltung vermittelt zentrale Analysen und Empfehlungen des aktuellen Friedensgutachtens in die Augsburger Stadtgesellschaft. Sie verbindet wissenschaftliche Expertise zu internationalen Konflikten mit einer moderierten Diskussion über friedenspolitische Handlungsmöglichkeiten und gesellschaftliche Verantwortung.

17.07.2026, 19:30 Uhr: “Frieden gemeinsam selber machen“. Auftakt-Abendveranstaltung der 10. Peace Summer School mit Gilda Sahebi, Augustanasaal, Im Annahof

18.07.2026, 9:15 Uhr: Workshop „Spect-Actors: Forumtheater als Praxis“. Veranstaltung im Rahmen der Peace Summer School, Argon Lounge Augsburg

Das interaktive Theaterformat, angelehnt an das Theater der Unterdrückten von Augusto Boal, macht Machtasymmetrien, Ungleichheit und Verantwortung erfahrbar. Durch performative und partizipative Methoden werden Alltagskonflikte auf die Bühne gebracht, eingefroren und dann gemeinsam verändert. Die Teilnehmenden reflektieren eigene Positionierungen, Handlungsmöglichkeiten und Grenzen friedensorientierter Praxis.

18.07.2026, 14: 30 Uhr: Workshop „Feministische Praktiken des Friedens“. Veranstaltung im Rahmen der Peace Summer School, Argon Lounge Augsburg

Der Workshop verbindet feministische Friedensperspektiven mit reflexiven Methoden. Ausgehend von Erfahrungen aus Alltag, Care, Körper, Arbeit, Konflikt und politischem Handeln wird gefragt, wie feministische Friedenspraxen entstehen, wo sie scheitern und wie sie bewusst gestärkt werden können.

19.07.2026, 9:15 Uhr: Workshop „Wohnen als Friedensfrage: Solidarität statt Konkurrenz“. Veranstaltung im Rahmen der Peace Summer School, Argon Lounge Augsburg

Der Workshop thematisiert Wohnungslosigkeit als Erfahrung struktureller Gewalt und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Im Mittelpunkt steht Selbstorganisation und Peerarbeit als solidarische Friedenspraxis: Frieden wird dort praktisch, wo Menschen sich zusammenschließen, Ausschlüsse sichtbar machen und Handlungsmacht zurückgewinnen

Oktober 2026: Friedenspraktiken in Israel und Palästina, mit „Combatants for Peace“ (Termin und Ort werden noch bekanntgegeben)

Die Veranstaltung bringt Perspektiven von Menschen ein, die sich aus gewaltvollen Konfliktkontexten heraus für Verständigung, Dialog und gewaltfreie Transformation einsetzen. Im Zentrum steht die Frage, wie Friedenspraxis unter Bedingungen massiver Gewalt, Polarisierung und politischer Blockaden möglich bleibt.

25.11.2026, 18 Uhr: Workshop „Sexualisierte Gewalt“, Hollbau, Im Annahof

Der Workshop widmet sich sexualisierter Gewalt als friedens- und konfliktrelevantem Thema und fragt nach Prävention, Verantwortung, Schutz, Aufarbeitung und Handlungsmöglichkeiten in pädagogischen und gesellschaftlichen Kontexten. Dabei werden sowohl fachliche Perspektiven als auch erfahrungs- und praxisbezogene Reflexionen einbezogen.

Praktiken des Friedens

In einem gesellschaftlichen Klima, in dem Frieden zunehmend hinter Debatten um Bedrohung, Sicherheit und Aufrüstung zurücktritt, eröffnet diese Veranstaltungsreihe in der Friedensstadt Augsburg Räume für die gemeinsame Reflexion von Friedenswissen, Praxiserfahrungen und gesellschaftlichen Konfliktlagen. In der Veranstaltungsreihe wird an aktuelle friedenswissenschaftliche Debatten angeknüpft, die Frieden als gesellschaftliche Praxis und nicht allein als politischen Zustand verstehen. Der Fokus auf „Praktiken des Friedens“ macht sichtbar, wie friedliches Zusammenleben in alltäglichen Kontexten ausgehandelt und gestaltet wird.

Die Veranstaltungsreiche leistet außerdem einen Beitrag zur Weiterentwicklung eines multidirektionalen Transferverständnisses, indem es wissenschaftliches, erfahrungsbasiertes, professionelles und zivilgesellschaftliches Wissen miteinander ins Gespräch bringt und so den Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis, Aktivismus und Zivilgesellschaft stärkt. Das Transferzentrum Frieden Augsburg versteht Wissenstransfer nicht als einseitige Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse, sondern als multidirektionalen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Ziel des Transferprojektes ist es, Friedenswissen in konkrete gesellschaftliche Handlungsfelder zu übersetzen und zugleich Erfahrungen aus der Praxis für die Weiterentwicklung friedens- und konfliktwissenschaftlicher Perspektiven nutzbar zu machen. Damit trägt das Projekt auch zur Weiterentwicklung praxisorientierter Friedens- und Konfliktforschung bei.

17.06.2026
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Peace Summer School 2026: „Frieden gemeinsam selber machen“

Vom 17. bis 19. Juli 2026 laden der ASKA – Alumni und Studierende der Konfliktforschung Augsburg e.V. und das Transferzentrum Frieden Augsburg dazu ein, Frieden gemeinsam zu praktizieren. In Workshops, Gesprächen und kreativen Formaten erkunden wir, wie Frieden im Alltag entsteht.

Frieden wird häufig als große politische oder gesellschaftliche Idee verstanden, als Ergebnis internationaler Verhandlungen, Regelungen oder globaler Bewegungen. Die 10. Peace Summer School 2026 mit dem Oberthema „Frieden gemeinsam selber machen“ setzt dahingegen ganz bewusst an einem anderen Ort an: im Alltag. Zentral ist der Gedanke, dass Frieden nicht nur auf übergeordneter Ebene verhandelt oder verwaltet, sondern auch im Kleinen ganz praktisch gelebt wird. Er kann in persönlichen Begegnungen, in kreativen, körperbezogenen Praktiken, in der direkten Kommunikation, durch Vertrauen und Gemeinschaft, in Momenten des Zuhörens oder im achtsamen Umgang mit Konflikten entstehen. In der Peace Summer School 2026 möchten wir diese Mikro-Praktiken sichtbar und erfahrbar machen und gemeinsam weiterentwickeln.

Das Programm der 10. Peace Summer School startet am Freitagabend mit einem öffentlichen Auftaktvortrag von Gilda Sahebi im Augustanasaal (Im Annahof 4, 86150 Augsburg). Im Zentrum des Wochenendes stehen sechs Workshops, die in drei parallelen Slots über Samstag und Sonntag verteilt sind: von Forumtheater und Argumentationstraining über feministische Friedenspraktiken und Kriegsdienstverweigerung bis hin zu Körperarbeit und Wohnungsgerechtigkeit.

Zur Teilnahme an der Peace Summer School ist ein Ticketkauf erforderlich. Das vollständige Programm, weitere Infos und Tickets gibt es hier.

Die Peace Summer School 2026 findet in Kooperation mit dem Friedensbüro der Stadt Augsburg, dem Lehrstuhl Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung, dem Evangelischen Forum Annahof, der argon {lounge} und dem Förderverein Zivilcourage statt. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und der Bürgerstiftung Augsburg. Gesponsert wird sie vom Rewe Team Reinicke Augsburg.

26.05.2026
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Deutsche Stiftung Friedensforschung fördert das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA)

Für die Veranstaltungsreihe „Praktiken des Friedens“, die das Transferzentrum Frieden im Jahr 2026 anbietet, erhält der Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung eine finanzielle Förderung von der Deutschen Stiftung Friedensforschung in Höhe von 10.000 €

Für die Veranstaltungsreihe „Praktiken des Friedens“, die das Transferzentrum Frieden im Jahr 2026 anbietet, erhält der Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung eine finanzielle Förderung von der Deutschen Stiftung Friedensforschung in Höhe von 10.000 €. Sie ermöglicht eine thematisch gebündelte Veranstaltungsreihe des TFA zu den aktuell besonders relevanten Fragen nach Frieden und seiner Praxis, die auch in Verbindung mit der Peace Summer School 2026 stattfindet. Ausgangspunkt ist ein prozessuales Friedensverständnis, das Frieden nicht primär als Ergebnis politischer Entscheidungen oder institutioneller Arrangements begreift, sondern als soziale Praxis, die im Alltag entsteht, ausgehandelt wird und gelernt werden kann. Vor diesem Hintergrund reagiert die Veranstaltungsreihe auf einen wachsenden Bedarf an differenzierten, dialogischen und praxisnahen Formaten des Wissenstransfers in der Friedens- und Konfliktforschung.

Das Transferzentrum Frieden Augsburg ist eine gemeinsame Einrichtung der Friedensstadt Augsburg und der Universität Augsburg. Es trägt in unterschiedlichen Formaten und Kooperationsformen zum Transfer der Expertise der Friedens- und Konfliktforschung in die Praxisfelder der Friedensstadt Augsburg bei. Dabei ist ein multidirektionales Transferverständnis zentral: Wissen wird nicht einseitig von der Wissenschaft in die Praxis vermittelt, sondern entsteht im Austausch zwischen Forschenden, Praktiker:innen, zivilgesellschaftlich Engagierten, Fachkräften aus Bildungs-, Sozial- und Friedensarbeit, kommunalen Akteur:innen, zivilgesellschaftlichen Initiativen sowie einer politisch interessierten Öffentlichkeit. Entsprechend sind die Formate dialogisch, interaktiv und partizipativ.

Die TFA-Veranstaltungsreihe „Praktiken des Friedens“ bündelt mehrere Workshops und öffentliche Formate, die sich jeweils konkreten Friedenspraktiken widmen (z. B. Kommunikation, Umgang mit Konflikten, Körperlichkeit, Macht- und Ungleichheitsverhältnisse) und diese gemeinsam mit unterschiedlichen Zielgruppen reflektieren und erproben. Die Reihe richtet sich an Studierende und Nachwuchswissenschaftler:innen, Fachkräfte aus Bildungs-, Sozial- und Friedensarbeit, kommunale Akteur:innen, zivilgesellschaftliche Initiativen sowie eine politisch interessierte Öffentlichkeit. Die nächsten Veranstaltungen:

Vorstellung des Friedensgutachtens 2026 „Die neuen Warlords“ am 16. Juni um 19 Uhr in der Stadtbücherei, S-Forum

„Mit Unsicherheit umgehen durch konstruktive Konfliktbearbeitung“ am 27.7., 3.8. und 5.8.2026, jeweils 17 - 20 Uhr im Hollbau, Annahof.

18.05.2026
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Vortrag zur Messbarkeit von Rassismus - Wochen gegen Rassismus

Bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 war das Transferzentrum Frieden Augsburg mit einem vielfältigen Angebot vertreten. Neben einem Workshop zu ‚Critical Whiteness‘ (Link) und einem interaktiven Gespräch über die Effekte der Welserkolonie in Venezuela und Kolumbien fand ein öffentlichen Vortrag zur Frage statt, ob und wie Rassismus empirisch erfasst werden kann und welche konzeptionellen Herausforderungen damit verbunden sind. Diese Fragestellung knüpfte inhaltlich an die Veranstaltungsreihe „Menschenfeindlichkeit begegnen!“ an, die 2025 durch das Transferzentrum Frieden Augsburg 2025 angeboten wurde.

Am 23. März 2026 hielt Dr. Daniel James einen entsprechenden öffentlichen Vortrag mit dem Titel „Lässt sich Rassismus messen? Zahlen, Kategorien und ihre Grenzen“. Im Vorfeld zum Vortrag fand ein vertiefter Austausch zu theoretischen und praktischen Implikationen der Messbarkeit von Rassismus in Form eines wissenschaftliches Kolloquiums statt.

Dr. James, der zu Sozialphilosophie und Philosophie der Sozialwissenschaften mit einem Schwerpunkt auf Rassismus, Wissensordnungen und kritischer Gesellschaftsanalyse arbeitet, gab im Vortrag Einblicke in aktuelle Debatten und Forschungsansätze. Er ging außerdem darauf ein, ob und wie Rassismus empirisch erfasst werden kann und was dabei eigentlich gemessen wird. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass viele Schwierigkeiten weniger aus fehlenden Daten entstehen, sondern aus zu engen Begriffen und Kategorien.
Er argumentierte, dass der Begriff „Rasse“ (race) zwar keine biologische Grundlage hat, aber als soziale Kategorie weiterhin wirksam ist und reale Folgen entfaltet. Vor diesem Hintergrund kritisierte er Versuche, den Begriff vollständig zu vermeiden – wie sie etwa in Debatten um eine mögliche Streichung des Begriffs aus dem Grundgesetz geführt wurden –, da dadurch zentrale Formen von Rassismus schwerer benennbar und erfassbar werden. Vermeintliche Ersatzkategorien wie die des „Migrationshintergrund“ bergen ebenfalls Gefahren, da sie analytisch ungenau sind und zentrale Aspekte von Rassismus verfehlen. Stattdessen plädierte er dafür, von „rassifizierten“ Menschen oder Gruppen zu sprechen, um den Fokus auf soziale Prozesse der Zuschreibung zu legen. So werde deutlich, dass es weniger um vermeintliche Eigenschaften von Menschen geht als darum, wie sie gesellschaftlich konstruiert und behandelt werden. Diese Perspektive sei auch entscheidend für eine präzisere Analyse und empirische Erfassung von Rassismus.
Der Vortrag verdeutlichte somit, dass die Frage nach der Messbarkeit von Rassismus eng mit der Wahl geeigneter Begriffe und Kategorien verbunden ist und damit grundlegende Konsequenzen für Forschung und gesellschaftliche Praxis hat.

30.04.2026
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Vorstellung des Friedensgutachtens 2026 "Die neuen Warlords“ am 16. Juni, 19 Uhr, Stadtbücherei

Das diesjährige Gutachten der vier deutschen Friedensforschungsinstitute trägt den Titel „Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen!“ und wird am 16.6.2026 von Prof. Dr. Christopher Daase, Mitherausgeber des Friedensgutachtens im S-Forum der Augsburger Stadtbücherei vorgestellt.

​Das diesjährige Gutachten der vier deutschen Friedensforschungsinstitute (bicc, IFSH, INEF, PRIF) trägt den Titel „Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen! und wird am 16.6.2026 von Prof. Dr. Christopher Daase, Mitherausgeber des Friedensgutachtens und Ko-Direktor des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt a.M. im S-Forum der Augsburger Stadtbücherei (Ernst-Reuter-Platz 1) vorgestellt, moderiert von Julia Reichenbacher, Büro für Kommunale Prävention der Stadt Augsburg. Veranstaltende sind das Transferzentrum Frieden Augsburg , das Friedensbüro der Stadt Augsburg und das Evangelische Forum Annahof

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte wie die Golfstaaten treten mit neuem Selbstbewusstsein aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung – etwa in der Entwicklungszusammenarbeit oder in den Vereinten Nationen – in ihrer schwersten Krise. Innenpolitisch nehmen auch in Deutschland rassistische Einstellungen zu. Das Friedensgutachten analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

Mit seinen konkreten Handlungsempfehlungen für Bundestag und Bundesregierung ist das jährlich erscheinende Friedensgutachten ein zentrales Medium für den Dialog zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Es wird herausgegeben von den deutschen Friedensforschungsinstitute: Bonn International Centre for Conflict Studies (bicc), Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg, Institut für Entwicklung und Frieden, Universität Duisburg-Essen und PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt a.M.

Christopher Daase ist Professor für internationale Beziehungen an der Goethe-Universität in Frankfurt und Ko-Direktor des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF). Er forscht seit vielen Jahren zu Fragen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik, aber auch zu Friedensethik und Verhandlungsprozessen. Er berät politische Entscheidungsträger und arbeitet für internationale Organisationen.

Julia Reichenbacher leitet seit Juni 2025 das Büro für Kommunale Prävention der Stadt Augsburg und war zuvor bei der baden-württembergischen Polizei als Juristin tätig. Ihr Studium der Rechtswissenschaften absolvierte sie in Göttingen und arbeitete anschließend als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagement der Universität Tübingen.

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen! Friedensgutachten 2026. Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Christopher Daase, Mitherausgeber des Friedensgutachtens 2026 am Dienstag, 16. Juni 2026 um 19:00 Uhr im S-Forum der Stadtbücherei Augsburg, Ernst-Reuter-Platz 1, veranstaltet vom Transferzentrum Frieden Augsburg, Friedensbüro der Stadt Augsburg und Evangelisches Forum Annahof.

29.04.2026
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Das Recht des Stärkeren oder die Stärke des Rechts? Vortrag und Diskussion

Wie begegnet die internationale Staatengemeinschaft den großen außenpolitischen Herausforderungen unserer Zeit? Welche Rolle kann das Völkerrecht bei der internationalen Konfliktbearbeitung spielen? Vortrag von Botschafter a.D. Dr. Christoph Heusgen und anschließende Diskussion mit Prof. Dr. Christoph Vedder und Prof. Dr. Christoph Weller

Die Juristische Gesellschaft Augsburg e.V. lädt ein zu ihrer Veranstaltung am Donnerstag, 23. April 2026 um 18:00 Uhr im Hörsaal 1001 der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg. Anmeldung zur Teilnahme bei der Juristischen Gesellschaft Augsburg erbeten!

„Das Recht des Stärkeren oder die Stärke des Rechts":

Wie begegnet die Internationale Staatengemeinschaft den großenaußenpolitischen Herausforderungen unserer Zeit?“

Unablässig führen Staaten und Hoheitsgewalt beanspruchende illegitime Gruppen Angriffskriege und verüben Terror. Welche Aussichten bestehen auf nachhaltige Befriedung durch Verhandlungen und Übereinkünfte? Kann das Völkerrecht überhaupt noch eine Rolle bei der Konfliktlösung spielen?

Herr Botschafter a.D. Dr. rer. pol. Christoph Heusgen wird seine geopolitische Wahrnehmung aus dem Erfahrungsschatz als langjähriger Angehöriger des Auswärtigen Amtes, außenpolitischer Berater der Bundeskanzlerin, Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen und Leiter der Münchener Sicherheitskonferenz darlegen. Dem Vortrag folgt eine Diskussion mit zwei Gesprächspartnern aus Völkerrecht und Politikwissenschaft. Dazu stehen die Augsburger Professoren Dres. Christoph Vedder (Professor im Ruhestand für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht sowie Sportrecht) und Christoph Weller (Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung) bereit. Die Diskussion unter Leitung von Prof. Dr. Christoph Becker (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Europäische Rechtsgeschichte) ist mit allgemeiner Aussprache verknüpft.

23.04.2026
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Geteilte Trauer, gemeinsame Hoffnung: Parents Circle spricht in Augsburg über Frieden

Am Mittwoch, 6. Mai, um 19 Uhr sind Mitglieder des Parents Circle — Families Forum im Ernst-Troeltsch Saal (Hollbau) zu Gast. Israelische und palästinensische Angehörige, die durch Gewalt und Krieg Familienmitglieder verloren haben, sprechen über Schmerz, Dialog und ihr Engagement für Frieden.

Das Transferzentrum Frieden Augsburg lädt herzlich zu einem Abend mit dem Parents Circle — Families Forum ein. Darin arbeiten seit über 30 Jahren israelische und palästinensische Familien zusammen, die durch Gewalt, Terror und Krieg Angehörige verloren haben. Trotz ihres tiefen persönlichen Leids setzen sie sich konsequent für Dialog, Verständigung und ein Ende des Konflikts ein. Statt Hass wählen sie den Weg der geteilten Trauer. Ihr Anliegen ist nicht Vergebung, sondern die Transformation von Schmerz in Hoffnung — und die Überzeugung, dass Frieden nur durch gegenseitiges Zuhören und Anerkennen der unterschiedlichen Sichtweisen möglich ist. Der Parents Circle wurde 1995 gegründet und ist ungeachtet aller Eskalationen bis heute aktiv. Nach dem Hamas-Massaker an israelischen Zivilist*innen am 7. Oktober 2023 schlossen sich weitere Betroffene an — darunter Angehörige der Ermordeten sowie ehemalige Hamas-Geiseln. Gleichzeitig engagieren sich palästinensische Familien, von denen viele im Krieg im Gazastreifen zahlreiche Angehörige verloren haben. Diese Veranstaltung bietet die seltene Gelegenheit, diese außergewöhnlichen palästinensischen und israelischen Stimmen zu hören, die sich der Gewalt und den Vergeltungsgedanken entziehen — und stattdessen für Menschlichkeit, Dialog und Frieden eintreten.

Unsere Gäste werden sein:

Laila al-Sheikh lebt in Bethlehem im Westjordanland und hat Rechnungswesen und Betriebswirtschaft studiert. 2002 starb ihr sechs Monate alter Sohn Qussay, nachdem er bei einem Einsatz der israelischen Armee Tränengas eingeatmet hatte und ihm der rechtzeitige Zugang zu medizinischer Hilfe verwehrt worden war. Statt nach Rache zu sinnen, setzt sich Laila seither für eine friedlichere Zukunft für ihre Kinder ein. Seit 2016 ist sie Mitglied im „Parents Circle“. „Unsere Lebensumstände sind unterschiedlich“, sagt sie, „aber wir teilen denselben Schmerz und dieselben Tränen.“

Michal Halev arbeitete als Frauenberaterin und nutzte Kunst, um Menschen zu verbinden. Ihr einziges Kind, Laor Abramov Halev, wurde am 7. Oktober 2023 im Alter von 20 Jahren auf dem Nova-Musikfestival von der Hamas getötet. Der Verlust veränderte ihr Leben grundlegend. „Ich flehe die Welt an: Beendet alle Kriege, hört auf, Menschen zu töten, hört auf, Babys zu töten“, sagte sie kurz nach Laors Tod. „Krieg ist keine Lösung, mit Krieg lässt sich nichts regeln … Ich will keine Rache in meinem Namen.“ Seither widmet sich Michal dem Andenken ihres Sohnes und engagiert sich seit 2024 im „Parents Circle“.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Transferzentrums Frieden Augsburg mit pax christi Augsburg, dem Evangelischen Forum Annahof, und der VVN-BDA.

22.04.2026
Bild zu Christina Pauls als „lebendes Buch“ bei der Living Library in der Stadtbücherei

Christina Pauls als „lebendes Buch“ bei der Living Library in der Stadtbücherei

Am 16. April 2026 zwischen 19 und 21 Uhr lädt das interaktive Format „Living Library – Vielfalt erzählen“ dazu ein, mit Christina Pauls, Geschäftsführerin des Transferzentrums Frieden Augsburg, über Frieden, Gewaltaufarbeitung und ihre Arbeit ins Gespräch zu kommen.

Die Living Library ist ein interaktives Veranstaltungsformat, das Begegnungen und Gespräche mit Menschen ermöglicht, mit denen man sonst nicht ohne Weiteres in Kontakt kommt oder denen man Fragen vielleicht nicht so leicht stellen würde. Darin geben Menschen mit unterschiedlichen Lebenswegen und Erfahrungen Einblick in ihre persönliche Geschichte. In drei Gesprächsrunden von jeweils 20 Minuten kommen kleine Gruppen mit einem „lebenden Buch“ ins Gespräch. Dabei können Fragen gestellt, Themen eingebracht und Perspektiven geteilt werden.

Mit Christina Pauls eröffnet sich an diesem Abend die Möglichkeit, mehr über die Arbeit des Transferzentrums Frieden zu erfahren und über Themen wie Frieden, gesellschaftliche Konflikte, Gewaltaufarbeitung und die Frage ins Gespräch zu kommen, was Menschen in dieser Arbeit bewegt und antreibt.

Die Living Library findet bereits seit mehreren Jahren in der Stadtbücherei Augsburg statt. Kooperationspartner sind die Volkshochschule Augsburg, das Maria-Theresia-Gymnasium und der Bezirksjugendring.

16.04.2026
Bild zu Christoph Weller mit Vortrag und Panel beim 31. Deutschen Präventionstag am 13./14.4. in Hannover

Christoph Weller mit Vortrag und Panel beim 31. Deutschen Präventionstag am 13./14.4. in Hannover

"Künstliche Intelligenz in der Prävention“ ist das Schwerpunktthema des diesjährigen Präventionstags, am dem Prof. Weller mit der Leitung eines Panels zum Transfer von Konfliktbeabeitungsexpertise und einem Speedvortrag über neue Formate des Transfers für die Präventionspraxis mitwirkt.

Der 31. Deutsche Präventionstag widmet sich neben allen anderen Themen im weiten Feld der Gewalt- und Kriminalprävention dem Schwerpunktthema „Künstliche Intelligenz in der Prävention“. Im Fokus stehen dabei zentrale Fragen: Welche Herausforderungen bringt KI im Kontext von Kriminalität und Sicherheit, aber auch im gesamtgesellschaftlichen Miteinander mit sich? Welche tiefgreifenden Veränderungen gehen mit ihrem Einsatz einher – und wer ist davon in welcher Weise betroffen? Wie lässt sich KI gezielt und verantwortungsvoll für die Präventionsarbeit nutzen? Dabei geht es nicht nur um technologische Potenziale, sondern auch um die ethische und praktische Frage, wie ein bewusster, reflektierter Umgang mit KI in der Prävention gelingen kann.Das von Christoph Weller initiierte Panel „ Transfer von Konfliktbearbeitungsexpertise“ eröffnet beim DPT den Raum für unmittelbaren Transfer. Konfliktbearbeitung ist ein wichtiges Thema der Präventionsarbeit und viele Akteure dieses Feldes verfügen über breite und zugleich sehr unterschiedliche Expertisen. Zu selten wird jedoch dem gelingenden Transfer dieser Expertise die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt. Forschungsergebnisse werden zwar in vielen Fällen veröffentlicht, aber ein erfolgreicher Transfer aus der Wissenschaft in die Praxis ist damit noch nicht gewährleistet. Und noch seltener werden Fragen aufgeworfen und diskutiert hinsichtlich des Transfers aus der Praxis in die Wissenschaft, um beispielsweise in der Forschung praxisrelevante Fragestellungen bearbeiten zu können. Mit dieser doppelten Zielsetzung diskutieren auf diesem Panel verschiedene Vertreterinnen aus Praxis und Forschung über Konfliktbearbeitungsexpertise, damit unmittelbar beim DPT der multidirektionale Transfer zwischen Praxis und Wissenschaft stattfinden kann.
In seinem Speedvortragam 13. April um 12:40 Uhr informiert Christoph Weller über neue Transferformate für die Präventionspraxis und plädiert dafür, dem wechselseitigen Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft größere Aufmerksamkeit zu schenken. In verschiedenen Forschungsfeldern wird an Erkenntnissen und Fragestellungen gearbeitet, die für eine erfolgreiche Präventionspraxis benötigt werden. Zugleich sind für eine fundierte Forschung die Zugänge zur Praxis und die Erfahrungen und Expertisen der Praktiker
innen von entscheidender Bedeutung. Hierfür wurden in den vergangenen Jahren im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung neue Formate entwickelt und praktisch erprobt, die in dem Speedvortrag vorgestellt werden: Partizipative Konfliktforschung am Beispiel der Forschung zu Kommunaler Konfliktberatung sowie Erfahrungen aus den Arbeiten des „Transferzentrums Frieden Augsburg“, etwa bei der Stärkung von Konfliktkompetenzen für pädagogisches Fachpersonal.

13.04.2026
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Interne Weiterbildung - Workshops zur Stärkung von Konfliktkompetenzen in Kitasd

Am 26. und 27. März 2026 nahm das Team des TFA an einer internen Weiterbildung im Rahmen eines „Train the Trainers“-Formats teil. Im Mittelpunkt dabei stand die Weiterentwicklung des Workshopangebots zur Stärkung von Konfliktkompetenzen in Kindertagesstätten. Durchgeführt wurde die Weiterbildung von Dr. Nora Schröder, die als Learning Experience Designer tätig ist.

Seit 2025 bietet das TFA im Rahmen einer Kooperation mit dem Amt für Kindertagesbetreuung der Stadt Augsburg Workshops für pädagogische Fachkräfte in städtischen Kindertageseinrichtungen an. In mehreren aufeinander aufbauenden Modulen werden Kommunikations-, Moderations- und Konfliktkompetenzen gestärkt, mit einem besonderen Fokus auf die Konfliktbearbeitung unter Erwachsenen. Ausgangspunkt dieses Qualifizierungsangebots war eine Bedarfsanalyse im Frühjahr 2024, die das TFA gemeinsam mit dem Leitungsteam der Elterninitiative Kindernest e.V. durchführte. Seitdem wird das Workshopangebot kontinuierlich weiterentwickelt, bedarfsgerecht angepasst und inhaltlich erweitert. Vor diesem Hintergrund fand auch die interne „Train the Trainers“-Weiterbildung statt – mit dem Ziel, neue Trainer*innen zu qualifizieren und neue Impulse für deren Weiterentwicklung zu setzen.

Im Rahmen der Weiterbildung wurde die eigene Rolle als Lehrende reflektiert, zentrale Erkenntnisse aus der Bildungsforschung aufgegriffen und Erfahrungen aus den bisherigen Workshops gemeinsam ausgewertet. Darauf aufbauend wurden neue Aufgabenformate und Methoden entwickelt, erprobt und im Team praktisch durchgeführt.

Die intensiven zwei Tage boten den Beteiligten einen guten Rahmen, um die bisherigen Workshop-Erfahrungen zu reflektieren, die eigene Lehrpraxis zu hinterfragen und darauf aufbauend gemeinsam einen Blick auf die zukünftige Weiterentwicklung zu richten. Für die kommenden Monate sind bereits weitere Workshops in verschiedenen städtischen Kindertageseinrichtungen geplant und werden dort im Rahmen der Kooperation fortgeführt und umgesetzt.

31.03.2026
Bild zu Transferkonzept des Transferzentrums Frieden Augsburg (TFA) in der Diskussion

Transferkonzept des Transferzentrums Frieden Augsburg (TFA) in der Diskussion

Bei der Jahreskonferenz der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) in Leipzig präsentierte TFA-Geschäftsführerin Christina Pauls das Transferkonzept des TFA beim Roundtable „Multidirektionaler Wissenstransfer als Beitrag zur Transdisziplinarität der Friedens- und Konfliktforschung"

Das Fishbowl-Panel wurden vom Arbeitskreis „Wissenschaft und Praxis“ der AFK angeboten und von dessen Koordinator Christoph Weller moderiert. Einleitend betonte er die Praxisorientierung der Friedens- und Konfliktforschung und verwies auf einige weit verbreitete Transferbeobachtungen: Obwohl in Forschungs- und Förderprogrammen Transfer mehr denn je gefordert sei, werde er vom Wissenschaftssystem kaum belohnt. Wenn aber die Chancen der Transdisziplinarität für die Friedens- und Konfliktforschung ausgeleuchtet würden, sei Transfer ein wesentliches Element, denn alle drei Kennzeichen von Transdisziplinarität seien auf gelingenden Transfer angewiesen:

(1) Für die Orientierung der Forschung an der Problembearbeitung müssen Wissenschaftlerinnen verstehen, welche Praxisprobleme eigentlich bearbeitet werden sollen, weshalb Transfer in transdisziplinärer Forschung keine Ergänzung der wissenschaftlichen Publikation von Forschungsergebnissen ganz am Ende des Forschungsprozesses sei, sondern an dessen Anfang stehe, wobei die Wissenschaftlerinnen dabei die Rezipient*innen des Transfers zwischen Praxis und Wissenschaft seien.

(2) Auch die Methodologie transdisziplinärer Forschung, in der nicht-wissenschaftliches Wissen in eine produktive Verbindung mit wissenschaftlichem Wissen gebracht werden soll, basiere auf gelingendem Transfer, innerhalb dessen das jeweils andere Wissen verstanden werden muss, um seine Relevanz zur erfolgreichen Problembearbeitung angemessen beurteilen zu können.

(3) Und die Umsetzung kollektiver Erkenntnisprozesse von Wissenschaftlerinnen und Praktikerinnen innerhalb des transdisziplinären Forschungsprozesses - als drittes Kennzeichen von Transdisziplinarität - erfordere einen kontinuierlich gelingenden Wissenstransfer. Wenn jedoch diesen drei Anforderungen transdisziplinärer Forschung durch erfolgreichen Transfer einigermaßen entsprochen werden könne, würde das, was üblicherweise mit „Transfer“ bezeichnet wird, völlig überflüssig. Denn die relevanten Praktiker*innen sind ja von Anfang an in die gemeinsame Forschung integriert und müssen nicht am Ende mit ergänzenden „Transfer“-Anstrengungen und originellen Formaten der Wissenschaftskommunikation erst noch erreicht werden.

Dieser Einführung in das Fishbowl-Panel folgten drei Diskussionsimpulse von transfererfahrenen Kolleg*innen, in denen u.a. darauf fokussiert wurde, wodurch sich der Transfer in der Friedens- und Konfliktforschung bzw. -praxis vom Transfer in anderen Forschungs- bzw. Praxisfeldern unterscheidet; zudem konnten Erfahrungen aus drei unterschiedlichen institutionellen Kontexten präsentiert werden:

Christina Pauls (Universität Augsburg) berichtete als Geschäftsführerin des „Transferzentrum Frieden Augsburg“ von den Bedarfsanalysen gemeinsam mit Praktiker*innen, die am Beginn der jeweiligen Aktivitäten des Transferzentrums stünden, dessen Aufgabe darin bestehe, in unterschiedlichen Formaten und Kooperationsformen zum Transfer der Expertise der Friedens- und Konfliktforschung in die Praxisfelder der Friedensstadt Augsburg beizutragen. Dies hänge auch damit zusammen, dass das Transferzentrum Frieden Augsburg aufgrund der gemeinsamen Trägerschaft von Stadt und Universität bereits eine transdisziplinäre Einrichtung sei.

Ginger Schmitz, Geschäftsführerin der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, betonte, dass bereits von ihrem Selbstverständnis als „Plattform“ her der Transfer in diesem Netzwerk angelegt sei, aber aktuell wachsende Bedeutung bekomme, weil das Feld der Friedensarbeit politisch erheblich unter Druck sei, dem bei gelingendem Transfer erfolgreicher begegnet werden könne. Dabei sieht sie ein Transfer-Viereck am Werk von Wissenschaft, Praxis, Politik und Öffentlichkeit, wodurch Transfer in erheblichem Maße eine Form von Diskursarbeit darstelle. Zugleich dürfe nicht übersehen werden, dass Transfer in erheblichem Maße an einzelnen Personen hänge und nur schwer institutionell gesichert werden könne.

Christof Starke (Friedenskreis Halle & Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung) differenzierte vor seinem Erfahrungshintergrund fünf verschiedene Transferfelder: einerseits eine Theoriebildung, in die Praktikerinnen direkt einbezogen werden, und andererseits eine aus der Praxis heraus entwickelte Forschung, für die aber zumeist die Ressourcen fehlten. Auch Lehraufträge von Praktikerinnen an Hochschulen sind aus seiner Sicht eine wertvolle Form des Transfers, ebenso die Mitwirkung von Wissenschaftlerinnen an Austausch- und Begegnungsräumen, die praxisnah geschaffen werden. Und wofür sowohl von Praktikerinnen als auch von Wissenschaftlerinnen seiner Meinung nach mehr getan werden müsse, sei der Transfer Richtung Politik, Öffentlichkeit und Gesellschaft.
Mit diesen vier einleitenden Impulsen waren für die sich anschließende Fishbowl-Diskussion zahlreiche Anregungen und vielfältige Erfahrungen geliefert, um mit allen Anwesenden über die Spezifika und die Zukunft des Transfers in der Friedens- und Konfliktforschung bzw. -praxis ausführlich zu diskutieren. Und fortgesetzt wurde der Austausch dann gleich am Nachmittag bei Treffen des Arbeitskreises „Wissenschaft und Praxis“ inklusive Transfer, indem über geeignete Formate gesprochen wurde, mit denen sich Praktiker
innen und Wissenschaftler*innen gleichermaßen erreichen und miteinander vernetzen lassen.

12.03.2026
Bild zu Abschluss im PaWiKo-Projekt: Forschungsbericht zu Wirkungen Kommunaler Konfliktberatung veröffentlicht

Abschluss im PaWiKo-Projekt: Forschungsbericht zu Wirkungen Kommunaler Konfliktberatung veröffentlicht

Das Projekt "Partizipative Konfliktforschung zu den Wirkungen Kommunaler Konfliktberatung“ (PaWiKo) wurde erfolgreich abgeschlossen. Zentrale Erkenntnisse des zweijährigen, transdisziplinären Forschungsprojekts wurden nun in einem Forschungsbericht veröffentlicht.

Die Kommunale Konfliktberatung macht Kommunen ein Beratungsangebot, um sie darin zu unterstützen, dass Konflikte konstruktiver bearbeitet und damit Beiträge zum gesellschaftlichen Frieden geleistet werden können. Wie sehen diese Beiträge aus, wenn von der Organisation "Pro Peace" ein solcher Beratungsprozess durchgeführt wird? Wie wirkt Kommunale Konfliktberatung in Kommunen – und welchen Beitrag leistet sie zum gesellschaftlichen Frieden vor Ort?

Mit diesen Fragen hat sich die partizipative Forschungsgruppe aus Wissenschaftler:innen des Lehrstuhls für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg und Praktiker:innen von Pro Peace (ehemals: Forum Ziviler Friedensdienst) befasst und nun einen umfangreichen Forschungsbericht veröffentlicht.

PaWiKo knüpfte sowohl inhaltlich als auch methodologisch an das Vorgängerprojekt „Kommunale Konfliktberatung und Partizipative Konfliktforschung“ (KomPa) an, in dem Funktionsweisen und Prozesselemente Kommunaler Konfliktberatung im Mittelpunkt standen. Während dort die Frage „Wie funktioniert Kommunale Konfliktberatung?“ bearbeitet wurde, richtete PaWiKo den Fokus gezielt auf Wirkungen entlang der Fragestellung „Welche Wirkungen von Kommunaler Konfliktberatung lassen sich mit wissenschaftlichen Methoden nachweisen?"

Charakteristisch für PaWiKo war der konsequent partizipative Forschungsansatz: Wissenschaft und Praxis arbeiteten transdisziplinär in einem gemeinsamen Forschungsprozess zusammen. Praktiker:innen der Kommunalen Konfliktberatung waren insbesondere in der Entwicklung der Forschungsfrage und in der Datenerhebung eng beteiligt; Auswertung, Interpretation und das Verfassen des Forschungsberichts wurden durch die Wissenschaftler:innen des Augsburger Lehrstuhls für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung verantwortet – begleitet durch die Praktiker:innen als Resonanz- und Reflexionspartner:innen.

Die Methodologie Partizipativer Konfliktforschung zielt explizit darauf, dass sich die Forschung an den Bedarfen der Praxis orientiert und die Forschungsergebnisse direkt in die Praxis zurückfließen können – Kennzeichen einer praxisorientierten, transdisziplinären Friedens- und Konfliktforschung. Der Forschungsbericht wurde von Christoph Weller, Christina Pauls, Markus Kaistra, Annika Jahn und Felicia Höchsmann verfasst. Projektbeteiligte waren außerdem die Praktiker*innen Wolfgang Dörner, Eva Hörle und Sylvia Lustig von Pro Peace.

Das Projekt wurde finanziell durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union im Rahmen des Projekts „Kommunen im Fokus: Konflikte nutzen – Integration gestalten“ gefördert.

06.03.2026
Bild zu Venezuela & Kolumbien: Was die Augsburger ‚Welserkolonie‘ heute mit Konflikten, Rohstoffen und Macht zu tun hat

Venezuela & Kolumbien: Was die Augsburger ‚Welserkolonie‘ heute mit Konflikten, Rohstoffen und Macht zu tun hat

Wie blicken lateinamerikanische Perspektiven heute auf die ehemalige Augsburger Handelsfamilie der Welser, die bis heute die Identität der Stadtgesellschaft prägen? Welche Zusammenhänge werden aktuell in Venezuela und Kolumbien mit den sogenannten ‚Kolonialaktivitäten‘ der Welser hergestellt?

Dass die Friedensstadt Augsburg kolonial verflochten ist, zeigt das historische Kapitel der sogenannten „Welserkolonie“. Die Augsburger Welser erhielten im Jahr 1528 die Kolonie Klein-Venedig (heute Venezuela) als sogenanntes „Lehen“ mitsamt aller Handels- und Ausbeutungsprivilegien von der spanischen Krone. Zusätzlich erhielten sie die Erlaubnis, tausende versklavte Menschen von der westafrikanischen Küste in die Karibik zu transportieren. Was oft als frühe Handelsgeschichte erzählt wird, ist also Teil einer transatlantischen Geschichte von Ausbeutung und Versklavung. Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei und des transatlantischen Sklavenhandels am 25.03. interessiert uns: Welche historischen Spuren kolonialer Gewalt wirken bis heute fort und welche Konsequenzen ergeben sich für eine verantwortungsvolle Erinnerungspraxis und unseren Umgang mit der Gegenwart, in Augsburg und darüber hinaus?

Im Zentrum des Abends steht ein moderiertes Podium, in dem das Fortwirken kolonialer Gewaltverhältnisse in aktuellen Entwicklungen in Kolumbien und Venezuela diskutiert wird. In Kurzimpulsen der Referent*innen Magda Agudelo, Alejandro Ceballos und Jochen Kleinschmidt kommen kolumbianische und venezolanische Perspektiven, sowie politikwissenschaftliche, dekoloniale und erfahrungsbasierte Kontextualisierungen ins Gespräch, bevor Raum für Fragen, Diskussionen und Austausch mit dem Publikum geboten wird. Der Abend verbindet historisches Gedenken mit einer politischen Gegenwartsreflexion. Sie erleben eine Perspektivverschiebung, in der die Augsburger Geschichte der „Welserkolonie“ nicht nur erinnert, sondern aus heutigen lateinamerikanischen Perspektiven – mit Blick auf aktuelle Konfliktlinien in Kolumbien und Venezuela, wie etwa die US-Militärintervention in Venezuela, Konflikte um Rohstoffe und Extraktivismus – neu gerahmt wird.

Mit:

  • Magda Agudelo (darstellende Künstlerin & Literaturwissenschaftlerin)
  • Alejandro Ceballos (Umweltwissenschaftler)
  • Jochen Kleinschmidt (Politikwissenschaftler, TU Dresden)
  • Moderation: Christina Pauls (Friedens- und Konfliktforscherin, Universität Augsburg)

Magda Agudelo ist darstellende Künstlerin und Literaturwissenschaftlerin. Sie wurde in Kolumbien geboren und lebt seit 2004 In Deutschland. Sie studierte Schauspiel an der Academia Superior de Artes de Bogotá (ASAB) und Germanistik an der Universität Augsburg. Mit dem Schwerpunkt Stückentwicklung und performative Ausdrucksformen in (un)konventionellen Räumen arbeitet Magda Agudelo hauptsächlich mit interdisziplinären Künstlerkollektiven in Deutschland und Kolumbien. Viele Projekte, an denen sie beteiligt ist, setzten sich mit gesellschaftskritischen Themen auseinander, wie de-koloniale, emanzipatorische Prozesse und Umgang mit Natur-Ressourcen.

Alejandro Ceballos ist Umweltwissenschaftler und Referent zu den Themen Extraktivismus und Klimagerechtigkeit. Geboren in Venezuela, studierte er Umweltwissenschaften an der Universidad Yacambu. Einen Master in Umweltmanagement absolvierte er an der Universität Hohenheim sowie an der Kopenhagen Universität, wo er mehrere Jahre zu Klimawandel und Ernährungssystemen forschte. Inhaltlich beschäftigt er sich mit Extraktivismus, kolonialen Kontinuitäten, Klimagerechtigkeit, Rassismus, Eurozentrismus und epistemischer Gewalt. Zudem war und ist er mit basisnahen Initiativen in Venezuela im Bereich ökologischer und urbaner Landwirtschaft verbunden.

Jochen Kleinschmidt ist Politikwissenschaftler. Er promovierte 2014 an der LMU München und arbeitet gegenwärtig als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Internationale Politik an der TU Dresden. Zuvor lehrte er unter anderem an der Universidad del Rosario in Bogotá, Kolumbien, der Universidad EAFIT in Medellín, Kolumbien, und der Universität der Bundeswehr München. An der Katholischen Universität Eichstätt war er Koordinator des Zentralinstituts für Lateinamerikastudien. Er beschäftigt sich mit Themen aus der Konfliktforschung wie etwa der Rolle neuer Technologien in bewaffneten Konflikten, der Grauzonenkriegführung, der organisierten Kriminalität, aber auch mit Theorien der Internationalen Beziehungen und der historischen Soziologie.

Christina Pauls ist Friedensforscherin und arbeitet schwerpunktmäßig zu Erinnerung, Frieden und Identität. Sie ist Geschäftsführerin des Transferzentrums Frieden Augsburg und freiberuflich als Beraterin für gesellschaftliche Konflikttransformation und soziale Bewegungen tätig, sowie als Bildungsreferentin für Globales Lernen, Friedensbildung, Kritisches Weißsein und kolonialkritische Bildung. Sie engagiert sich erinnerungsaktivistisch und setzt sich für eine Anerkennung und Aufarbeitung deutscher Kolonialgeschichte ein.

Veranstalter: Transferzentrum Frieden Augsburg, in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof und dem Fugger-und-Welser-Erlebnismuseum Augsburg.

06.03.2026
Bild zu Dynamiken sexualisierter Gewalt unter Jugendlichen: Neuer Open-Access-Kurs ab 17.02.2026 online

Dynamiken sexualisierter Gewalt unter Jugendlichen: Neuer Open-Access-Kurs ab 17.02.2026 online

Für Studierende, pädagogisch Tätige, Multiplikator*innen in Bildung und Prävention sowie alle Interessierten wurde ein neuer Open-Access-Onlinekurs zu sexualisierter Gewalt unter Jugendlichen entwickelt. Er ist kostenlos zugänglich auf der Plattform der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb).

Dynamiken sexualisierter Gewalt unter Jugendlichen: Neuer Open-Access-Kurs ab 17.02.2026 online.

Am Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg wurde in Kooperation mit der Technischen Hochschule Augsburg ein neuer Open-Access-Onlinekurs für die Virtuelle Hochschule Bayern(vhb) entwickelt. Seit 17.02.2026 ist der Kurs für alle Interessierten auf der VHB-Plattform kostenlos zugänglich.

Nach einer Erprobungsphase mit Studierenden der Universität Augsburg geht der wissenschaftlich fundierte Onlinekurs „Dynamiken sexualisierter Gewalt unter Jugendlichen: Erkennen, Verstehen und Handeln“ nun online. Der Selbstlern-Kurs kann nach der Bearbeitung aller Module mit einem Zertifikat der vhb, der Universität Augsburg und der Technischen Hochschule Augsburg abgeschlossen werden.

Der Kurs vermittelt sowohl grundlegendes als auch vertiefendes Wissen zu sexualisierter Gewalt unter Jugendlichen. Er verbindet sozialwissenschaftliche und psychologische Theorien mit praxisnahen Begleit- und Präventionsansätzen und richtet sich an Studierende (u. a. der Sozialwissenschaften, Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung, Sozialen Arbeit, Erziehungswissenschaften, Lehramtsstudiengänge sowie der Psychologie), an pädagogisch Tätige, Multiplikator*innen in Bildung und Prävention sowie an alle Interessierten.

Eine besondere fachliche Qualität erhält der Kurs durch die Zusammenarbeit mit Noah Dejanović, Kinderschutzaktivist, Mitglied im Betroffenenrat der Unabhängigen Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (UBSKM) und Initiator des Projekts „Kinderschutz im Studium“, sowie mit Jennifer Raschke, Dipl.-Pädagogin und spezialisierte Fachberaterin für sexualisierte Gewalt mit Schwerpunkt Traumapädagogik und systemische Beratung. Ihre Expertise ergänzt den Kurs um wichtige praxis- und betroffenenorientierte Perspektiven. Darüber hinaus enthält der Kurs videobasierte Interviews mit Vertreter*innen der Polizei Augsburg, des Landes- und Amtsgerichts Augsburg sowie der Online-Beratungsstelle JUUUPORT, die wertvolle Einblicke in institutionelle und beratende Perspektiven im Umgang mit sexualisierter Gewalt geben.

Thematisiert werden unter anderem:

  • Begriffe, Erscheinungsformen und Häufigkeiten sexualisierter Gewalt
  • soziale Dynamiken in Gleichaltrigen-Gruppen und Partnerschaften
  • Verhalten anwesender Dritter sowie Hürden des Eingreifens
  • der Einfluss sexueller Skripte und gesellschaftlicher Mythen
  • sexualisierte Gewalt im digitalen Raum
  • rechtliche Rahmenbedingungen

Der Kurs arbeitet mit Fallbeispielen, Interviews und konkreten Handlungsimpulsen. Jedes Kapitel beginnt mit einer Check-in-Lektion zur Selbstwahrnehmung; ein begleitender Ressourcengarten bietet kurze Übungen zur Stabilisierung und Selbstfürsorge. Ergänzend werden weiterführende Literatur, Projekte und Materialien zur Vertiefung bereitgestellt.

Der Kurs wurde entwickelt von Dr. Rebecca Gulowski und Magdalena Holz, M. Sc., unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Weller (Universität Augsburg) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Janine Linßer (Technische Hochschule Augsburg).

27.02.2026
Bild zu Vortrag und Kolloquium: Lässt sich Rassismus messen? Zahlen, Kategorien und ihre Grenzen

Vortrag und Kolloquium: Lässt sich Rassismus messen? Zahlen, Kategorien und ihre Grenzen

Wie wird Rassismus in Zahlen übersetzt – und welche Leerstellen entstehen dabei? Dr. Daniel James diskutiert am 23. März am Transferzentrum Augsburg konzeptionelle und empirische Schwierigkeiten bei der Messung von Rassismus und plädiert für ein differenzierteres Verständnis jenseits enger Ersatzkategorien.

Wie wird Rassismus in Zahlen übersetzt – und welche Leerstellen entstehen dabei? Dr. Daniel James diskutiert am 23. März am Transferzentrum Augsburg konzeptionelle und empirische Schwierigkeiten bei der Messung von Rassismus und plädiert für ein differenzierteres Verständnis jenseits enger Ersatzkategorien.

Vortrag und Diskussion: "Lässt sich Rassismus messen? Zahlen, Kategorien und ihre Grenzen“ mit Dr. Daniel James

  1. März 2026, 18:30 Uhr

Annahof, Ernst-Troeltsch-Raum (EG) im Hollbau, Augsburg

Die Veranstaltung knüpft an die Veranstaltungsreihe des Transferzentrum Frieden zur Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit Veranstaltungsreihe (https://www.uni-augsburg.de/de/fakultaet/philsoz/fakultat/sozialwissenschaften/aktuelles/menschenfeindlichkeit-begegnen-handlungsorientierte-workshopreihe-wochen-gegen-rassismus/) im Jahr 2025 an und widmet sich der Frage, wie Rassismus empirisch erfasst werden kann und was dabei eigentlich gemessen wird. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass viele Schwierigkeiten weniger aus fehlenden Daten entstehen, sondern aus zu engen Begriffen und Kategorien.

Der Vortrag zeigt, warum gängige Ersatzkategorien wie der „Migrationshintergrund“ zentrale Aspekte von Rassismus verfehlen und plädiert für ein erweitertes Verständnis: Rassismus wird als Zusammenspiel mehrerer ineinandergreifender Mechanismen verstanden, die sich über Institutionen, Regeln und gesellschaftliche Bereiche hinweg stabilisieren. Diskutiert wird, wie eine solche Perspektive zu präziseren und verantwortungsvolleren Formen empirischer Erfassung beitragen kann und welche Auswirkungen sich für den Umgang mit Statistiken und Definitionen ergeben.

Eine Anmeldung ist für den Vortrag nicht erforderlich.

Dr. Daniel James arbeitet zu Sozialphilosophie und Philosophie der Sozialwissenschaften mit einem Schwerpunkt auf Rassismus, Wissensordnungen und kritischer Gesellschaftsanalyse. Ab April 2026 ist er Research Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) an der Technischen Universität Berlin (TU Berlin). Weitere Informationen: www.danieljamesphilosophy.com

Zusätzlicher optionaler Termin: Exploratives Kolloquium (16:30–18:00 Uhr)

In einem ergänzenden Termin richtet sich die Diskussion an ein wissenschaftliches Publikum. Im Fokus stehen theoretische und methodische Fragen zur Konzeptualisierung und Messung von Rassismus, insbesondere der Vorschlag, Rassismus als Bündel ineinandergreifender Mechanismen zu verstehen. Diskutiert werden Alternativen zu gängigen Proxy-Kategorien, konzeptionelle Voraussetzungen adäquater Messungen sowie das Verhältnis von empirischer Forschung, Wissensproduktion und struktureller Macht.

Bitte melden Sie sich für das Kolloquium vorab an unter: transferzentrum.frieden@phil.uni-augsburg.de

Informationen zur Barrierefreiheit: Der Hollbau ist über eine Rampe und mit Türautomatik zugänglich. Ein Aufzug ermöglicht die Erreichbarkeit aller Räume. Im Kellergeschoss befindet sich ein barrierefreies WC. Weitere Informationen: https://www.annahof-evangelisch.de/wegbeschreibung

Veranstaltende: Das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof und der Technischen Hochschule Augsburg (Studiengang Soziale Arbeit)

24.02.2026
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Critical Whiteness verstehen: Einstiegsworkshop zu Rassismus, Macht und Verantwortung

Der Einstiegsworkshop des Transferzentrums Frieden führt in Critical Whiteness ein und beleuchtet, wie Weißsein als unsichtbare Norm mit dem europäischen Kolonialismus entstanden und bis heute wirksam ist. Teilnehmende erhalten Impulse für selbstkritische Reflexion und verantwortungsvolles Handeln.

Antirassistische Arbeit ist ein zentraler Bestandteil von Friedensarbeit. Denn Rassismus wirkt als strukturelle Gewalt fort und stabilisiert Ungleichheit, Ausgrenzung und Unterdrückung. Das Transferzentrum Frieden Augsburg versteht Friedensarbeit daher nicht nur als Konfliktbearbeitung, sondern als aktives Hinterfragen gesellschaftlicher Macht- und Normverhältnisse.

In diesem Zusammenhang bietet das Transferzentrum Frieden Augsburg am Dienstag, 17.03.2026 einen Einstiegsimpuls ins Kritische Weißsein (Critical Whiteness) an. Im Fokus stehen dabei nicht die von Rassismus betroffenen Menschen, sondern die Frage, warum Weißsein als „normal“ gilt. Diese Normalität hat einen ganz konkreten Ursprung im europäischen Kolonialismus und bringt deshalb Vorteile für manche und Nachteile für andere. So (re-)produziert diese ‚unsichtbare‘ (beziehungsweise unsichtbar gemachte) Norm kontinuierlich rassistische Strukturen. Kritisches Weißsein bedeutet, die eigene gesellschaftliche Position als weiße Person zu reflektieren, um zu verstehen, wie Rassismus funktioniert und wie Verantwortung übernommen werden kann.

Der Workshop richtet sich an weiß positionierte, interessierte Personen, die offen für selbstkritische Reflexions- und Veränderungsprozesse sind. Er eignet sich sowohl für Einzelpersonen als auch für Akteur*innen aus NGOs, Trägern, Stadtverwaltung, Bildungseinrichtungen oder zivilgesellschaftlichen Organisationen, die erste Impulse für einen rassismuskritischen Organisations- oder Praxisprozess suchen.

Wann: 17.03.2026, 17:30–20:30 Uhr im Karo10

Mit: Kharis Ikoko & Christina Pauls (TFA)

Anmeldung: Die vorhandenen Plätze sind begrenzt. Bitte melden Sie sich verbindlich für den Workshop an unter https://eveeno.com/210890782.

Kharis Ikoko (Kokonelle) ist Bildungsreferentin in antirassistischen Themenpunkten, Kommunikationsdesignerin, Musikerin und Aktivistin.

Christina Pauls ist Bildungsreferentin, Beraterin für gewaltfreie Konflikttransformation und Geschäftsführerin des Transferzentrums Frieden Augsburg.

05.02.2026
Bild zu Welche Wege führen zu mehr gerechtem Frieden? Veranstaltung am 5. Februar 2026 zur EKD-Friedensdenkschrift

Welche Wege führen zu mehr gerechtem Frieden? Veranstaltung am 5. Februar 2026 zur EKD-Friedensdenkschrift

Das Transferzentrum Frieden Augsburg und das Evangelische Forum Annahof laden für Donnerstag, 5.2., 19 - 21 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung in den Großen Saal im Ulrichseck (Ulrichsplatz 17) ein. Mit Expert:innen debattieren wir die neue Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Angesichts der aktuellen Herausforderungen für den Frieden wurde in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine neue Friedensdenkschrift erarbeitet und jüngst veröffentlicht. Sie versteht sich als friedensethische Orientierungshilfe mit einer neuen Akzentsetzung beim Schutz vor Gewalt. Konkrete Themen sind u.a. die nukleare Abschreckung, Waffenlieferungen und Rüstungsexporte, die Wehrpflicht oder die Rechtfertigung von Gegengewalt.

Die Denkschrift “Welt in Unordnung - Gerechter Friede im Blick” lädt dazu ein, „Fragen neu zu stellen, die eigenen Positionen zu prüfen und das Gewissen zu schärfen“. Dafür wollen wir bei dieser Veranstaltung in der Friedensstadt Augsburg miteinander und mit den folgenden Experten ins Gespräch kommen:

Prof. Dr. Reiner Anselm, Vorsitzender des Redaktionsteams für diese Friedensdenkschrift, Universität München

Frank Kreiselmeier, Stadtdekan der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Augsburg

Thomas Prieto Peral, Regionalbischof des Kirchenkreises Schwaben-Altbayern der Evang.-Luth. Kirche

Prof. Dr. Christoph Weller, Friedens- und Konfliktforscher, Universität Augsburg

Michael Zipser, Evangelischer Theologe, Vorstandsmitglied bei Church and Peace, Kehl

Diese Abendveranstaltung bietet Informationen zu den friedensethischen Positionen der Denkschrift und viel Raum für Debatten und Nachfragen zum kritischen Prüfen der Argumente für gute Wege zu mehr gerechtem Frieden.

Veranstaltende: Transferzentrum Frieden Augsburg & Evangelisches Forum Annahof in Kooperation mit dem Friedensbüro der Stadt Augsburg

03.02.2026
Bild zu Transferzentrum Frieden Augsburg im Kompendium innovativer Peacebuilding-Praktiken

Transferzentrum Frieden Augsburg im Kompendium innovativer Peacebuilding-Praktiken

Das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) hat ein "Compendium of Good Practice and Innovative Peacebuilding Approaches at the Local Level" erstellt, in das auch das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) aufgenommen wurde. Das Kompendium bündelt innovative Peacebuilding-Praktiken und lokale Beispiele, die Argumente für Friedensförderung liefern und eine Grundlage für faktenbasierte Advocacy schaffen.

Compendium of Good Practice and Innovative Peacebuilding Approaches at the Local Level

The Pact for the Future adopted by UN Member States in September 2024 emphasises the need for bolstering peacebuilding and prevention. A frequent recommendation is to adopt “localised” approaches, i.e. to work more closely with actors, organisations and constituencies at the local level to anchor peacebuilding in local communities, build resilience and increase the chances of sustainable impact.

The Center for International Peace Operations (ZIF) has engaged the Berlin based Peacebuilding Community of Practice (CoP) for the compilation of good practices and concrete examples of local-level programmes and initiatives that contribute to strengthening or developing peace infrastructures and promote local engagement for sustainable peacebuilding.

With a broad range of activities and contributions ranging from Armenia to Germany to Thailand and Zimbabwe, the compendium crafts convincing narratives and forms a resource base for evidence-based advocacy. The various approaches to engage communities, including through the use of existing social spaces, technology and performance art, illustrate a wide range of possibilities that aim at giving people agency over building lasting peace – in their communities and beyond. We hope that the projects and activities in the compendium will serve as inspiration and encouragement for their peacebuilding engagements as well.

09.01.2026
Bild zu Menschenrechte: Diskussion zum Dokumentarfilm „Bêmal - Heimatlos. 10 Jahre Völkermord an den Jesiden"

Menschenrechte: Diskussion zum Dokumentarfilm „Bêmal - Heimatlos. 10 Jahre Völkermord an den Jesiden"

Am Montag, 8. Dezember um 19:00 Uhr wird im Hörsaal 1001 der Juristischen Fakultät die ARD-Dokumentation zum Völkermord an den Jesiden gezeigt. Beim anschließenden Gespräch zum Film sind beteiligt: Jihan Alomar (Protagonistin), Dr. Nicolai von Maltitz (Universität München) und Prof. Christoph Weller (Universität Augsburg).

Am Montag, 8. Dezember 2025 um 19:00 Uhr wird im Hörsaal 1001 der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg (Universitätsstr. 24) der Dokumentarfilm "Bêmal - Heimatlos. 10 Jahre Völkermord an den Jesiden" gezeigt. Der Dokumentarfilm der Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal und des Filmemachers David Körzdörfer begleitet Jesiden und Jesidinnen, die dieses Menschheitsverbrechen überlebt haben. Vier Geschwisterpaare geben uns Einblicke in die Folgen des Völkermordes und die Lebensrealität der Schutzsuchenden in Deutschland und der Zurückgebliebenen im Irak.

Nach der Vorführung des Dokumentarfilms findet eine Aussprache statt. An ihr nehmen teil: die Überlebende Jihan Alomar, aus völkerstrafrechtlicher Sicht Dr. iur. Nicolai von Maltitz LL.M. (Columbia und Universiteit van Amsterdam), Habilitand an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Lehrstuhl für Deutsches, Europäisches und Internationales Strafrecht, Strafprozessrecht sowie Wirtschaftsstrafrecht), und aus sozialwissenschaftlicher Sicht Prof. Dr. Christoph Weller, Inhaber des Lehrstuhls für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg.

Eine Veranstaltung im Rahmen der KDFB-Frauenfilmreihe in Kooperation mit der Juristischen Gesellschaft Augsburg e.V., dem Katholischen Deutschen Frauenbund - Stadtverband Augsburg und dem Transferzentrum Frieden Augsburg.

08.12.2025
Bild zu 80 Jahre Vereinte Nationen: nur eine Zwischenkriegszeit? Vortrag von Andreas Zumach am 25.11., 19:30 Uhr

80 Jahre Vereinte Nationen: nur eine Zwischenkriegszeit? Vortrag von Andreas Zumach am 25.11., 19:30 Uhr

In diesem Jahr feiern die Vereinten Nationen ihren 80. Geburtstag und sind zugleich in ihrer größten Krise, weil die wichtigsten Mitgliedsstaaten das Interesse an internationaler Zusammenarbeit zunehmend verlieren. Der ehemalige UNO-Korrespondent, Journalist und Buchautor Andreas Zumach präsentiert seine Einschätzungen der aktuellen internationalen Politik.

80 Jahre UNO: nur eine Zwischenkriegszeit? Vortrag und Diskussion mit Andreas Zumach am Dienstag, 25. November 2025, 19:30 Uhr im Annahof, Augustanasaal, Eintritt frei

Zweiter Weltkrieg, Holocaust und Faschismus - nach dem tiefen Zivilisationsbruch der Jahre 1933-1945 wurde in der (am 24. Oktober 1945 in Kraft getretenen) UNO-Gründungcharta das zwischenstaatliche Gewaltverbot als verbindliches Völkerrecht festgelegt. Und mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 wurden erstmals in der Geschichte individuelle Menschenrechte definiert und mit universeller Gültigkeit für alle inzwischen 193 Staaten vereinbart. 80 Jahre später sind diese zivilisatorischen Fortschritte bedroht wie nie zuvor. Die Normen des Völkerrechts werden immer häufiger verletzt und zunehmend unverhohlener in Frage gestellt - zuletzt auch von der bundesdeutschen Regierung. Die UNO ist in Folge von offener Obstruktion und mangels politischen und finanziellen Engagements ihrer Mitgliedsstaaten immer weniger in der Lage, ihre in der Charta von 1945 beschlossenen Kernaufgaben - Frieden, Menschenrechte und Entwicklung für alle Bewohner:innen dieser Erde - wahrzunehmen. Die seit den 1970er Jahren entstandene und für die internationale Sicherheit so wichtige Architektur bilateraler und multilateraler Rüstungskontroll- und Abrüstungsabkommen ist weitgehend zerstört. Zugleich erreichen die weltweiten Militärausgaben seit 2020 immer neue Rekordhöhen. Waren die letzten acht Jahrzehnte nur eine Schönwetterperiode, nur eine Zwischenkriegszeit wie die Jahre zwischen 1919 und 1939? Oder können die 1945 ff. vereinbarten völkerrechtlichen und menschenrechtlichen Normen noch gerettet werden?
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof, der Augsburger Friedensinitiative (AFI), attac Augsburg, Augsburger Forum für Aufklärung Integrität und Respekt (AuxFAIR), Augsburg für Palästina, Deutsche Friedensgesellschaft Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Augsburg, Transferzentrum Frieden Augsburg, Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg, pax christi Diözesanverband Augsburg, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Kreisvereinigung Augsburg

25.11.2025
Bild zu Keine Angst vor Konflikten! "Streiten verbindet und ist gesund"

Keine Angst vor Konflikten! "Streiten verbindet und ist gesund"

TFA-Veranstaltung zur Stärkung von Konfliktkompetenzen am Mittwoch, 26.11. um 19:00 Uhr mit Karl-Heinz Bittl (Fränkisches Bildungswerk für Friedensarbeit), der den ATCC-Ansatz zur konstruktiven Bearbeitung von Konflikten vorstellt und seine praktische Umsetzung erläutert.

Das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) bietet eine weitere Veranstaltung zur Stärkung von Konfliktkompetenzen an: Unter dem Titel „Streiten verbindet und ist gesund“ erläutert am Mittwoch, 26.11.2025 um 19:00 Uhr im Atrium (Bürgermeister-Fischer-Straße 11) Karl-Heinz Bittl (Fränkisches Bildungswerk für Friedensarbeit) den von ihm mitentwickelten ATCC-Ansatz zur konstruktiven Bearbeitung von Konflikten und seine praktische Umsetzung. Der Eintritt ist frei.

Es gibt viele Gründe, sich mit den Kindern, den Partnerinnen oder den Kollegeninnen zu streiten. Es geht um lebenswichtige Themen wie geliebt zu werden, Anerkennung zu erhalten oder die Grenzen zu achten. Konflikte müssen nicht zu unendlichen Schleifen führen. Sie können konstruktiv bearbeitet werden.

Als Menschen sind wir auf Beziehungen angewiesen. Durch unsere Einmaligkeit und damit Vielfalt brauchen wir ständig Klärungsprozesse, die uns helfen, zusammenleben zu können. Im Streit geht es dabei nicht nur um personale Befindlichkeiten, die sehr wichtig sind. Es geht um strukturelle Bedingungen, die uns krank machen, uns isolieren und Gewalt ausüben. Es geht weiterhin um kulturelle Legitimationen, die jede*r von uns auf unterschiedliche Weise aufgenommen und integriert hat. Mit diesem kulturellen Anteil legitimieren wir, ob ein Streit wichtig oder nichtig ist. Damit ein Streit konstruktiv bearbeitet werden kann, braucht er eine Werteorientierung. Darin finden sich auch die Zugänge zu dem Rechtssystem, das sich an den Werten orientieren soll. Weiter ist es wichtig, dass wir über verbindende Rituale verfügen, die uns Teil einer Gemeinschaft sein lassen. Konflikte sind sehr selten persönlich, sie verfügen über einen hohen Anteil an strukturellen Themen. Wenn wir strukturelle Konflikte nur bereden wollen, landen wir in dem Kreislauf der Vergeblichkeit, der zur Erschöpfung führt.

In dem Vortrag wird der Referent den ATCC-Ansatz vorstellen, den Zugang zu den unterschiedlichen Konfliktebenen vermitteln und aufzeigen, wie Konflikte konstruktiv angegangen werden können.

Karl-Heinz Bittl-Weiler ist Dipl. Sozialpädagoge, Konfliktberater, Supervisor, Coach und Lehrbeauftragter an der EvHN. Er hat vor 20 Jahren mit seinem französischen Kollegen Hervé Ott den Ansatz zur konstruktiven Bearbeitung von Konflikten (ATCC) entwickelt. Er ist Autor von Büchern zum Thema Konfliktbearbeitung und bildet Konfliktberaterinnen sowie Jugend- und Erwachsenenbildnerinnen aus. Er leitet das Fränkische Bildungswerk für Friedensarbeit in Nürnberg.

13.11.2025
Bild zu Sexuelle Bildung trifft Gewaltprävention: Workshop in Augsburg verbindet Forschung, Praxis und Engagement

Sexuelle Bildung trifft Gewaltprävention: Workshop in Augsburg verbindet Forschung, Praxis und Engagement

Wie können Geschlechterrollen, Männlichkeitsbilder und die Rolle von Dritten zur Prävention sexualisierter Gewalt beitragen? Das Transferzentrum Frieden Augsburg lädt gemeinsam mit der TH Augsburg zu einem Workshop über sexuelle Bildung und Gewaltprävention bei Jugendlichen ein.

Am 25.11. ist Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, an dem sichtbar gemacht werden soll, dass Frauen und Mädchen überproportional von geschlechterbasierter Gewalt betroffen sind. Weibliche Jugendliche sind auch überproportional von sexualisierter Gewalt betroffen. Gleichzeitig möchten wir zeigen, dass die Einbeziehung männlicher Jugendlicher in der Prävention zentral ist: nicht nur im Hinblick auf die Ausübung, sondern vor allem als Bystander, die unterstützen, eingreifen und Schutz bieten können. Sie können zudem in ihren Peergruppen frühzeitig grenzverletzendes Verhalten markieren, benennen und problematisieren, damit aktiv an der Aushandlung von Männlichkeitsnormen mitwirken und sich anbahnendes grenzverletzendes Verhalten unterbinden.

Das Transferzentrum Frieden Augsburg veranstaltet in Kooperation mit der Technischen Hochschule Augsburg einen interaktiven Workshop. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Geschlechterrollen, Männlichkeitsvorstellungen und der Rolle von Dritten („Bystander“) –

ein Ansatz, der in der Präventionslandschaft zunehmend intensiv diskutiert wird.

Ziel des Workshops ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse mit Praxiserfahrungen zu verbinden und gemeinsam Verantwortung füreinander zu übernehmen; denn, auch wenn ein bystander bezogener Präventionsansatz auf die Dynamiken unter Jugendlichen schaut, benötigen junge Menschen Schutzräume, Orientierung und erwachsene Bezugspersonen, die informiert und handlungsfähig sind.

Der Workshop verbindet daher wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen Methoden. Zwei Expert*innen gestalten die inhaltlichen Impulse:

Lynn Marquardt, M.A. – Expertin für Bystander-Prävention, sexualisierte Peergewalt sowie systemische Sexual- und Paarberatung

Dr. Daniel Doll – Institut für Praxisforschung und Projektberatung; promovierte zu „Jugend, sexuelle Gewalt und Männlichkeiten“

Begleitet wird die Veranstaltung von Jennifer Raschke (Dipl.-Päd.), spezialisierte Fachberaterin für sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und Expertin im Bereich Traumapädagogik und systemische Beratung.

An die Impulse schließt ein theaterpädagogischer Praxisteil an, entwickelt im vom BMBF geförderten Forschungsprojekt CHAT („Checken, Abklären und Entscheiden, Tun: Jugendliche gegen sexualisierte Gewalt unter Jugendlichen stark machen“). In diesem Rollenspielformat werden realitätsnahe Situationen durchgespielt, Reflexionsprozesse angeregt und Handlungsmöglichkeiten erprobt. Gemeinsam beleuchten wir so, wie sexuelle Bildung und Prävention ineinandergreifen können – nicht nur in der Wissensvermittlung, sondern auch in der praktischen Erprobung.

Der Workshop ist Teil des Transferprojekts und des OPEN vhb-Kurses „Dynamiken sexualisierter Gewalt unter Jugendlichen: Erkennen, Verstehen und Handeln“ und wird organisiert und durchgeführt von Dr. Rebecca Gulowski und Magdalena Holz (Universität Augsburg) in Kooperation mit der Technischen Hochschule Augsburg.

Datum: Dienstag, 25. November 2025, 17:30 - 21:00 Uhr
Ort: Technische Hochschule Augsburg, An der Hochschule 1, Räume B 4.01 & B 4.02
Zielgruppe: Studierende (z.B. Sozialwissenschaften, Soziale Arbeit, Pädagogik, Lehramt, Psychologie), pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Jugendhilfe, Präventions- und Beratungsstellen.

07.11.2025
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BZeFK-Abschluss-Workshop zum Thema "Transfer" in Augsburg

Wie kann der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft besser gelingen? Dieser Frage gingen rund 30 Expert:innen aus Politik, Praxis und Wissenschaft beim Transfer-Workshop des Bayerischen Zentrums für Friedens- und Konfliktforschung (BZeFK) am 13./14. Oktober in Augsburg nach.

Transfer ist kein linearer Prozess, der bei wissenschaftlichen Erkenntnissen beginnt und dann unidirektionale Wissensverteilung über die Grenzen des Wissenschaftssystems hinaus betreibt, sondern ein wechselseitiger Austausch mit vielen Facetten. Dies war der Grundtenor des Abschluss-Workshops des vom BMFTR geförderten „Bayerischen Zentrums für Friedens- und Konfliktforschung: Deutungskämpfe im Übergang“ (BZeFK), in dessen Mittelpunkt die vielfältigen Erfahrungen, aber auch Herausforderungen und Zukunftsperspektiven des Transfers im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung standen. Rund 30 Praktiker:innen, Wissenschaftler:innen und Politiker:innen diskutierten über die Zusammenarbeit von Transferbeteiligten, über geeignete Formate und Institutionen, um wissenschaftliche Expertise für die Gesellschaft relevant und verfügbar zu machen. Konkrete Impulse dafür lieferte unter anderem eine Keynote von Prof. Dr. Sebastian Büttner (Transfer Unit Wissenschaftskommunikation der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften), in der er den Transferbegriff aus der Perspektive der Wissenschaftsforschung beleuchtete.

Bereits im ersten Panel des Workshops wurde deutlich, dass Transfer keine Einbahnstraße ist. Dort formulierten Vertreter:innen aus Politik und zivilgesellschaftlicher Praxis zentrale Erwartungen an die Wissenschaft und den Transfer. Eine Teilnehmerin aus der Praxis brachte es in Richtung der anwesenden Wissenschaftler:innen so auf den Punkt: „Ohne uns wärt ihr aufgeschmissen.” Denn aus der Praxisperspektive setzt erfolgreicher Transfer voraus, dass die Wissenschaft weiß, welche Bedarfe vor Ort bestehen, wie Wissen aufbereitet werden muss und welche Formen des Austauschs wirklich produktiv sind.

Wie vielfältig Transfer dabei sein kann, zeigten die Beispielprojekte aus dem Forschungsverbund BZeFK selbst: Vorgestellt wurden künstlerische Interventionen zur Erinnerungskultur sowie eine gemeinsam mit Studierenden konzipierte Ausstellung. Gerade dort, wo experimentiert wurde, entstanden produktive Spannungen und neue Formen der Kooperation und des Transfers. Daran anschließend verdeutlichte der Roundtable zu Deutungskämpfen, dass Transfer immer auch mit Auseinandersetzungen um Bedeutung und gesellschaftliche Relevanz des Wissens einhergeht – und somit selbst Teil jener Konflikte ist, die in der Friedens- und Konfliktforschung untersucht werden.

Auch die institutionelle Ebene spielt für den Transfer eine zentrale Rolle: Vertreter:innen der Friedensakademie Rheinland-Pfalz, der Bayerischen Wissenschaftsallianz für Friedens-, Konflikt- und Sicherheitsforschung, des Transferzentrums Frieden Augsburg sowie der Forschungsverbünde TraCe und BZeFK berichteten, welche Transferstrukturen etabliert werden konnten, um mit spezifischem Wissen bestimmte Praxisfelder zu erreichen.

Die Auseinandersetzung mit Transfer blieb jedoch nicht bei Praxisbeispielen stehen. Begrenzte Ressourcen, unterschiedliche Logiken von Wissenschaft und Praxis sowie der Wunsch nach messbarer Wirkung stellen zentrale Herausforderungen dar. Gerade dort, wo unterschiedliche Perspektiven aufeinandertrafen, entstanden dabei die lebendigsten Diskussionen – jenseits der oft gezogenen Grenze zwischen Wissenschaft und Praxis: Ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Frieden und Konflikten ohne Transfer überhaupt denkbar? Welche normativen Positionierungen sind mit Transfer verbunden? Und wie stark sind die jeweiligen Perspektiven disziplinär geprägt?

Der Workshop endete bewusst offen mit einem Panel zu Fragestellungen, Themen und Ideen für zukünftige Kooperationen und zu weiteren Formaten des Austauschs. So gingen die Teilnehmer:innen mit neuen Fragen, aber auch neuen Erkenntnissen und der Aussicht auf mehr Transfer auseinander. Für die nächsten Koordinations-Schritte steht der Arbeitskreis „ Wissenschaft und Praxis“ der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) zur Verfügung.

13.10.2025
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Nachgefragt zum Friedensfest: Wie wir in Augsburg besser mit Konflikten umgehen können

Wie lässt sich gesellschaftlicher Frieden aktiv gestalten? Warum sind Konflikte dabei kein Hindernis, sondern eine Chance? Prof. Dr. Christoph Weller spricht im Interview über seine Arbeit im Transferzentrum Frieden Augsburg – und erklärt, welche Rolle Wissenschaft, Bildung und das Augsburger Friedensfest dabei spielen.

Das Augsburger Hohe Friedensfest feiert 2025 sein 375-jähriges Jubiläum – ein besonderer Anlass, um über die Bedeutung von Frieden heute nachzudenken. Prof. Dr. Christoph Weller, Professor für Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Augsburg, begleitet das Friedensfest nicht nur wissenschaftlich, sondern ist auch Initiator des Transferzentrums Frieden Augsburg. Im Interview spricht er darüber, wie konstruktive Konfliktbearbeitung in der Stadtgesellschaft gelingen kann – und welchen Beitrag die Friedens- und Konfliktforschung dazu leisten kann.

Was bedeutet Frieden für Sie persönlich – und wann empfinden Sie eine Gesellschaft als friedlich?

Wichtig ist aus meiner Sicht, Frieden nicht als Zustand zu betrachten, den wir vielleicht irgendwann erreichen. In der Friedensforschung verstehen wir Frieden als Prozess abnehmender Gewalt und zunehmender Gerechtigkeit. Für mich entsteht gesellschaftlicher Frieden dort, wo Konflikte konstruktiv bearbeitet werden, um beispielsweise mehr Gerechtigkeit zu schaffen. Konflikte sind dabei nichts Negatives, sondern ein wichtiger Teil gesellschaftlicher Entwicklung – wenn wir lernen, gut mit ihnen umzugehen.
Sie haben das Transferzentrum Frieden Augsburg ins Leben gerufen. Was ist Ihr Ziel – und was ist dabei besonders herausfordernd?

Der thematische Schwerpunkt meines Lehrstuhls wurde im Kontext des Friedensfests 2005 auf die Friedens- und Konfliktforschung hin ausgerichtet. Weil es in der Friedensstadt Augsburg eine erhöhte Aufmerksamkeit für Friedensthemen gibt, stellen wir im Rahmen des Transferzentrums die praxisrelevanten Erkenntnisse der Friedens- und Konfliktforschung, beispielsweise wissenschaftlich fundiertes Wissen über Konfliktbearbeitung, für die Stadtgesellschaft zur Verfügung. Und die Nachfrage ist hoch: Wir bekommen auch viele Anfragen von Einrichtungen und Initiativen, die sich mehr Sicherheit im Umgang mit Konflikten wünschen.
Was ist besonders herausfordernd für das Transferzentrum?

Die Herausforderung liegt häufig darin, die passenden Formate zum richtigen Zeitpunkt anzubieten – und diese auch gut zu kommunizieren. Oft hören wir: „Wenn ich gewusst hätte, dass das stattfindet, wäre ich gerne gekommen.“ Das zeigt uns, wie wichtig neben dem inhaltlichen Angebot auch die breite Information darüber ist.
Können Sie ein Beispiel nennen, wo Ihr Lehrstuhl und das Transferzentrum konkret zu einem friedlicheren Miteinander in Augsburg beigetragen haben?

Das Transferzentrum kann kein unmittelbarer Friedensstifter sein – aber es hilft dabei, Konflikte besser zu verstehen und konstruktiv mit ihnen umzugehen. Unser Ziel ist es, Menschen zu ermutigen, Konflikte nicht zu vermeiden, sondern sie als Chance für Veränderung zu begreifen. Ein Beispiel: Im Auftrag der Stadt haben wir einen Beteiligungsprozess zur Weiterentwicklung des Programms zum Friedensfest begleitet. Dabei konnten wir die Konfliktlinien sichtbar machen, die dann konstruktiv bearbeitet werden konnten.
Sie bieten mit dem Transferzentrum vielfältige Bildungs- und Qualifizierungsangebote an. Welche Zielgruppen erreichen Sie damit – und welche Formate haben sich besonders bewährt?

Wir erleben ein breites Interesse an Fragen der praktischen Konfliktbearbeitung, quer durch alle Altersgruppen und gesellschaftlichen Bereiche. Viele Menschen werden durch Konflikte verunsichert und würden sie deshalb gerne vermeiden. Unsere Workshops vermitteln ihnen Wissen und Werkzeuge, um mit Konflikten bewusster, mutiger und konstruktiver umzugehen. Besonders gefragt sind unsere Qualifizierungsangebote für pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen zur Stärkung ihrer Konfliktkompetenzen.

Diese Formate wollen wir künftig noch ausweiten – etwa auf andere Berufsfelder, in denen professionell mit gesellschaftspolitischen Konflikten umgegangen werden muss. Denkbar wären zum Beispiel auch Angebote für Journalistinnen und Journalisten, die mit ihrer Berichterstattung Einfluss auf gesellschaftliche Konfliktdynamiken nehmen.
Wie bringt sich das Transferzentrum darüber hinaus in das städtische Friedensengagement ein?

Zwei Beispiele möchte ich nennen, die es bereits seit vielen Jahren gibt: Die Peace Summer School, die jedes Jahr im Rahmen des Friedensfests angeboten wird, stand in diesem Jahr unter dem Thema „Intersektionalität“. Dabei ging es um die Überschneidung verschiedener Diskriminierungsformen – etwa aufgrund von Herkunft, Geschlecht oder sozialem Status – und darum, wie sich die damit verbundenen Konflikte sensibel und konstruktiv bearbeiten lassen.

Außerdem werden jedes Jahr die zentralen Ergebnisse des Friedensgutachtens der großen deutschen Friedensforschungsinstitute in Augsburg vorgestellt. Der aktuelle Bericht trägt den Titel „Frieden retten!“ und analysiert globale Konflikte – vom Krieg in der Ukraine, im Gazastreifen bis hin zum Krieg im Sudan. Zugleich formuliert das Gutachten konkrete Empfehlungen, wie Europa besser Verantwortung für den Frieden übernehmen kann.
Das Augsburger Friedensfest blickt auf eine lange Tradition zurück. Welche Bedeutung hat es heute – und was sind aus Ihrer Sicht die zentralen friedenspolitischen Aufgaben für die Zukunft?

Gerade in einer Zeit, in der globale Krisen und gesellschaftliche Spannungen zunehmen, kommt dem Friedensfest eine besondere Bedeutung zu. Es ist viel mehr als ein Feiertag – es ist Ausdruck einer besonderen Augsburger Friedens-Tradition, die sich nicht im Erinnern erschöpft. Diese Tradition wird beim Friedensfest immer wieder aktualisiert und ist heute mehr den je gefordert. Wir nennen das einen konstruktiven Konfliktbearbeitungs-Modus, was die Bedeutung des Friedensfests, aber auch des Transferzentrums Frieden zeigt.
Wo zeigte sich diese Tradition in diesem Jahr in besonderer Weise?

Der Deutschen Präventionstag fand in diesem Jahr in Augsburg unter der Themenstellung „Prävention und gesellschaftlicher Frieden“ statt. Auch das war Ausdruck dieser Tradition. Es ging um die Frage, was gesellschaftlichen Frieden stärken kann. Alle individuellen Bemühungen um konstruktive Konfliktbearbeitung strahlen positiv auf den gesellschaftlichen Frieden aus. Das lege ich in meiner Konzeptualisierung von „Gesellschaftlichem Frieden“ dar: Frieden ist ein Prozess, der im konstruktiven Umgang mit gesellschaftspolitischen Konflikten gestaltet wird. Auf diese Weise wird eine Gesellschaft vor der Eskalation ihrer Konflikte geschützt - und dazu trägt jede und jeder einzelne durch konstruktive Konfliktbearbeitung bei.

Zur Person

Christoph Weller ist Professor für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Augsburg. Seine Schwerpunkte sind unter anderem gesellschaftliche Konfliktbearbeitung, Friedensforschung, Gewaltprävention und politische Deutungskämpfe. Seit 2008 begleitet er das Augsburger Friedensfest wissenschaftlich und bringt friedenswissenschaftliche Expertise in die Stadtgesellschaft ein. Er ist Initiator des Transferzentrums Frieden Augsburg und Leiter des Bayerischen Zentrums für Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Augsburg. In seiner Forschung entwickelt er u.a. Konzepte für gesellschaftlichen Frieden, die auch in der politischen Praxis Anwendung finden.

Das Transferzentrum Frieden Augsburg

Das Transferzentrum ist eine Kooperation der Universität Augsburg mit der Stadt Augsburg. Es fördert den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, bietet Bildungsformate, begleitet kommunale Projekte und stärkt das friedliche Miteinander in der Stadt. Es wird unterstützt durch den Forschungsverbund „Bayerisches Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung“ und geleitet von Christoph Weller; Geschäftsführung: Christina Pauls; Netzwerkkoordination: Luisa Kneer; Koordination: Alexandra Nägele.

06.08.2025
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Konfliktkompetenzen in den Praxisfeldern der Friedensstadt Augsburg stärken

Das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) kooperiert mit dem Amt für Kindertagesbetreuung der Stadt Augsburg zur Stärkung der Konfliktkompetenzen bei pädagogischen Fachkräften

Im Rahmen der Kooperation des Transferzentrums Frieden mit dem Amt für Kindertagesbetreuung der Stadt Augsburg werden für die städtischen Kindertageseinrichtungen verschiedene Workshopmodule zur Stärkung von Konfliktkompetenzen angeboten. Die Workshops wurde im Transferzentrum Frieden gemeinsam mit Hildegard Schwering vom Institut für Mediation, Konfliktmanagement und Ausbildung (IMKA) entwickelt. Ziel ist es, Kommunikations-, Moderations- und Konfliktkompetenzen beim Personal von Kindertageseinrichtungen zu stärken, mit besonderem Schwerpunkt auf der Konfliktbearbeitung unter Erwachsenen.

Ausgangspunkt dieses Qualifizierungsangebots war eine Bedarfsanalyse im Frühjahr 2024, die das TFA mit dem Leitungsteam der Elterninitiative Kindernest e.V. durchführte. Daraus entstand eine viermodulige Workshopreihe für pädagogische Fachkräfte. Die Module reichen von Grundlagen der Kommunikation und Moderation bis hin zur Konfliktbearbeitung in interkulturellen Kontexten. Besonderes Augenmerk liegt auf der Methode der Konfliktmoderation, die sich insbesondere zur Bearbeitung von Gruppenkonflikten bewährt hat.

Im Oktober und November 2024 wurden bereits die ersten beiden Module im Rahmen eines Pilotprojektes erfolgreich erprobt. Die Teilnehmenden des Kinderneste e.V. reflektierten darin ihre persönlichen Konfliktverständnisse, übten konkrete Moderationsmethoden – etwa für konfliktbeladene Elternabende oder Konflikte im Team – und entwickelten neue Perspektiven für ihren beruflichen Alltag. Unterstützt wurden sie dabei durch begleitende Arbeitshefte des Transferzentrums mit interaktiven Reflexionsaufgaben und weiterführenden Materialien.

2025 wurde das Workshopangebot für die städtischen Kindertageseinrichtungen ausgeweitet und seit Juni 2025 umgesetzt. Das Transferzentrum Frieden leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Konfliktbearbeitungs-Kompetenzen in Augsburg und speziell zur Reflexion von Konfliktkompetenzen im pädagogischen Alltagsbetrieb.

05.08.2025
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Materialsammlung „frieden.elementar“ eröffnet vielfältige Zugänge zur Friedensbildung an Schulen

Der Materialschuber entstand aus einer langjährigen Kooperation der Geschäftsführerin des Transferzentrums Frieden Augsburg, Christina Pauls, mit dem Friedensbüro der Stadt Augsburg und der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Mit dem Erscheinen des Materialschubers „frieden.elementar“ steht bayerischen Schulen ab sofort eine umfassende und altersgerechte Sammlung zur Verfügung, um das Thema Frieden systematisch und methodisch fundiert im Unterricht zu behandeln. Entwickelt wurden die Inhalte der Materialsammlung in Zusammenarbeit mit Christina Pauls, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Lehrstuhls für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung und Geschäftsführerin des Transferzentrum Frieden Augsburg.

Der Materialschuber beinhaltet zwölf methodisch vielfältige Module, die zentrale Facetten von Frieden beleuchten – von Konflikt über Zugehörigkeit bis hin zu Gerechtigkeit – und richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Schularten. Ziel ist es, den Friedensbegriff aus individueller, gesellschaftlicher und internationaler Perspektive erfahrbar zu machen und zur kritischen Reflexion anzuregen. Die Module verbinden theoretische Grundlagen mit lebensweltlichen Bezügen und bieten damit einen innovativen Zugang zur politischen Bildung.

Allein das Modul „Frieden & Gewalt“, welches einen grundlegenden friedenstheoretischen Beitrag leistet und Bestandteil des Schubers sein sollte, wurde von der Redaktion der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit in der Endredaktion durch „Frieden & Sicherheit“ ersetzt, was Christina Pauls sehr bedauert. Dennoch lohnt sich der Einsatz des Materialschubers in der Friedensbildung an Schulen, wie auch in der außerschulischen Bildungsarbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen. Gerne können Sie das Modul „Frieden & Gewalt“ zusätzlich bei Christina Pauls per E-Mail anfragen.

Begleitend zum Materialschuber stehen im Onlinebereich der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit noch weitere ergänzende Arbeitsblätter, Präsentationen und Hintergrundinformationen zur Verfügung.

Der Materialschuber entstand im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen Christina Pauls, dem Friedensbüro der Stadt Augsburg und der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. Fachliche Impulse gingen unter anderem aus der gemeinsamen Lehrer*innenfortbildung „Frieden – was ist das überhaupt?“ (Juni 2021) hervor. Ab 2023 wurde kollaborativ an den konkreten Methoden gearbeitet, die im Februar 2024 in der Fortbildung „Können wir Frieden lernen?“ vorgestellt wurden.

Der Materialschuber steht auch Interessierten außerhalb Bayerns zur Verfügung und kann über folgenden Link gegen eine Schutzgebühr erworben werden: www.blz.bayern.de/materialschuber-friedenelementar

24.07.2025
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Frieden retten! Wie kann Europa am Ziel des Friedens festhalten? Thema des Friedensgutachtens 2025

Das "Friedensgutachten 2025" wird am Mittwoch, 2. Juli in der Friedensstadt Augsburg vorgestellt. Das Transferzentrum Frieden Augsburg lädt ein zu Vortrag und Diskussion mit Dr. Claudia Baumgart-Ochse, Redaktionsleiterin des „Friedensgutachtens“, um 17:30 Uhr im Augustanasaal, Annahof 4.

Das "Friedensgutachten 2025" wird am Mittwoch, 2. Juli in der Friedensstadt Augsburg vorgestellt. Das Transferzentrum Frieden Augsburg lädt ein zu Vortrag und Diskussion mit Dr. Claudia Baumgart-Ochse, Redaktionsleiterin des „Friedensgutachtens“, um 17:30 Uhr im Augustanasaal, Annahof 4. Moderation: Prof. Dr. Christoph Weller

Die vier großen deutschen Friedensforschungsinstitute legen seit 1987 in jedem Jahr ihr Friedensgutachten vor. Mit seinen konkreten Handlungsempfehlungen ist es ein zentrales Medium für den Dialog zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. In diesem Jahr trägt das Friedensgutachten den Titel „Frieden retten!“, denn der Frieden ist auf dem Rückzug: Russlands Krieg in der Ukraine destabilisiert Europa, der Krieg in Gaza stürzt den Nahen Osten in Leid und Gewalt, und im Sudan hat der Konflikt die größte humanitäre Katastrophe der Welt ausgelöst. Zugleich fällt der globale Stabilitätsanker USA aus. Präsident Donald Trump baut das Land nicht nur zu einer Autokratie um, er setzt auch in der Außenpolitik auf das Recht des Stärkeren statt auf Regeln und Kooperation. Das Friedensgutachten 2025 zeigt, warum Europa selbst für seine Sicherheit und Verteidigung sorgen und zugleich am Ziel des Friedens festhalten muss.

Die Redaktionsleiterin des „Friedensgutachtens“, Dr. Claudia Baumgart-Ochse, wird die zentralen Ergebnisse der diesjährigen Ausgabe vorstellen, Prof. Christoph Weller moderiert die sich anschließende Diskussion. Veranstaltet wird die Friedensgutachten-Vorstellung vom Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) gemeinsam mit dem Friedensbüro der Stadt Augsburg in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof und dem Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg.

Dr. Claudia Baumgart-Ochse ist Programmbereichsleiterin am Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF) in Frankfurt. Sie forscht zum israelisch-palästinensischen Konflikt und zur Rolle von Religion in Konflikten.

Prof. Dr. Christoph Weller leitet den Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg und das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA).

20.06.2025
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Transferzentrum Frieden Augsburg beim 30. Deutschen Präventionstag am 23./24. Juni in Augsburg

„Prävention und Gesellschaftlicher Frieden“ ist das Thema des diesjährigen Präventionstags, der im Messezentrum der Friedensstadt Augsburg stattfindet. Der Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung und das Transferzentrum sind u.a. mit einem Stand und einem Vortrag zu „Gesellschaftlichem Frieden“ beteiligt.

„Prävention und Gesellschaftlicher Frieden“ ist das Thema des diesjährigen Präventionstags, der im Messezentrum der Friedensstadt Augsburg stattfindet. Das Jubiläum „30 Jahre Deutscher Präventionstag“ steht unter dem Motto „Prävention & gesellschaftlicher Frieden“ und passt damit hervorragend zum 375-jährigen Friedensfest der Stadt Augsburg. Das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) und der Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg sind nicht nur mit einem Messe-Stand, sondern auch bei verschiedenen Panels und mit einem Vortrag von Prof. Christoph Weller zu „Gesellschaftlichem Frieden“ beteiligt.

Mit dem Eröffnungsplenum um 11:00 Uhr startet der 30. Deutsche Präventionstag am Montag, 23. Juni in sein umfangreiches Programm. Um 15:00 Uhr findet der Vortrag „Gesellschaftlicher Frieden: Ein konflikttheoretisches Konzept“ von Prof. Dr. Christoph Weller statt. Am Dienstag, 24. Juni, ist der kostenfreie Publikumstag, der allen Interessierten Zugang zur Kongressausstellung und zum Augsburg Forum ermöglicht.

Im Augsburg Forum am Dienstag von 9:00 bis 14:00 Uhr werden auf einer eigenen Bühne Augsburger Leuchtturmprojekte aus den Bereichen Frieden, Nachhaltigkeit, Sport, Demokratie, Kultur und Nachtleben präsentiert, unter anderem das Projekt „Konfliktkompetenzen stärken - Fortbildungsangebote für pädagogische Fachkräfte“ mit Christina Pauls.

Die angrenzende Augsburg Lounge lädt zum Austausch und zur Vernetzung ein.

17.06.2025
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Friedens- und Konfliktforscher Christoph Weller beim Podcast Augsburg direkt im Gespräch mit Eva Weber

Die Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber spricht aus Anlass des Friedensfestprogramms „375 Jahre Friedensfest“ mit Professor Christoph Weller über das Transferzentrum Frieden Augsburg, die Erwartungen der Friedensstadt an die Friedens- und Konfliktforschung und die Chancen von Konflikten und ihrer konstruktiven Bearbeitung.

Die Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber spricht im Podcast „Augsburg direkt“ aus Anlass des Friedensfestprogramms „375 Jahre Friedensfest“ mit Professor Christoph Weller über das Transferzentrum Frieden Augsburg, die Erwartungen der Friedensstadt an die Friedens- und Konfliktforschung und die Chancen von Konflikten und ihrer konstruktiven Bearbeitung.

Frieden als Teil der Stadtkultur fördern - dazu trägt auch der Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg bei, weshalb in der aktuellen Episode des Podcasts „Augsburg direkt“ der Frieden im Mittelpunkt des Austauschs zwischen Oberbürgermeisterin Eva Weber und Prof. Dr. Christoph Weller steht:

Was bedeutet es eigentlich, Friedensstadt zu sein - über feierliche Anlässe hinaus? Wie lässt sich Frieden im Alltag leben, erforschen und in die Praxis übersetzen? Warum ist das gerade in Augsburg so spannend? Wie hat sich unser Verständnis von Frieden verändert? Und was macht das neue Transferzentrum Frieden Augsburg?

Im Gespräch zwischen Weber und Weller geht es um das Potenzial konstruktiver Konfliktbearbeitung und darum, wo sie in einer Stadtgesellschaft gefragt ist. Wie wissenschaftliche Erkenntnisse und praktisches Handeln ineinandergreifen, um Frieden als Teil einer vielfältigen Stadtkultur zu fördern. Und wie das Transferzentrum Frieden die Universität und die Stadt in der Friedensstadt Augsburg verbindet.

13.06.2025
Bild zu Lehrstuhl und Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) mit vier Angeboten beim "Aktionstag Prävention“

Lehrstuhl und Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) mit vier Angeboten beim "Aktionstag Prävention“

Unser Angebot beim Aktionstag am Samstag, 21.6., 10-18 Uhr: Ein Infostand, ein Vortrag zum „Gesellschaftlichen Frieden“ und die zwei Workshops „Frieden hinter Fragen - Ein Blick auf Frieden & Krieg in der Welt“ sowie „Zusammenleben in der Stadt: Lasst uns über wirksame Konfliktbearbeitung nachdenken!“

Für die Augsburger Stadtgesellschaft findet unmittelbar vor dem zweitägigen "Deutschen Präventionstag" (DPT), der in diesem Jahr zum Thema "Präventon und gesellschaftlicher Frieden" in der Friedensstadt Augsburg stattfindet, der "Aktionstag Prävention" mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen statt. Die Stadt Augsburg präsentiert am Samstag, 21. Juni von 10 - 18 Uhr an verschiedenen Orden der Innenstadt mahr als 60 Mitmachaktionen, Vortäge und Workshops. Eröffnet wird der Aktionstag durch Oberbürgermeisterin Eva Weber um 10:30 Uhr auf der Piazza im Annahof. Die Angebote des Lehrstuhls für Politikwissenschaft Friedens- und Konfliktforschung sowie des Transferzentrums Frieden Augsburg (TFA) sind:

Ab 10:00 Uhr bieten wir auf dem "Platz der Demokratie" im Annahof einen Infostand zur Friedens- und Konfliktforschung in der Friedensstadt an.

Der Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg präsentiert seine aktuellen Projekte im Themenfeld „Prävention und gesellschaftlicher Frieden“: Dazu gehören die Partizipative Konfliktforschung zu den Wirkungen kommunaler Konfliktberatung, das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) sowie die Forschungen im Bayerischen Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung (BZeFK).

Um 13:45 Uhr bieten wir im Hollbau (2. OG) den Workshop „Zusammenleben in der Stadt: Lasst uns über wirksame Konfliktbearbeitung nachdenken!“ an.

Angeregt durch Einblicke in die aktuelle Forschung und Praxis kommunaler Konfliktberatung möchten wir mit Ihnen über Konflikte rund ums Zusammenleben ins Gespräch kommen: Wie gehen wir mit Konflikten direkt vor unserer Haustür um und woran merkt man eigentlich, dass man dabei erfolgreich ist? Ein interaktiver Workshop zur gemeinsamen Reflexion verschiedener Formen der Konfliktbearbeitung.

Um 15:15 Uhr bieten wir im Hollbau (EG) den Workshop „Frieden hinter Fragen - Ein Blick auf Frieden & Krieg in der Welt“ an.

Was ist Frieden? Wie sieht er aus? Wo gibt es Krieg auf der Welt? Was hat das mit uns zu tun? In dem interaktiv gestalteten Workshop setzen wir uns mit einem engen Friedensbegriff auseinander und betrachten kriegerische Auseinandersetzungen in der Welt anhand des sogenannten, aus dem Globalen Lernen bekannte „Weltverteidigungsspiels“. Dabei wird der Blick vor allem auf die globale Ebene geworfen und ein Überblick über verschiedene, als „Krieg“ definierte Kontexte verschafft. Was ist der "Global Peace Index“ und welche Handlungsideen lassen sich entwickeln für weiteres Engagement in diesem Bereich?

Um 16:45 Uhr beginnt im Augustanasaal der Kurzvortrag „Gesellschaftlicher Frieden: Wissenschaftliche Hinführung zum Thema des Deutschen Präventionstages 2025“ von Prof. Dr. Christoph Weller

„Prävention und gesellschaftlicher Frieden“ ist das Rahmenthema des 30. Deutschen Präventionstags 2025 in Augsburg. Der Kurzvortrag erläutert den Begriff „Gesellschaftlicher Frieden“ aus der Perspektive der Friedens- und Konfliktforschung und liefert Anregungen für eine sich anschließende Diskussion.

06.06.2025
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Rückblick: „Menschenfeindlichkeit begegnen!“ – Workshopreihe erfolgreich abgeschlossen

Angesichts der zunehmenden menschenfeindlichen Tendenzen in Politik, Medien und gesellschaftlichem Zusammenleben, führte das Transferzentrum Frieden Augsburg eine Veranstaltungsreihe zur Sensibilisierung für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in der Stadt Augsburg durch.

Das Konzept der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) beschreibt abwertende und ausgrenzende Einstellungen und Handlungen gegenüber Menschen aufgrund ihrer realen oder zugeschriebenen Gruppenzugehörigkeit. Diese Einstellungen und Haltungen basieren auf einer Ideologie der Ungleichwertigkeit, also der Zuschreibung einer unterschiedlichen Wertigkeit von Menschengruppen. Wenn Ungleichwertigkeit erst einmal etabliert ist, kommt es dazu, dass die Abwertung einer Gruppe oft mit der Abwertung anderer Gruppen einhergeht.
Gemeinsam mit einer Reihe an Kooperationspartnerinnen, dem Büro für gesellschaftliche Integration der Stadt Augsburg, der Zentralen Antidiskriminierungsstelle der Stadt Augsburg, der Gleichstellungsstelle der Stadt Augsburg, der Technischen Hochschule Augsburg (Studiengang Soziale Arbeit) und der Petra-Kelly-Stiftung, konnte diese Veranstaltungsreihe im Frühjahr 2025 erfolgreich umgesetzt werden.
Den Auftakt bildete ein umfangreicher und inhaltlich anregender Vortrag von Prof. Dr. Andreas Zick (Universität Bielefeld, Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung), der einen fundierten Einblick in das Konzept der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit und die empirischen Daten der sogenannte „ Mitte-Studie“ bot.
Im Vortrag von Prof. Zick wurde deutlich, dass rechtsextreme Tendenzen und damit einhergehende Menschenfeindlichkeit in der Mitte der Gesellschaft zunehmen – damit stellte er die Dringlichkeit der Beschäftigung mit und Sensibilisierung für die verschiedenen Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit dar.
In den darauffolgenden Wochen wurden von kompetenten und hoch engagierten Referent
innen sieben handlungsorientierte Workshops zu verschiedenen Dimensionen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit angeboten. Diese standen allen Augsburgerinnen offen und wurden entsprechend gut besucht. Obwohl nicht alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in der Workshopreihe abgedeckt werden konnten, thematisierten die Workshops Klassismus und Wohnungslosigkeit, antischwarzen Rassismus, Antisemitismus, Hetero-Sexismus, antimuslimischen Rassismus, Antiziganismus, sowie Verschränkungen von Rassismus, Klasse und Gender. In den interaktiven Workshops wurde – je nach Schwerpunkt – thematisiert, auf welchen Ebenen Diskriminierung stattfindet, welche historischen und gegenwärtigen Entwicklungen dahinterstehen, wie menschenfeindliche Haltungen erkannt werden können und welche Anlaufstellen es in Augsburg und darüber hinaus gibt.
Die positive Resonanz der Teilnehmenden zu den Workshops, die gelungene Zusammenarbeit mit den Kooperationspartner
innen und Referent*innen der Workshops und das große Interesse an diesen Angeboten des Transferzentrums Frieden Augsburg bestärken uns darin, weitere Angebote in diesem Themenfeld in unser Programm aufzunehmen. Dazu gehört auch die Peace Summer School 25 „ Mind the Gap: Intersektionalität erleben, Gesellschaft gestalten“ am 19. - 21. Juni 2025 in Augsburg.

23.05.2025
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Peace Summer School 2025: MIND THE GAPS! Intersektionalität erleben, Gesellschaft gestalten

Ab sofort ist die Anmeldung zur Peace Summer School 2025 eröffnet! Vom 19. bis 21. Juni 2025 laden der ASKA – Alumni und Studierende der Konfliktforschung Augsburg e.V. und das Transferzentrum Frieden Augsburg zum neunten Mal zur dreitägigen Summer School nach Augsburg ein – diesmal unter dem Titel: MIND THE GAPS! Intersektionalität erleben, Gesellschaft gestalten.

MIND THE GAPS! Diesen Impuls nimmt die Peace Summer School 2025 zum Anlass, um gesellschaftliche Ungleichheiten und ihre Zusammenhänge zu erkunden. Teilnehmende erfahren, wie verschiedene Formen von Diskriminierung zusammenwirken und wie intersektionale Perspektiven helfen können, gesellschaftliche Konflikte besser zu verstehen. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Lernen: voneinander, miteinander und mit Blick auf eine Zukunft, in der die Verschiedenheit der Menschen als Stärke gedacht wird.

Das Programm beinhaltet Workshops, die Grundlagen intersektionalen Denkens mit konkreten gesellschaftlichen Herausforderungen verknüpfen: Georg Blokus (School of Political Hope) erkundet die Zusammenhänge von Arbeit, Klasse und Migration, Jermaine Irebor (Universität Erlangen-Nürnberg) lädt zum queeren Pilgern über Religion und Identität ein und Claire Rumny und Constanze Ziegler zeigen, wie kritische Soziale Arbeit und Community Organizing gesellschaftlichen Wandel ermöglichen.

Am Samstagabend findet unter dem Titel RECLAIM THE NIGHT! eine öffentliche Abendveranstaltung mit anschließender Clubnacht im Beim Weissen Lamm (Ludwigstraße 23, Augsburg) statt. Eine Diskussionsrunde beleuchtet Clubs als Räume politischer Selbstermächtigung – danach wird getanzt, gefeiert und das Erlebte in Bewegung übersetzt.

Die Peace Summer School 2025 findet im Rahmen des 375-jährigen Jubiläums FRIEDEN RISKIEREN! des Augsburger Hohen Friedensfests statt.

Die Peace Summer School 2025 findet in Kooperation mit dem Friedensbüro der Stadt Augsburg, der Petra-Kelly-Stiftung, der argon{lounge}, der Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg, dem Integrationsbeirat der Stadt Augsburg, Arbeit und Leben in Bayern, dem Evangelischen Forum Annahof und der Queersensiblen Pastoral des Bistums Augsburg statt. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Bürgerstiftung Augsburg. Gesponsert wird sie vom Rewe Team Reincke Augsburg.

21.05.2025
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„Ist Frieden kolonial?“ – Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Frieden riskieren?“

Der Vortrag „Ist Frieden kolonial? Erinnerungspolitik und Frieden in dekolonialer Perspektive“ findet am Mittwoch, 14.05.2025 um 17:30 Uhr im Augustanasaal statt und ist für alle Interessierten zugänglich.

Die Titelfrage „Ist Frieden kolonial?“ lädt dazu ein, unsere gängigen Vorstellungen von Frieden kritisch zu hinterfragen: Basiert ‚unser‘ Friedensverständnis im globalen Norden möglicherweise auf dem historisch gewachsenen Machtgefälle zum Globalen Süden, und damit auf den Langzeitwirkungen von Kolonialismus? Entsprechend greift der Vortrag die lauter werdende Kritik aus post- und dekolonialen Theoriezugängen auf: Diese kritisieren etwa, dass Frieden häufig als Zustand oder Prozess verstanden wird, der bestehende – teils kolonial begründete – Ungleichheiten ausblendet oder gar absichert. Anhand des Beispiels von Erinnerungspolitik wird dargelegt, wie koloniale Logiken bis heute in der Friedensarbeit fortwirken, etwa indem koloniale Verbrechen in der kollektiven Erinnerung ausgeblendet werden. So lädt der Vortrag zu Erkundungen der Zusammenhänge von Frieden und Kolonialismus ein und möchte zur kritischen Auseinandersetzung mit gängigen Vorstellungen von Frieden anregen.

Referentin ist Christina Pauls, M.A., Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg.

12.05.2025
Bild zu Ringvorlesung „Frieden riskieren?“ startet am Mittwoch, 7.5. um 17:30 Uhr mit Eröffnungsvortrag von Prof. Weller

Ringvorlesung „Frieden riskieren?“ startet am Mittwoch, 7.5. um 17:30 Uhr mit Eröffnungsvortrag von Prof. Weller

Mit einem Vortrag zu den Perspektiven der Friedens- und Konfliktforschung auf das Thema „Frieden risikieren?“ beginnt die Ringvorlesung des Lehrstuhls für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung als Beitrag zum diesjährigen Friedensfestprogramm „375 Jahre Friedensfest“ in der Stadtbücherei (S-Forum, Ernst-Reuter-Platz 1)

Die weiteren Termine der Ringvorlesung (zumeist im Augustana-Saal, Im Annahof 4):

14.05.2025, Augustanasaal

Ist Frieden kolonial? Erinnerungspolitik und Frieden in dekolonialer Perspektive

Christina Pauls, M.A., Universität Augsburg

11.06.2025, Augustanasaal

Frieden schaffen ohne Kompromisse? Zur Ehrenrettung einer Technik der Konfliktregelung mit schlechtem Ruf

Prof. Dr. Ulrich Willems, Universität Münster

18.06.2025, Augustanasaal

Friedensschutz durch Strafrecht? Eine juristische Perspektive

Prof. Dr. Johannes Kaspar, Universität Augsburg

25.06.2025, Kresslesmühle

Erinnerung, Politik und Macht nach dem Völkermord in Ruanda

Prof. Dr. Timothy Williams, Universität der Bundeswehr München

02.07.2025, Augustanasaal

Vorstellung des „Friedensgutachtens 2025“

Dr. Claudia Baumgart-Ochse, Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF), Frankfurt a.M.

09.07.2025, Augustanasaal

Hat der „gerechte Frieden“ ausgedient? Aktuelle Kontroversen protestantischer Friedensethik
Prof. Dr. Bernd Oberdorfer, Universität Augsburg

07.05.2025
Bild zu „Menschenfeindlichkeit begegnen!“ – Handlungsorientierte Workshopreihe im Rahmen der Wochen gegen Rassismus

„Menschenfeindlichkeit begegnen!“ – Handlungsorientierte Workshopreihe im Rahmen der Wochen gegen Rassismus

Das Transferzentrum Frieden bietet eine handlungsorientierte Workshopreihe zu ausgewählten Dimensionen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit an.

In Deutschland nehmen Vorurteile und Diskriminierung gegenüber gesellschaftlich marginalisierten Gruppen alarmierend zu, während rechte Parteien zunehmend Unterstützung gewinnen und demokratische Werte gefährden.

Das Konzept der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) beschreibt abwertende und ausgrenzende Einstellungen gegenüber Menschen, die aufgrund ihrer realen oder zugeschriebenen Gruppenzugehörigkeit diskriminiert werden. Diese Vorurteile basieren auf einer Ideologie der Ungleichwertigkeit, wodurch die Abwertung einer Gruppe oft mit der Abwertung anderer einhergeht. In Deutschland zeigt sich GMF besonders in Ausprägung wie Rassismus, Antisemitismus, Hetero-/Sexismus, Muslimfeindlichkeit, Klassismus und Antiziganismus.

Um für dieses Thema zu sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten gegen diskriminierende Einstellungen aufzuzeigen, bietet das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) gemeinsam mit dem Büro für gesellschaftliche Integration der Stadt Augsburg,der Zentralen Antidiskriminierungsstelle der Stadt Augsburg, der Gleichstellungsstelle der Stadt Augsburg, der Technischen Hochschule Augsburg ( Studiengang Soziale Arbeit) und der Petra-Kelly-Stiftung die Workshop-Reihe „Menschenfeindlichkeit begegnen!“ an. Sie bietet durch einen rahmenden Einführungsvortrag von Prof. Dr. Andreas Zick einen fundierten Einblick in das Konzept. Außerdem stellt die Zentrale Antidiskriminierungsstelle sich, ihre Arbeit und den Aktionsplan gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit der Stadt Augsburg vor, der dieses Jahr ausgearbeitet wird. Anschließend werden in sieben Workshops zu ausgewählten Ausprägungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit praktische Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt.

📅 12.03.2025 bis 30.04.2025

📍 verschiedene Orte in Augsburg (z.B. S-Forum, Hollbau im Annahof)

🔗 Teilnahme an einzelnen Workshops oder der gesamten Reihe möglich

🎟️ Plätze sind begrenzt – jetzt anmelden und dabei sein! https://eveeno.com/Menschenfeindlichkeit

📅 Mittwoch 12.03.2025

18:00 -19:30 Uhr

📍Ort: S-Forum Stadtbibliothek Augsburg

Öffentlicher Vortrag: Das Konzept „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“

Der Vortrag führt in die Workshopreihe „Menschenfeindlichkeit begegnen!“ ein und stellt den theoretischen und konzeptionellen Rahmen des Konzepts der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit am Beispiel der Daten der jüngsten Mitte-Studie vor.

Kurzbio: Prof. Dr. Andreas Zick ist Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld und Mitherausgeber der sogenannten ‚Mitte-Studie‘.

📅 Mittwoch 19.03.2025

17:00 – 20:00 Uhr

📍Ort: Urbanus-Rhegius und Anna-Weißbrücker-Raum im Hollbau (Annahof)

Klassismus und Wohnungslosigkeit - Zahlen, Fakten und Erfahrungsberichte betroffener Personen in Augsburg
(Fabian de Hesselle, Maria Panzer)

Der Workshop gibt einen Einblick in die Lebenswelt von betroffenen Personen. Auf Basis aktueller wissenschaftlicher Literatur werden eigene Forschungsergebnisse aus der Befragung von Menschen in Wohnungsnotfallsituationen präsentiert. Abschließend werden Implikationen und Handlungsvorschläge für Praktiker*innen diskutiert.

Kurzbios: Maria Panzer. Soziale Arbeit B.A., tätig in: Fachberatung Wohnungsnotfallhilfe, Anleiterin Arbeitsgelegenheitsmaßnahme

Fabian de Hesselle, Erziehungswissenschaft B.A., tätig in: Projektleitung Clearingstelle im Übergangswohnheim f. obdachlose Männer, Bereichsleitung Straffälligenhilfe & Männerarbeit, Täter*innenarbeit häusliche Gewalt

📅 Mittwoch 26.03.2025

17:00 - 20:00

📍Ort: Urbanus-Rhegius und Anna- Weißbrücker-Raum im Hollbau (Annahof)

Antischwarzer Rassismus
(Hamado Dipama)

Der Workshop sensibilisiert für die historischen und strukturellen Dimensionen von Rassismus und zeigt seine Auswirkungen auf Schwarze Menschen in Deutschland auf. Durch interaktive Methoden und Reflexion fördert er ein kritisches Verständnis und erarbeitet Strategien für solidarisches Handeln und Antirassismusarbeit.

Kurzbio: Hamado ist Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats und engagiert sich politisch für die Rechte von Geflüchteten, Migrant*innen und insbesondere Schwarzen Menschen in Deutschland. Er ist Gründer des ArbeitskreisPanafrikanismus München e.V., war langjährig im Vorstand der AGABY tätig und ist dessen Referent für Antidiskriminierungs- und Antirassismusarbeit im Projekt weact-Bayern.

📅 Donnerstag 03.04.2025

17:00 - 20:00

📍Ort:Hieronymus-Wolf-Raum im Hollbau (Annahof)

Antisemitismus erkennen und engagiert handeln bei antisemitischen Vorfällen

(Helen Sophia Müller)

Im Workshop werden unterschiedliche Formen von Antisemitismus thematisiert, darunter historische und aktuelle Formen von Antisemitismus. Zudem werdenGemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Antisemitismus und Rassismusbetrachtet. Anhand von Fallbeispielen wird die aktuelle Relevanz des Themas Antisemitismus deutlich und die Auswirkungen auf Betroffene sichtbar. Gemeinsam werden Handlungsoptionen erarbeitet, wie in diskriminierenden Situationen interveniert werden kann.

Kurzbio: Helen Sophia Müller ist politische Bildnerin mit einem Schwerpunkt auf der Verknüpfung antisemitismus- und rassismuskritischer Bildungsansätze. Sie arbeitet seit vielen Jahren in unterschiedlichen Projekten zu Antisemitismus und Rassismus. Zuvor studierte sie Politikwissenschaften in Mannheim, Istanbul und Berlin.

📅 Mittwoch 09.04.2025

17:00 - 20:00

📍Ort: Urbanus-Rhegius und Anna-Weißbrücker-Raum im Hollbau (Annahof)

Hetero-sexismus – verstehen, sehen, handeln (Lara Helena Kosch, Vorständin Queer Augsburg e.V.)

In diesem Workshop werden Teilnehmende mit Formen und Dimensionen von Diskriminierung gegenüber queeren Menschen vertraut gemacht. Bei interaktiven Übungen, Reflexion und Input lernen wir konkrete Handlungsmöglichkeiten und Maßnahmen zur Bekämpfung von Queerfeinlichkeit kennen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Lebenswelt vieler queerer Menschen zu entwickeln und ein respektvolles, inklusives Handeln zu fördern.

Kurzbio: Lara Helena kommt aus dem background des queerfeministischen Aktivismus und arbeitet aktuell in der sozialen Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Als Vorständin von QueerAugsburg e.V. setzt sie sich mit community-naher politischer Arbeit, für die Bedarfe queerer Menschen ein. Sie spezialisiert sich im Bereich gendergerechter und queersensibler Pädagogik, für eine vielfaltsfördernde Praxis sozialer Arbeit.

📅 Mittwoch 16.04.2025

17:00 - 20:00

📍Ort: Urbanus-Rhegius und Anna-Weißbrücker-Raum im Hollbau (Annahof)

Antimuslimischen Rassismus erkennen und bekämpfen (Maiyra Chaudhry und Bianca Wagner)

In diesem interaktiven Workshop setzen wir uns intensiv mit antimuslimischem Rassismus und Islamfeindlichkeit auseinander. Antimuslimischer Rassismus und Muslimfeindlichkeit finden sich nicht nur in rechtsaffinen Parteien, sondern auch in der Mitte der Gesellschaft. Muslimfeindliche Einstellungen haben zugenommen, und Menschen, die als Muslim*innen wahrgenommen werden, sehen sich zunehmend Vorurteilen und Diskriminierung ausgesetzt.

Kurzbios: Maiyra Chaudhry hat Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Augsburg studiert. Sie arbeitet als Autorin, freie Journalistin und engagiert sich ehrenamtlich im Bereich antimuslimischen Rassismus.

Bianca Wagner hat einen Master in Interdisziplinären Europastudien, ist Mitarbeiterin des Büros für gesellschaftliche Integration und ausgebildete Diversity Trainerin.

📅 Mittwoch 23.04.2025

17:00 - 20:00

📍Ort: Urbanus-Rhegius und Anna-Weißbrücker-Raum im Hollbau (Annahof)

Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus (Marcella Reinhardt und Thomas Höhne)

In dem Workshop geht es nach einer historischen Einführung darum, die Lebensrealitäten von Sinti und Roma in Deutschland sichtbar zu machen. In der vertieften Auseinandersetzung mit den Grundstrukturen des Antiziganismus soll auch dessen Verschränkung mit anderen Ideologien betrachtet werden. Die Vorstellung der Antidiskriminierungsberatung sowie der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) Bayern schließen den Workshop ab.

Kurzbios: Marcella Reinhardt ist Vorsitzende des Regionalverbands Deutscher Sinti und Roma Schwaben. Sie arbeitet bei der Antidiskriminierungsstelle des bayerischen Landesverbands Deutscher Sinti und Roma und ist dessen stellvertretende Landesvorsitzende.

Thomas Höhne (M.A. Pädagogik/ Soziologie) ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Landesverbandes.

📅 Mittwoch 30.04.2025

17:00 - 20:00
📍Ort: Urbanus-Rhegius und Anna-Weißbrücker-Raum im Hollbau (Annahof)

Rassismus und Klasse (Betiel Berhe)

In diesem Workshop erfahren die Teilnehmenden, wie Rassismus und Klassengesellschaft zusammenwirken.

Kurzbio: Betiel Berhe, Ökonomin, Autorin und Aktivistin. Sie hält Vorträge, gibt Workshops und berät zu Social Justice Themen wie Klasse, Gender, Rassismus, Migration und Bildung. Ihr Buch "Nie mehr leise – die neue migrantische Mittelschicht“ wurde 2023 veröffentlicht und beschreibt den Zusammenhang von „Race und Class“ - im deutschen Kontext.

19.03.2025
Bild zu Das Konzept "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" - Einführungsvortrag zur Workshopreihe "Menschenfeindlichkeit begegnen!"

Das Konzept "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" - Einführungsvortrag zur Workshopreihe "Menschenfeindlichkeit begegnen!"

Prof. Dr. Andreas Zick, Direktor des Bielefelder Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung und Koautor der regelmäßig erscheinenden „Mitte-Studien“ referiert am 12. März (18 Uhr) über die Verbreitung und Hintergründe rechtsextremer, menschenfeindlicher und antidemokratischer Einstellungen in Deutschland

In Deutschland nehmen Vorurteile und extreme Einstellungen gegenüber Minderheiten alarmierend zu, begleitet von Wahlerfolgen rechter Parteien, die demokratische Werte bedrohen. Zum Verständnis solcher Einstellungen wurde das Konzept der "Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit" entwickelt, das auch den empirischen Untersuchungen der sog. Mitte-Studien zugrunde liegt. Mit „Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ sind abwertende und ausgrenzende Einstellungen gemeint, die gegenüber Menschen vorhanden sind, die nicht zur eigenen Gruppe gehören und die allein aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit bewertet werden. Dabei wird die jeweilige Gruppenzugehörigkeit von Außen zugewiesen. Diese Vorurteile besitzen als gemeinsamen Kern eine Ideologie der Ungleichwertigkeit, weshalb die Abwertung einer Gruppe zumeinst mit der Abwertung auch anderer Gruppen einhergeht. In Deutschland stark ausgeprägte Elemente von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sind Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Muslimfeindlichkeit, Klassismus, Antiziganismus.

Um für dieses Thema zu sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten gegen diskriminierende Einstellungen aufzuzeigen, bietet das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) gemeinsam mit Kooperationspartner*innen die Workshop-Reihe "Menschenfeindlichkeit begegnen!” an. Sie gibt einen fundierten Einblick in das Konzept und zeigt in sieben Workshops zu ausgewählten Ausprägungen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit praktische Handlungsmöglichkeiten auf.

Im Einführungsvortrag am Mittwoch, den 12.03.2025 um 18:00 Uhr im S-Forum (Stadtbibliothek) wird Prof. Dr. Andreas Zick den theoretischen und konzeptionellen Rahmen des Konzepts der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit am Beispiel der Daten der jüngsten Mitte-Studie vorstellen. Im Anschluss finden in einem wöchentlichen Rhythmus (ab 19.3., jeweils 17-20 Uhr) interaktive und praxisorientierte Workshops statt, in denen jeweils in eine besonders ausgeprägte Dimensionen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit hinein-gezoomt wird, darunter Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Muslimfeindlichkeit, Klassismus, Antiziganismus sowie intersektionale Verschränkungen.

Veranstaltende:
Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) in Kooperation mit dem Büro für gesellschaftliche Integration der Stadt Augsburg, der Zentralen Antidiskriminierungsstelle der Stadt Augsburg, der Gleichstellungsstelle der Stadt Augsburg, der Technischen Hochschule Augsburg (Studiengang Soziale Arbeit) sowie der Petra-Kelly-Stiftung

12.03.2025
Bild zu Vernetzungstreffen für Praktiker*innen mediativer Verfahren am 22.1. in Augsburg

Vernetzungstreffen für Praktiker*innen mediativer Verfahren am 22.1. in Augsburg

Das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) lädt für Mittwoch, 22. Januar, 17-20 Uhr zu einer Informations- und Vernetzungsveranstaltung mit interaktiven Workshop unter dem Titel „Konflikte überall? Mediative und konstruktive Verfahren in der kommunalen Konfliktbearbeitung“ ein.

Mit seiner ersten Veranstaltung im neuen Jahr rückt das Transferzentrum Frieden Augsburg die Vernetzungsarbeit noch stärker in den Fokus und möchte an die vorhandene Expertise der Konfliktbearbeitung in der Friedensstadt Augsburg anknüpfen. Hierzu laden wir für 22. Januar zu unserer Veranstaltung „Konflikte überall? Mediative und konstruktive Verfahren in der kommunalen Konfliktbearbeitung“ ein.

Sie findet am Mittwoch, 22.01.2025 von 17:00 bis etwa 20:00 Uhr im Hollbau des Annahofes statt:

Konflikte gehören zum Alltag – auch in Ihrem Tätigkeitsfeld?

Wie gehen Sie mit Konflikten um? Welche Ansätze und Methoden nutzen Sie beruflich, um Konflikte zu bearbeiten? Wo stoßen Sie auf Herausforderungen? Und wie könnte Sie der Austausch mit anderen Berufsgruppen, die ebenfalls regelmäßig Konflikte bearbeiten, weiterbringen?

Wenn Sie sich von diesen Fragen angesprochen fühlen, laden wir Sie zu unserer Informations- und Vernetzungsveranstaltung am 22.01.2025 ein. Das Transferzentrum Frieden Augsburg möchte darin die vielfältigen Anwendungsfelder von Konfliktbearbeitung im kommunalen Raum sichten und vernetzen. Im Fokus stehen Fragen wie:

  • Welche unterschiedlichen Verfahren und Ansätze zur Konfliktbearbeitung werden bereits in der Friedensstadt Augsburg genutzt?
  • Wo finden sie Anwendung – ob in der Nachbarschaft, Zivilgesellschaft, städtischen Einrichtungen, Beratung, Pädagogik oder anderen Bereichen?
  • Welche Herausforderungen und Chancen ergeben sich dabei?
  • Welche Beiträge kann die Friedens- und Konfliktforschung dazu leisten?

Es erwartet Sie ein abwechslungsreiches Programm: Zunächst geben vier erfahrene Praktiker*innen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern in kurzen Impulsen Einblicke in ihre Zugänge und Erfahrungen in der Konfliktbearbeitung: Carmen Buschinger (Antidiskriminierungsstelle Augsburg), Brigitte Hörster (IMKA), Frank Pintsch (Ordnungsreferent der Stadt Augsburg) und Günter Schießl (Seniors in School). Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, sich in offenen Kleingruppen mit den Teilnehmenden auszutauschen, eigene Fragen und Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. Der Abend endet entspannt mit Häppchen, Getränken und informellen Gesprächen in lockerer Atmosphäre für die weitere Augsburger Vernetzung in diesem Aufgabenfeld.

Die Veranstaltung ist für alle Teilnehmenden kostenfrei. Für die Planung bitten wir um eine Anmeldung über folgenden Link: https://eveeno.com/Konflikte_ueberall
Wir freuen uns darauf, Sie und Ihre Arbeit kennenzulernen und gemeinsam neue Möglichkeiten der Vernetzung und Synergiebildung in der Konfliktbearbeitung in Augsburg zu entwickeln!

22.01.2025
Bild zu Konflikte überall? Mediative und konstruktive Verfahren in der kommunalen Konfliktberatung

Konflikte überall? Mediative und konstruktive Verfahren in der kommunalen Konfliktberatung

Das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) lädt für Mittwoch, 22. Januar, 17-20 Uhr zu einer Informations- und Vernetzungsveranstaltung mit interaktiven Workshop unter dem Titel „Konflikte überall? Mediative und konstruktive Verfahren in der kommunalen Konfliktbearbeitung“ ein.

Mit seiner ersten Veranstaltung im neuen Jahr rückt das Transferzentrum Frieden Augsburg die Vernetzungsarbeit noch stärker in den Fokus und möchte an die vorhandene Expertise der Konfliktbearbeitung in der Friedensstadt Augsburg anknüpfen. Hierzu laden wir für 22. Januar zu unserer Veranstaltung „Konflikte überall? Mediative und konstruktive Verfahren in der kommunalen Konfliktbearbeitung“ ein.

Sie findet am Mittwoch, 22.01.2025 von 17:00 bis etwa 20:00 Uhr im Hollbau des Annahofes statt:

Konflikte gehören zum Alltag – auch in Ihrem Tätigkeitsfeld?

Wie gehen Sie mit Konflikten um? Welche Ansätze und Methoden nutzen Sie beruflich, um Konflikte zu bearbeiten? Wo stoßen Sie auf Herausforderungen? Und wie könnte Sie der Austausch mit anderen Berufsgruppen, die ebenfalls regelmäßig Konflikte bearbeiten, weiterbringen?

Wenn Sie sich von diesen Fragen angesprochen fühlen, laden wir Sie zu unserer Informations- und Vernetzungsveranstaltung am 22.01.2025 ein. Das Transferzentrum Frieden Augsburg möchte darin die vielfältigen Anwendungsfelder von Konfliktbearbeitung im kommunalen Raum sichten und vernetzen. Im Fokus stehen Fragen wie:

Welche unterschiedlichen Verfahren und Ansätze zur Konfliktbearbeitung werden bereits in der Friedensstadt Augsburg genutzt?
Wo finden sie Anwendung – ob in der Nachbarschaft, Zivilgesellschaft, städtischen Einrichtungen, Beratung, Pädagogik oder anderen Bereichen?
Welche Herausforderungen und Chancen ergeben sich dabei?
Welche Beiträge kann die Friedens- und Konfliktforschung dazu leisten?

Es erwartet Sie ein abwechslungsreiches Programm: Zunächst geben vier erfahrene Praktiker*innen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern in kurzen Impulsen Einblicke in ihre Zugänge und Erfahrungen in der Konfliktbearbeitung: Carmen Buschinger (Antidiskriminierungsstelle Augsburg), Brigitte Hörster (IMKA), Frank Pintsch (Ordnungsreferent der Stadt Augsburg) und Günter Schießl (Seniors in School). Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, sich in offenen Kleingruppen mit den Teilnehmenden auszutauschen, eigene Fragen und Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. Der Abend endet entspannt mit Häppchen, Getränken und informellen Gesprächen in lockerer Atmosphäre für die weitere Augsburger Vernetzung in diesem Aufgabenfeld.

Die Veranstaltung ist für alle Teilnehmenden kostenfrei. Für die Planung bitten wir um eine Anmeldung über folgenden Link: https://eveeno.com/Konflikte_ueberall

Wir freuen uns darauf, Sie und Ihre Arbeit kennenzulernen und gemeinsam neue Möglichkeiten der Vernetzung und Synergiebildung in der Konfliktbearbeitung in Augsburg zu entwickeln!

13.01.2025
Bild zu Neuerscheinung: Mayr/Nägele: »Konfliktokratie«: über Konflikt und Demokratie sprechen

Neuerscheinung: Mayr/Nägele: »Konfliktokratie«: über Konflikt und Demokratie sprechen

Der aktuelle Beitrag von Rachel C. Mayr und Alexandra Nägele in der Zeitschrift „Wissenschaft & Frieden“ berichtet über die 8. Peace Summer School, die im Sommer 2024 unter dem Titel „Konfliktokratie“ das Verhältnis von Demokratie und Konflikten beleuchtet hat.

Die Peace Summer School 2024, die im Rahmen des Augsburger Hohen Friedensfest veranstaltet wurde, brachte erneut Wissenschaft, Praxis und Stadtgesellschaft zusammen, um in diesem Jahr besonders das Spannungsverhältnis von Konflikt und Demokratie zu reflektieren. Unter dem Titel „Konfliktokratie“ widmete sich das dreitägige Programm den Fragen, wie Konflikte als notwendige Bestandteile demokratischer Prozesse erkannt und produktiv gestaltet werden können.

Ein umfassender Tagungsbericht ist nun in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Wissenschaft & Frieden" erschienen und gibt Einblicke in die vielfältigen Veranstaltungsformate: Von einer öffentlichen Diskussionsrunde über die Rolle von Medien und Kleinkunst in der demokratischen Debatte über interaktive Workshops und einem demokratischen Stadtspaziergang durch Augsburg. Die Peace Summer School zeigt dabei, wie interaktive Bildungsangebote Demokratie und Konflikt auf erfahrbare Weise vermitteln und aktuelle gesellschaftliche Fragen aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchten können.

Mayr, Rachel C./Nägele, Alexandra 2024: „Konfliktokratie“: über Konflikt und Demokratie sprechen, in: Wissenschaft und Frieden 42: 4, 66-67.

Organisiert wurde die Peace Summer School vom ASKA e.V. in Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten "Transferzentrum Frieden Augsburg", das die Stadtgesellschaft mit der Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg verknüpft.
Der Bericht ist online unter folgendem Link verfügbar: https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/konfliktokratie-ueber-konflikt-und-demokratie-sprechen/

17.12.2024
Bild zu Neuerscheinung im KomPa-Projekt: "Perspektiven auf Kommunale Konfliktberatung"

Neuerscheinung im KomPa-Projekt: "Perspektiven auf Kommunale Konfliktberatung"

Die Erkenntnisse aus einem mehrjährigen Projekt Partizipativer Konfliktforschung zu den wesentlichen Funktionsweisen und Prozesselementen Kommunaler Konfliktberatung, verfasst vom Forschungskollektiv KomPa, wurden nun Open Access veröffentlicht.

Das Forschungskollektiv KomPa, an dem neben den Lehrstuhl-Mitarbeiterinnen Marius Thomay, Christina Pauls, Christoph Weller und Michaela Zöhrer auch die Praktikerinnen Wolfgang Dörner, Katharina Huxol und Sylvia Lustig vom Forum Ziviler Friedensdienst beteiligt waren, unterbreitet mit dieser Publikation ein Deutungsangebot zur Beantwortung der Forschungsfrage „Wie funktioniert die Kommunale Konfliktberatung des forumZFD?“. Diese Darstellung thematisiert einerseits wesentliche Funktionsweisen und Prozesselemente der Kommunalen Konfliktberatung (KKB) sowie einige der ihr zugrunde liegenden theoretischen und normativen (Grund-)Annahmen. Andererseits verdeutlicht der Text ebenfalls die im Forschungsprozess zutage getretenen vielfältigen Zugänge, Beobachtungen und Einschätzungen dazu, wie sich KKB verstehen und beschreiben lässt, was KKB ist und was sie ausmacht. Diese Vielfalt an Perspektiven fassen wir als grundlegende Ressource für das Verstehen der KKB auf, und sie ist zugleich auch ein wesentliches Merkmal der KKB.

Die Publikation ist Ergebnis des inzwischen abgeschlossenen Projekts „Kommunale Konfliktberatung und Partizipative Konfliktforschung“ (KomPa), eines partizipativen Forschungsprojekts unter Beteiligung des „Forum Ziviler Friedensdienst“ e.V. (forumZFD) und des Lehrstuhls für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg. In einer etwa zweijährigen Pilotphase des KomPa-Projekts, welches von 6/2021 bis 02/2023 finanzielle Förderung durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union (AMIF) im Rahmen des Projekts „Kommunale Konfliktberatung: Konflikte als Chance für eine nachhaltige Integration“ des forumZFD erhielt, wurde die Fragestellung „Wie funktioniert die Kommunale Konfliktberatung des forumZFD?“ in den Fokus gerückt.

Die Partizipative Konfliktforschung des Lehrstuhls für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung zu Kommunaler Konfliktberatung wird u.a. fortgeführt im Projekt „ Partizipative Konfliktforschung zu den Wirkungen Kommunaler Konfliktberatung“ (PaWiKo).

22.11.2024
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Partizipatives Projekt zur Weiterentwicklung des Augsburger Friedensfests erfolgreich abgeschlossen

Im Auftrag der Stadt Augsburg führte Dr. Rebecca Gulowski das partizipative Forschungsprojekt „Friedensstadt Augsburg: eine sozialwissenschaftliche (Konflikt-)Analyse als Baustein einer sozialraumorientierten Weiterentwicklung des Friedensfests und der unterjährigen Friedensarbeit in der Stadt Augsburg“ durch und präsentiert am 27.11. die Ergebnisse im Kulturausschuss.

Der Kulturausschuss der Stadt Augsburg hatte in seiner Sitzung vom 13.02.2023 die „Partizipative konzeptionelle Weiterentwicklung des Friedensbüros und des Friedensfestes" beschlossen. Mit dem Prozess sollte herausgearbeitet werden, wie künftig eine stärkere Profilierung von Augsburg als Friedensstadt möglich ist. Die Analyse unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Weller und Dr. Rebecca Gulowski folgte einem Ansatz Partizipativer Konfliktforschung und orientierte sich vor allem an konfliktanalytischen Fragestellungen, die auf die politischen Entscheidungsprozesse zur Weiterentwicklung der Friedensarbeit und des Friedensfests in Augsburg ausgerichtet waren. Das Team untersuchte, welche unterschiedlichen Vorstellungen und Positionen sich hinsichtlich der Bedeutung, Ziele und Wirkungen des Augsburger Hohen Friedensfests, der darauf bezogenen Friedensfestaktivitäten und der unterjährigen Friedensarbeit für die Friedensstadt Augsburg bei den Beteiligten erfassen lassen. Als wesentliche Ergebnisse konnten unterschiedliche Konflikte und Konfliktlinien beteiligter Akteur:innen herausgearbeitet werden.

22.11.2024
Bild zu „Massenvertreibung, Hungertote, Machtspiele - Warum uns der Krieg im Sudan interessieren sollte“

„Massenvertreibung, Hungertote, Machtspiele - Warum uns der Krieg im Sudan interessieren sollte“

Die Sudan-Expertin Marina Peter gibt tiefe Einblicke in die Zusammenhänge der aktuellen Krise im Sudan und ihre Folgen. Das Transferzentrum Frieden Augsburg lädt am 13.11.2024 um 19:30 im Rahmen der Augsburger Friedenswochen zu ihrem Vortrag mit anschließender Diskussion im Hollbau, Annahof ein.

Über das Kriegsgeschehen in der Ukraine und im Gazastreifen hat die westliche Welt den Krieg im Sudan fast vergessen. Der Konflikt destabilisiert eine ganze Großregion und treibt Millionen Menschen in die Flucht - innerhalb des Sudan und vor allem in die Nachbarländer. Der Sudan versinkt unaufhaltsam im Chaos. Die internationale Gemeinschaft versagt.

Marina Peter ist Beraterin für zivilgesellschaftliches Engagement, Konfliktprävention und Konfliktbearbeitung sowie Versöhnung am Horn von Afrika. Seit fast 40 Jahren arbeitet sie in unterschiedlichen Funktionen eng mit Menschen und Gruppierungen verschiedenster ethnischer Herkunft, religiöser oder politischer Zugehörigkeit in den Ländern am Horn von Afrika zusammen, die sich für Frieden, Versöhnung und Gerechtigkeit einsetzen. Sie hat an diversen Publikationen zur Thematik mitgewirkt, zahlreiche Aufsätze verfasst sowie Friedensgespräche auf allen Ebenen (Track 1-3) begleitet. Ehrenamtlich ist sie Vorsitzende des Sudan und Südsudanform e.V. Für ihr Engagement wurde sie im Jahr 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Datum: Mittwoch, 13.11.2024

Uhrzeit: 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Hollbau, Im Annahof 4, Augsburg

Eintritt frei, Spenden erbeten

Veranstalter: Augsburger Friedensinitiative (AFI), Deutsche Friedensgesellschaft Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Augsburg, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Kreisvereinigung Augsburg, Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA), Werkstatt Solidarische Welt e.V. und in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof.

13.11.2024
Bild zu Lange Nacht der Demokratie am 2. Oktober 2024 mit dem Transferzentrum Frieden Augsburg

Lange Nacht der Demokratie am 2. Oktober 2024 mit dem Transferzentrum Frieden Augsburg

„Was hält unsere Gesellschaft zusammen?" Unter dieser Leitfrage stand die diesjährige „Lange Nacht der Demokratie“: In Augsburg mit einem Info-Stand des Transferzentrums Frieden und in Planegg bei der VHS im Würmtal mit Prof. Christoph Weller, der von Schüler*innen zur Konfliktbearbeitung in der Demokratie befragt wurde.

In Augsburg beteiligte sich das Transferzentrum Frieden Augsburg mit einem Infostand an der Veranstaltung in Oberhausen. Dabei konnte Christina Pauls ausführlich über bereits durchgeführte und aktuell geplante Veranstaltungen des Transferzentrums informieren. Sie lud außerdem zum Sprechen über Frieden ein, indem Einschätzungen über notwendige Bedingungen für Frieden gesammelt wurden. Durch die intensiven Gespräche am Infostand konnten so weitere Ideen und Bedarfe für die Arbeit des Transferzentrums Frieden aus der Stadtgesellschaft eingeholt werden, die bei unserer zukünftigen Veranstaltungsplanung berücksichtigt werden.

In Planegg hatte die VHS im Würmtal für die Lange Nacht der Demokratie zu einem musikalisch-politischen Abend ins Kupferhaus eingeladen. Vier Musikschulen beteiligten sich mit unterschiedlichen Chor- und Orchester-Formationen an dem abendfüllenden Programm. In den Pausen präsentierten politische Initiativen und Institutionen den über 400 Besucherinnen die Ergebnisse ihrer Arbeit und luden zum Informations-Austausch ein. In zwei Gesprächsrunden auf der Bühne befragten drei Schülerinnen des Feodor-Lynen-Gymnasiums den Konfliktforscher Prof. Christoph Weller, wie sich mit Konflikten konstruktiv umgehen lasse. Die Konflikte in der Demokratie, so Weller, seien zwar anstrengend, aber unverzichtbar; einen produktiven Umgang mit ihnen zu lernen beginne bereits im Kindesalter und erfordere nicht nur in der Schule, sondern in allen Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens anhaltendes Engagement.

14.10.2024
Bild zu Anregende Peace Summer School findet im Rahmen des Friedensfest 2024 statt

Anregende Peace Summer School findet im Rahmen des Friedensfest 2024 statt

Am Wochenende vom 19. – 21. Juli 2024 fand die Peace Summer School 2024 im Hollbau des Annahofs statt. Die dreitägige Veranstaltung versammelte unter dem Motto „Konfliktokratie: Über Konflikt und Demokratie sprechen“ zahlreiche Personen aus der Augsburger Stadtgesellschaft und darüber hinaus.

Der Freitagabend begann mit der öffentlichen Abendveranstaltung „Stimmen der Demokratie: Wie wir heute miteinander reden“. Claudia Pichler, Literaturwissenschaftlerin und Kabarettistin, und Thomas Laschyk, vom Weblog Volksverpetzer diskutierten mit Nicki K. Weber, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung und Teilnehmenden in einer Fishbowl über die Rolle und Verantwortung von Kleinkunst, Medien und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in der öffentlichen Debatte.

Nach einer ausführlichen Stadtführung mit Stadtführer Max am Samstagmorgen, bei dem demokratische Orte Augsburgs besucht wurden, ging der Tag in den Workshops weiter. So konnte unter der Leitung der Psychodramatikerin Julia Dieckhoff die Methode des Soziodramas erprobt werden, um gesellschaftliche Konflikte und Polarisierungsprozesse auf der Bühne und im Spiel zu erkunden. Dr. Gal Harmat, Expertin für Geschlechterfragen und Friedensförderung, analysierte mit den Teilnehmenden demokratische Prozesse aus einer intersektionaler Perspektive mithilfe von Simulationen. Der Workshop von Christina Pauls, Koordinatorin des Transferzentrums Frieden Augsburg und Friedensfachkraft Juliane Prüfert untersuchte, inwiefern soziale Bewegungen Ausdruck gesellschaftlicher Konfliktbearbeitung sind und welche Rolle Machtverhältnisse dabei spielen.

Am Sonntag wurden die Workshops weitergeführt und anschließend im Plenum die Ergebnisse präsentiert und zusammengeführt. So konnten die Teilnehmenden die unterschiedlichen Erlebnisse und Erfahrungen aus den Workshops verknüpfen. Während des gesamten Wochenendes gab es zahlreiche Möglichkeiten für Begegnungen und Austausch, die eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen Demokratie, Konflikt und Frieden auch über die Programmpunkte hinaus anregten.

Das ASKA e.V. (Alumni und Studierende der Konfliktforschung Augsburg) veranstaltete die Peace Summer School bereits zum achten Mal, dieses Jahr in Zusammenarbeit mit dem Transferzentrum Frieden Augsburg.

Dank der Unterstützung zahlreicher Kooperationspartner und Förderer konnte die Veranstaltung im Rahmen des Kulturprogramms zum Augsburger Hohen Friedensfest 2024 realisiert werden. Die Peace Summer School 2024 zeigte erneut, wie wichtig Räume sind, die Dialog und eine aktive Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen ermöglichen und fördern.

03.09.2024
Bild zu Für ein friedliches Miteinander: Das „Transferzentrum Frieden Augsburg“ ist mit vielfältigem Angebot gestartet

Für ein friedliches Miteinander: Das „Transferzentrum Frieden Augsburg“ ist mit vielfältigem Angebot gestartet

„Wissenschaft und Forschung in Augsburg“, die Verlagsbeilage der Augsburger Allgemeinen, berichtet in ihrer neuesten Ausgabe über den Start des Transferzentrums Frieden, dessen nächste Angebote die Peace Summer School 2024 und eine praxisorientierte Workshop-Reihe „Konfliktbearbeitung im Alltag“ sind.

Im Rahmen der Workshop-Reihe „Konfliktbearbeitung im Alltag“ werden an drei verschiedenen, interaktiv gestalteten Workshop-Abenden jeweils unterschiedliche Herangehensweisen zur praktischen Bearbeitung von Konflikten vorgestellt.

23.07.2024, 18:00 – 20:30: Workshop 1: Konflikte konstruktiv und präventiv bearbeiten: Wie der Umgang mit unterschiedlichen Werten möglich werden kann - Erfahrungen aus der Praxis der integralen Organisationsentwicklung (angeboten von https://i-m-u.de, Dr. Bernhard Ludwig und Rafaela Leirich)
25.07.2024, 18:00 – 20:30: Workshop 2: Miniinterventionen – maximale Wirkung (angeboten von IMKA Augsburg, Brigitte Hörster und Hildegard Schwering)
30.07.2024, 18:00 – 20:30: Workshop 3: Keine Angst vor Konflikten! So geht Konfliktbearbeitung (angeboten von Prof. Dr. Christoph Weller)

Weitere Informationen zu den Workshopinhalten sowie Möglichkeit zur Anmeldung: https://eveeno.com/TransferzentrumFrieden

Die Teilnahme ist kostenfrei. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Es besteht die Möglichkeit, sich entweder für einzelne Workshops oder die gesamte Workshopreihe anzumelden, je nach persönlichem Interesse. Die Veranstaltungen finden alle statt in der Neuen Grottenau (Altes Postgebäude, Leopold Mozart College of Music der Universität Augsburg), Grottenau 1, Raum 3.50 (3. OG).

19.07.2024
Bild zu Konfliktbearbeitung im Alltag - praxisorientierte Workshop-Reihe am 23./25./30. Juli

Konfliktbearbeitung im Alltag - praxisorientierte Workshop-Reihe am 23./25./30. Juli

Das Transferzentrum Frieden Augsburg bietet im Rahmen des diesjährigen Friedensfestes eine abwechslungsreiche Workshop-Reihe zu praktischen Methoden der Konfliktbearbeitung im Alltag an, jeweils um 18:00 Uhr am 23., 25. und 30 Juli.

Im Alltag haben wir es ständig mit Konflikten zu tun: Konflikten in Beziehungen, im Arbeitsalltag, um Werte oder in der Gesellschaft. Eine konstruktive Bearbeitung von Konflikten kann Eskalationen und dauerhafte Belastungen vermeiden. Auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt innerhalb von demokratischen Strukturen ist eine stetige Bearbeitung von Konflikten unerlässlich. Für eine solche konstruktive Bearbeitung gibt es verschiedene Zugänge.

Im Rahmen der Workshop-Reihe „Konfliktbearbeitung im Alltag“ werden an drei verschiedenen, interaktiv gestalteten Workshop-Abenden jeweils unterschiedliche Herangehensweisen zur praktischen Bearbeitung von Konflikten vorgestellt.

23.07.2024, 18:00 – 20:30: Workshop 1: Konflikte konstruktiv und präventiv bearbeiten: Wie der Umgang mit unterschiedlichen Werten möglich werden kann - Erfahrungen aus der Praxis der integralen Organisationsentwicklung (angeboten von https://i-m-u.de, Dr. Bernhard Ludwig und Rafaela Leirich)

25.07.2024, 18:00 – 20:30: Workshop 2: Miniinterventionen – maximale Wirkung (angeboten von IMKA Augsburg, Brigitte Hörster und Hildegard Schwering)

30.07.2024, 18:00 – 20:30: Workshop 3: Keine Angst vor Konflikten! So geht Konfliktbearbeitung (angeboten von Prof. Dr. Christoph Weller)

Weitere Informationen zu den Workshopinhalten sowie Möglichkeit zur Anmeldung: https://eveeno.com/TransferzentrumFrieden

Die Teilnahme ist kostenfrei. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Es besteht die Möglichkeit, sich entweder für einzelne Workshops oder die gesamte Workshopreihe anzumelden, je nach persönlichem Interesse. Die Veranstaltungen finden alle statt in der Neuen Grottenau (Altes Postgebäude, Leopold Mozart College of Music der Universität Augsburg), Grottenau 1, Raum 3.50 (3. OG).

12.07.2024
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Heizt der Klimawandel auch Konflikte an oder ist er eine Friedens-Chance?

Im Rahmen des Friedensklima-Programms auf dem Moritzplatz laden das Transferzentrum Frieden Augsburg, pax christi Augsburg und weitere Kooperationspartner zum Vortrag und Gespräch über die Folgen des Klimawandels ein mit Prof. Dr. Tobias Ide (Perth, Australien) im Großen Moritzsaal, Moritzplatz 5. Eintritt frei.

Der Klimawandel ist die zentrale Herausforderung unserer Zeit. Zunehmende Hitzewellen, Dürren, Fluten und Stürme sowie ein steigender Meeresspiegel stellen die Menschheit vor große Herausforderungen. Aber erhöht der Klimawandel auch das Risiko bewaffneter Konflikte? Oder bietet er vielmehr Chancen für Kooperation und Friedensförderung? Und wie kann unsere Gesellschaft nachhaltiger gestaltet werden, ohne neue Konflikte zu riskieren?

Um diese Fragen geht es in der Veranstaltung "Klimawandel: Konflikt-Treiber oder Friedens-Chance?“ mit Prof. Dr. Tobias Ide, zu der pax christi Augsburg, das Transferzentrum Frieden Augsburg, die Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Augsburg und der Lehrstuhl für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Klimapolitik der Universität Augsburg für Dienstag, 16. Juli um 18:30 Uhr in den Moritzsaal einladen. Referent ist Tobias Ide, Senior Lecturer an der Murdoch-Universität in Perth, Australien und außerordentlicher Professor an der Hiroshima-Universität in Japan. Sein Spezialgebiet ist die Frage, ob Klimawandel zu Konflikten oder doch eher zu Kooperation führen wird.

Veranstaltungsort: Großer Moritzsaal, Moritzplatz 5, Augsburg-Innenstadt

09.07.2024
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Suche nach Frieden - Welt ohne Kompass. Veranstaltung zum "Friedensgutachten 2024"

Am 17. Juni um 18:30 Uhr stellt Prof. Dr. Conrad Schetter, Mitherausgeber des „Friedensgutachtens“, die zentralen Ergebnisse des diesjährigen Gutachtens der vier großen Friedensforschungsinstitute zum globalen Konfliktgeschehen und zu ihren Handlungsempfehlungen in einer öffentlichen Veranstaltung in der Friedensstadt Augsburg vor.

Das globale Konfliktgeschehen hat sich im vergangenen Jahr erneut verschärft: Der Krieg zwischen Israel und der Hamas in Gaza, die anhaltende Aggression Russlands gegen die Ukraine, Militärputsche und dschihadistische Gewalt in Afrika forderten zehntausende Opfer. Internationale Regeln verlieren zusehends an Bindungskraft und Gewalt droht wieder zu einem probaten Mittel der Politik zu werden. Militärische Interventionen in Konflikte zeigen dagegen kaum Erfolge, auch die Bekämpfung von Armut und Hunger stockt und die Bilanz der Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen ist mehr als ernüchternd. Überdies geraten Demokratien selbst stetig mehr unter Druck von extremistischen Bewegungen. Die Welt scheint ohne Kompass im Umgang mit Kriegen und bewaffneten Konflikten, aber auch bei den weiteren großen Herausforderungen zu sein.

Das Friedensgutachten 2024 analysiert diese Entwicklungen und empfiehlt konkrete erste Schritte, wie Gewaltspiralen beendet und Konfliktursachen bearbeitet werden können. Mit seinen Handlungsempfehlungen für Bundestag und Bundesregierung ist das jährlich erscheinende „Friedensgutachten“ ein zentrales Medium für den Dialog zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Bereits seit 1987 wird jährlich das „Friedensgutachten“ erstellt von den deutschen Friedensforschungsinstituten:

  • Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC)

  • Institut für Entwicklung und Frieden an der Universität Duisburg (INEF)

  • Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH)

  • Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF)

Prof. Dr. Conrad Schetter ist einer der vier Herausgeber*innen des Friedensgutachtens 2024. Er ist Direktor des Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC) und Professor für Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Bonn. Prof. Schetter forscht u.a. zu lokalen Gewaltkonflikten in Süd- und Zentralasien sowie in Ostafrika. Weitere Forschungsthemen sind gewaltsame Vertreibung und internationale Interventionsregime.

Die öffentliche Veranstaltung zur Vorstellung des Friedensgutachtens 2024 ist eine Kooperationsveranstaltung des Transferzentrums Frieden Augsburg mit dem Friedensbüro der Stadt Augsburg, dem Evangelischen Forum Annahof, Augsburg International e.V. und dem Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg. Veranstaltungsort: Augustanasaal (Im Annahof 4), Eintritt frei.

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Verbundprojekts „ Bayerisches Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung“.

05.06.2024
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Radikalisierungsprävention - Veranstaltungs-Thema mit wachsender Bedeutung für Demokratie und Frieden

Für 3. Juni, 18:30 Uhr lädt das Transferzentrum Frieden Augsburg zu einem Vortrag von Prof. Dr. Janine Linßer mit anschließender Diskussion ein. Titel der Veranstaltung: „Kommunale Radikalisierungsprävention von der Wurzel her denken – mehr Demokratie(Förderung) wagen“. Ort: Hollbau, Im Annahof 4.

Das diesjährige Augsburger Friedensfest hat sich die Demokratie zum Themenschwerpunkt gewählt. Daran ausgerichtet organisiert das Transferzentrum Frieden Augsburg verschiedene Veranstaltungen, am 3.6., 18:30 - 20:00 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Büro für gesellschaftliche Integration der Stadt Augsburg, dem Evangelischen Forum Annahof und der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Augsburg eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Janine Linßer zu den Zusammenhängen zwischen stabiler Demokratie und Radikalisierungsprävention auf kommunaler Ebene. Moderation: Prof. Dr. Christoph Weller, Universität Augsburg.

Radikalisierungsprävention ist längst nicht mehr alleiniger Gegenstand von Sicherheitsbehörden, sondern wird als gesamtgesellschaftliche Aufgabe aufgefasst und ausbuchstabiert. Vor dem Hintergrund zunehmender populistischer oder gar radikaler Positionen im politischen und öffentlichen Diskurs sahen und sehen sich Kommunen vor die Herausforderung gestellt, angemessene Prä- sowie Interventionsstrategien zu entwickeln. Viele haben sich hier bereits auf den Weg gemacht und entsprechende Handlungskonzepte aufgesetzt. In der Veranstaltung werden aktuelle Erkenntnisse zu kommunalen Strategien in der Prävention von Radikalisierung vorgestellt und mit der Notwendigkeit der Förderung demokratischer Beteiligungsprozesse verknüpft.

Die Referentin der Veranstaltung, Prof. Dr. Janine Linßer, ist Professorin für wissenschaftliche Grundlagen der Sozialen Arbeit an der Technischen Hochschule Augsburg und dort Leiterin des Studiengangs Soziale Arbeit. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Radikalisierungsprä- und -intervention in der Sozialen Arbeit sowie Demokratieförderung und politische Beteiligung von jungen Menschen.

Gefördert wird die Veranstaltung im Rahmen des Forschungsverbunds „Bayerisches Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung“ (BZeFK) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

21.05.2024
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"Transferzentrum Frieden Augsburg" bei der Langen Nacht der Wissenschaft

Am Samstag, 4. Mai 2024, 18:30 – 23:00 Uhr, ist das "Transferzentrum Frieden Augsburg" bei der Langen Nacht der Wissenschaft vertreten und stellt sich und seine geplanten Veranstaltungen für den Sommer 2024 vor.

Mit dem Projekt „ Transferzentrum Frieden Augsburg“ intensivieren die Friedensstadt Augsburg und die Universität Augsburg ihre Zusammenarbeit im Themenfeld Frieden. Das Transferzentrum Frieden Augsburg wird vom Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg betreut und trägt in unterschiedlichen Formaten und Kooperationsformen zum Transfer der Expertise der Friedens- und Konfliktforschung in die Praxisfelder der Friedensstadt Augsburg bei. Es leistet einen Beitrag zur ganzjährigen Friedensarbeit in der Stadt Augsburg und ist eine Plattform für Vernetzung und vielfältige Kooperationen im Themenfeld Frieden und Konfliktbearbeitung. Seine Angebote umfassen öffentliche Bildungs- und Veranstaltungsangebote, Qualifizierungsangebote sowie die wissenschaftliche Begleitung von Projekten.

Mit einem Stand bei der Langen Nacht der Wissenschaft am Samstag, 04.05.2024 von 18:30 bis 23 Uhr (Standort: Stadtbücherei) präsentiert das Transferzentrum Frieden die für den Sommer 2024 geplanten Veranstaltungen und Formate. Dabei werden auch Anfragen, Ideen und Wünsche in Bezug auf zukünftige Aktivitäten des Transferzentrums entgegengenommen.

29.04.2024
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Konfliktbearbeitung im städtischen Kontext als Herausforderung kirchlichen Handelns

Auf Einladung des Bischöflichen Dekanats des Bistums Augsburg präsentierte Prof. Christoph Weller die praxisorientierten Ansätze für konstruktive Konfliktbearbeitung und gesellschaftlichen Frieden bei der Bundeskonferenz der katholischen Stadtdekane am 18. März 2024 in Augsburg.

Die Zunahme gesellschaftspolitischer Konflikte stellt nicht nur Städte und Kommunen, sondern auch die Kirchen vor neue Herausforderungen: wie können sie ihrem wertegeleiteten Auftrag, einen Beitrag zum gesellschaftlichen Frieden zu leisten, nachkommen, wenn Ausgrenzung, Polarisierung und Radikalisierung zunehmen?

Auf dem Hintergrund seiner Forschung zu Kommunaler Konfliktberatung, Deutungskämpfen und konstruktivistischer Konfliktanalyse stellte Weller den Stadtdekanen aus zahlreichen deutschen Großstädten verschiedene praxisorientierte Ansätze für konstruktive Konfliktbearbeitung vor und ermöglichte einen intensiven Erfahrungsaustausch zum kirchlichen Handeln im Praxisfeld der Konfliktbearbeitung.

22.03.2024
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Können wir Frieden lernen? Friedenspädagogische Fortbildung mit anschließendem öffentlichen Podiumsgespräch

In ihrem Beitrag im Sammelband „Intersektionale Solidarität. Beiträge zur gesellschaftskritischen Geschlechterforschung“ beleuchtet Michaela Zöhrer Kritiken und Potentiale von Identitätspolitik.

Identitätspolitik ist seit einigen Jahren auch im deutschsprachigen Raum im Fokus vielgestaltiger Kritik. Der Beitrag „Wer heute von Solidarität redet, darf von Identitätspolitik nicht schweigen?“ widmet sich fundamentalen und moderaten Kritiken, die Identitätspolitik als (potentiell) „sozial spaltend“ charakterisieren, um darauf aufbauend die Bedeutung von Identitätspolitiken für den konstruktiven Umgang mit Konflikten innerhalb sozialer Bewegungen zu betonen.

Der gesamte Sammelband „Intersektionale Solidaritäten“ erscheint Open Access (PDF) und ist kostenpflichtig als Print-Ausgabe erhältlich.

Literatur:

Zöhrer, Michaela: Wer heute von Solidarität redet, darf von Identitätspolitik nicht schweigen? Intersektionale Konflikte in sozialen Bewegungen, in: Mertlitsch, Kirstin/Hipfl, Brigitte/Kumpusch, Verena/Roeseling, Pauline (Hrsg.): Intersektionale Solidarität. Beiträge zur gesellschaftskritischen Geschlechterforschung. Opladen: Barbara Budrich, 2024, 105-116.

27.02.2024
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Das „Transferzentrum Frieden Augsburg“ bezieht sein Büro in der neuen Grottenau

Beim Tag der offenen Tür in der neuen Grottenau am Samstag, 21. Oktober (10 - 14 Uhr) ist das ehemalige Gebäude der Hauptpost zugänglich; dabei stellt sich auch das neu etablierte „Transferzentrum Frieden Augsburg“ in seinem dort eingerichteten Büro vor.

Mit dem Projekt „Transferzentrum Frieden Augsburg“ intensivieren die Friedensstadt Augsburg und die Universität Augsburg ihre Zusammenarbeit im Themenfeld Frieden. Das Transferzentrum Frieden Augsburg soll in unterschiedlichen Formaten und Kooperationsprojekten zum Transfer der Expertise der Friedens- und Konfliktforschung in die Praxisfelder der Friedensstadt Augsburg beitragen. Hierzu leistet das Bayerische Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung (BZeFK) mit seinem Augsburger Standort am Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg wichtige Beiträge. Neben der Vermittlung von Konfliktkompetenz, Friedenskonzepten und Methoden konstruktiver Konfliktbearbeitung ist auch ein offenes Veranstaltungsangebot zu Themen wie gesellschaftlicher Frieden, Umgang mit sozialen Konflikten, Friedensbildung und praxisorientierten Ansätzen der Friedens- und Konfliktforschung geplant. Das Projekt „Transferzentrum Frieden Augsburg“ soll ein wichtiges Element der ganzjährigen Friedensarbeit und eine Gelenkstelle zwischen Friedensstadt und Universität darstellen, wie es der entsprechende Stadtratsbeschluss formuliert.

Das Büro des Transferzentrums Frieden Augsburg wird in der neuen Grottenau eingerichtet, in dem sich sowohl Räume der städtischen Verwaltung als auch der Universität befinden. In Augsburg war „die Grottenau“ bis vor wenigen Jahren als Hauptpost bekannt. Nachdem die Stadt das Gebäude erworben hatte, begannen im Juni 2017 Sanierung und Umbau des herrschaftlichen Baus durch die Wohnbaugruppe Augsburg Entwickeln.

2020 wurden die ersten Büros durch das Amt für Kinder, Jugend und Familie und den städtischen Ordnungsdienst bezogen, später folgte das Leopold Mozart College of Music mit Übungsräumen und einem Konzertsaal sowie die schulpsychologische Beratung und die Bildungsberatung der Stadt Augsburg. Beim Tag der offenen Tür in der neuen Grottenau am 21. Oktober stellen Studierende und Lehrbeauftragte, Mitarbeitende und Angestellte die Grottenau und die unterschiedlichen Nutzungen des weitläufigen Gebäudes der interessierten Öffentlichkeit vor.

21.10.2023